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Köln: VRS zieht Preise an – welche Tickets zum Jahreswechsel teurer werden

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Von: Mick Oberbusch

Eine KVB-Bahn der Linie 9 überquert die Deutzer Brücke in Richtung Heumarkt
Bahnfahren wird in Köln ab 1. Januar 2022 nur punktuell teurer, die Abopreise bleiben konstant. © Christoph Hardt / IMAGO

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) hebt zum 1. Januar 2022 in einigen Kategorien die Preise an – allerdings werden nicht automatisch alle Tickets teurer.

Köln – Bus und Bahn fahren wird ab dem 1. Januar im VRS-Gebiet, zu dem auch Köln gehört, nur punktuell teurer. Dies erklärte der Verkehrsverbund in einer Mitteilung. Demnach verzichtete man darauf, die Preise einheitlich anzuheben und setzt nur bei bestimmten Tickets auf Preiserhöhungen. „Vor allem aufgrund der Belastungen der Fahrgäste durch die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten wurde nicht das bisher praktizierte Indexverfahren angewendet. Stattdessen hat der VRS neue Wege beschritten und alle Tarifsegmente einzeln betrachtet. Dabei herausgekommen ist eine Anpassung nur einzelner ausgewählter Tickets“, so der VRS, der auch für die Tarife bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) zuständig ist.

VRS zieht Preise an – welche Tickets zum Jahreswechsel teurer werden

Das bedeutet konkret, dass es bei allen Abonnements des Erwachsenentarifs wie dem Formel9Ticket, dem Aktiv60Ticket, dem AzubiTicket oder dem JobTicket keine Preiserhöhungen geben wird. Auch die EinzelTickets als PapierTickets und 4erTickets bleiben preiskonstant. „Somit können wir die Preise für unsere rund 300.000 Abokundinnen und Abokunden, die uns während der Pandemie die Treue gehalten haben, konstant halten“, erklärt VRS-Geschäftsführer Michael Vogel, betont allerdings auch: „Um das Angebot aufrechterhalten zu können, ist eine moderate Preisanpassung angesichts der sehr großen wirtschaftlichen Herausforderungen und weiter steigender Kosten jedoch unumgänglich.“

Preiserhöhungen gebe es demnach bei einigen Einzelfahrscheinen des Bartarifs sowie bei einigen Zeitkarten. „Wenn man wie in den Vorjahren einen Durchschnittswert berechnen würde, beläuft sich die Tarifanpassung auf durchschnittlich 1,5 Prozent“, teilt das Unternehmen mit. Eine Preisanpassung, die Fahrgäste sicher akzeptieren werden – zumal diese zwingend erforderlich ist, wie Volker Otto, Vorsitzender des VRS-Unternehmensbeirates erklärt.

VRS erhöht Preise ab 1. Januar – bei welchen Tickets der Preis trotzdem gleich bleibt

„Die Corona-Pandemie bescherte uns enorme Einnahmenausfälle. Dennoch haben die Verkehrsunternehmen das Angebot während der gesamten Zeit nahezu vollständig aufrechterhalten. Der Ausgleich der gestiegenen Kosten ist deshalb notwendiger denn je, um das aktuelle Leistungsangebot erhalten und weiter ausbauen sowie die hohen Qualitätsstandards halten zu können.“ Neben den gestiegenen Kosten für Treibstoff und Material seien insbesondere die tariflich festgelegten Gehaltssteigerungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verkehrsunternehmen mit ausschlaggebend für die Preismaßnahme. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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