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Köln: Tagelanger Dauerregen bringt Hochwasser-Gefahr

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Von: Johanna Werning

in Mann steht mit Regenschirm an der Freitreppe am Rheinufer, die ein Stück überflutet ist.
In Deutz ist der Kölner Rhein bereits über die Ufer geschwappt © Oliver Berg/dpa

Für Köln gilt bis Donnerstag die höchste Unwetterwarnung. Der DWD warnt vor „extrem ergiebigem Dauerregen“ – Hochwasser und Überflutungen sind möglich.

Köln – Die Landkarte des Deutschen Wetterdienst ist im Kölner Bereich auch am Mittwochmorgen weiterhin dunkelrot eingefärbt. Bis Donnerstagmorgen gilt auch in Köln eine amtliche Unwetterwarnung der höchsten Stufe. Denn „es tritt extrem ergiebiger Dauerregen“ auf, so der DWD. Auch die Warnapp Katwarn wurde bereits mehrfach ausgelöst.

In anderen Teilen NRWs wie Düsseldorf und Hagen war es bereits Dienstagnacht zu Starkregen und anschließenden Überschwemmungen gekommen. Ähnliches droht nun auch der Domstadt.

Unwetterwarnung für Köln

Von Dienstagmorgen, 13. Juli, bis Donnerstagmorgen, 15. Juli, gilt die höchste Unwetterwarnung für die Domstadt. „Es tritt extrem ergiebiger Dauerregen“ auf, so der DWD. Auch die Warnapp Katwarn löste für Köln aus.

Unwetter in Köln: DWD und Katwarn warnen vor „extrem ergiebigem Dauerregen“

Die amtliche Wetterwarnung für den „extrem ergiebigem Dauerregen“ in Köln gilt von Dienstag, 13. Juli, bis Donnerstagmorgen, 6 Uhr. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 80 und 180 Litern pro Quadratmeter erwartet. Auch für andere NRW-Städte wie Bonn oder Aachen gilt eine amtliche Gewitterwarnung der höchsten Stufe.

Wie stark das Unwetter in Köln werden könnte, zeigt sich an den Warnung des DWD und der Warnapp Katwarn. Kölnerinnen und Kölner sollen die Wettervorhersagen weiterhin beachten und sich auf mögliche Gefahren einstellen. Möglich sind aufgrund der enormen Regenmassen überflutete Straßen und Keller. Im Zuge des Dauerregens kann es zusätzlich zu Erdrutschen kommen. Auch Bäche und kleinere Flüsse können übertreten.

Das liegt vor allem daran, dass es vor allem in kurzer Zeit zu enormen Regenmengen kommen kann. Wie der DWD erklärt, fallen bis zu 70 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden. In kürzester Zeit sind bis zu 30 Liter möglich.

Unwetter in Köln: Höchste Warnstufe ausgerufen – Kölner Rhein tritt über die Ufer

Auch der Kölner Rhein ist bereits angestiegen. Am Rheinufer in Deutz schwappte das Wasser bereits am Dienstagmorgen auf die Uferpromenade. Aktuell liegt der Rheinpegelstand bei 5,38 Meter (Stand: 13. Juli, 6 Uhr). Die Tendenz ist steigend. Bei einer Höhe von 6,20 Meter liegt der Wasserstand bei der Hochwassermarke I. Ab dann gelten erste Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Die Schiffe dürfen nur noch in der Mitte des Rheins fahren, um Uferbeschädigungen zu vermeiden.

Unwetter in Köln: Höchste Warnstufe ausgerufen – enorme Regenmassen möglich

Das Unwetter in Köln tritt dabei etappenweise auf. Mit Unterbrechungen treten in den nächsten 48 Stunden immer wieder Starkregengebiete auf. „Dabei regnet es teils extrem kräftig“, so der DWD weiter. In Köln können insgesamt bis zu 200 Liter pro Qudratmeter auftreten. „Das Auftreten und die örtliche Eingrenzung sind noch sehr unsicher“, heißt es am Dienstagmorgen.

Durch die enormen Regenmassen hat die Wetterlage ein hohes Unwetterpotential. Die Regenmengen können jedoch auf kleinem Raum große Unterschiede aufweisen. Während es beispielsweise in Deutz trocken ist, könnte es in Sülz heftig regnen. Eine genauere Einschätzung, wo es besonders stark regnen wird, ist noch nicht möglich.

Update-Hinweis: Der Artikel wurde zuletzt am 14. Juli aktualisiert. Neuerung: DWD warnt weiter in höchster Stufe und erste Überschwemmungen in NRW.

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