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Unerwiderte Liebe: Rentner in Köln wollte Haushälterin erschießen

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Von: Nina Büchs

 Außenansicht des Landgerichtes Köln.
Ein Mann steht am Montag wegen versuchtem Totschlag vor dem Kölner Landgericht. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Ein 71-jähriger Mann steht wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht in Köln. Er soll versucht haben, auf seine Haushälterin zu schießen.

Köln – Ein 71-jähriger Mann aus Köln muss sich vor Gericht verantworten. Ihm wird versuchter Totschlag zur Last gelegt. Er soll im Februar dieses Jahres versucht haben, seine Haushälterin zu erschießen. Zuvor soll die Frau seine Annäherungsversuche zum wiederholtem Male zurückgewiesen haben. Doch auch Rache könnte hinter dem Motiv des Angeklagten stecken – denn seine Haushälterin soll ihn um 10.000 Euro betrogen haben.

Versuchter Totschlag in Köln: Rentner wollte seine Haushälterin erschießen

Mit einem Revolver bewaffnet soll der Senior am 16. Februar das Haus seiner 37-jährigen Haushälterin aufgesucht haben. An der Gegensprechanlage gab er gegenüber dem 13-jährigen Sohn an, er sei Paketbote. Der Mann ging anschließend bis ins dritte Obergeschoss hinauf, wo ihm seine Haushälterin die Tür öffnete. Doch diese ließ ihn nicht herein.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, wird dem Tatverdächtigen vorgeworfen, gegen die Tür getreten und gedroht zu haben, die Frau zu erschießen. Danach drückte er mehrfach den Abzug seiner Waffe und zielte auf die verschlossene Tür. Beim vierten Mal löste sich schließlich ein Schuss und das Projektil blieb in der Tür stecken. Da in seiner Waffe jedoch nur eine Kugel steckte, kam er nicht in Versuchung, weitere Schüsse abzufeuern. Laut Anklage versteckte er sich dann in einem Abstellraum des Hauses in der Ostheimer Straße. Die Waffe warf er in eine Mülltonne. Kurz darauf konnten ihn Polizisten festnehmen. Zur Tat selbst wollte sich der Angeklagte zunächst nicht äußern.

Verbrechen in Köln: Senior will seine Haushälterin erschießen – war es Rache oder etwa Eifersucht?

Zuvor soll es zum Streit zwischen dem Angeklagten und seiner Haushälterin gekommen sein, da dieser immer wieder versuchte, bei der Frau zu landen. Hoffnungen machte er sich wohl auch deshalb, weil sie gemeinsame Urlaube in Italien verbrachten. Am 15. Februar – einen Tag vor der Tat – eskalierte die Situation, nachdem der 71-Jährige Kondome in der Handtasche seiner Haushälterin gefunden hatte. Zudem erfuhr er zuvor von einer Bankangestellten, dass von seinem Konto in den letzten Wochen 10.000 Euro auf das Konto der Haushälterin geflossen seien.

Laut Angaben eines Zeugen soll der Angeklagte sich daraufhin zu ihrer Wohnung aufgemacht haben, um „die Reifen ihres Pkw zu zerstechen“. Dort angekommen, gab er sich aus Paketbote aus und ging hinauf ins Obergeschoss. Nachdem ihm die Frau nicht öffnete, und er sie um Hilfe schreien hörte, zielte er und drückte ab – jedoch ohne Erfolg.

In Krefeld wurde erst Ende Juni ein Mann wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Er hatte seine Frau in einer Tiefgarage angegriffen und auf sie eingestochen. (nb)

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