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Köln: Ukraine-Flüchtlinge dürfen nicht länger kostenlos KVB fahren – auch wegen 9-Euro-Ticket

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Von: Johanna Werning

Ukraine-Geflüchtete am Hauptbahnhof Berlin. Im Kreis: Ein Foto der KVB-Linie 3, die über die Severinsbrücke fährt.
Ukraine-Geflüchtete müssen ab dem 1. Juni für Bus und Bahn fahren (IDZRW-Montage) © IPON/Imago & Jochen Tack/Imago

Am 31. Mai endet die „Pass = Ticket“-Regelung für Ukraine-Flüchtlinge. Auch bei der KVB in Köln und im VRS-Gebiet ist die kostenlose Fahrt dann nicht mehr möglich.

Köln – Seit drei Monaten herrscht in Mariupol, Kiew und vielen weiteren Städten in der Ukraine Krieg. Am 24. Februar griffen russische Truppen die Ukraine an. Seitdem sind 6,5 Millionen Flüchtlinge über die Grenzen geflohen. Viele Menschen haben auch in Köln Schutz gefunden. Seit Anfang März konnten die Ukraine-Flüchtlinge kostenlos mit der KVB fahren. Doch mit der sogenannten „Pass = Ticket“-Regelung ist jetzt in Köln, im gesamten VRS-Gebiet und deutschlandweit Schluss.

Wegen 9-Euro-Ticket: Ukraine-Flüchtlinge dürfen ab Juni nicht mehr kostenlos KVB fahren

„Diese Regelung endet nun, wie in den weiteren Verkehrsunternehmen auch, am 31. Mai. Die KVB folgt damit einer Empfehlung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)“, heißt es am Dienstag, 24. Mai, vom Kölner Unternehmen. Der VRS führt weiter: „Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Bundesregierung inzwischen weitreichende Maßnahmen zur Unterstützung der Geflüchteten im Rahmen der Grundsicherung getroffen hat. Hierzu zählen insbesondere finanzielle Hilfen, die auch Leistungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) umfassen. Daher ist es angemessen, die Freifahrten-Regelung nun enden zu lassen. Hiermit wird eine Gleichbehandlung aller Personen in der Grundsicherung gewährleistet.“

Damit ist unter anderem das 9-Euro-Ticket gemeint, das ab dem 1. Juni gilt. Der Vorverkauf des 9-Euro-Tickets startete in Köln und anderen Städten bereits am Montag, 23. Mai. Wie KVB-Sprecher Matthias Pesch auf Nachfrage von 24RHEIN erklärte, kam es aufgrund des Verkaufsstarts am Montag zu langen Schlangen.

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Neben den Bundeshilfen soll es allerdings auch weiterhin „auf ausgewählten grenznahen Strecken im Nahverkehr im Rahmen der Kulanz eine schnelle Hilfe für Ukraine-Geflüchtete geben“, teilt der VDV mit.

„Geflüchtete können sich vorab bei dem für Ihre Strecke zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen über die Bedingungen für Ihre Fahrt informieren.“ Des Weiteren stehe an ausgewählten Haupt-Ankunftsbahnhöfen wie Berlin, Cottbus oder Hannover weiterhin ein „helpukraine“-Ticket zur Verfügung, mit dem deutschlandweit mit dem Zug gefahren werden kann. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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