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Köln: Waffenverbotszone ab 21. Dezember – bei Verstoß droht 10.000 Euro Strafe

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Von: Nina Büchs

Ein Mann hält ein Messer.
In Köln soll es bald Waffenverbotszonen geben. Die Polizei darf in diesem Bereich anlassunabhängig kontrollieren (Symbolbild). © Ulrich Roth / Imago

In Köln wird es noch im Dezember Waffenverbotszonen auf der Zülpicher Straße und den Kölner Ringen geben. Alle Informationen dazu im Überblick.

Köln – Ab dem 21. Dezember soll es in Köln auf den Ringen und der Zülpicher Straße Waffenverbotszonen geben. Eine Befugnis dazu hat die Landesregierung nun dem Innenministerium NRW erteilt. Mit der Waffenverbotszone soll die Sicherheit in belebten Ausgehvierteln erhöht werden. In Köln hatte es dort zuvor mehrere blutige Auseinandersetzungen gegeben. Erst im August kam ein 18-Jähriger bei einem Messerangriff auf der Zülpicher Straße ums Leben. Ein Überblick, was man zu den Waffenverbotszonen in Köln wissen muss.

Köln: Waffenverbotszone auf der Zülpicher Straße und auf den Ringen – ein Überblick

„Mit den Waffenverbotszonen machen wir die Straßen ein Stück weit sicherer. Vor allem an Orten und Plätzen, an denen es immer wieder zu Straftaten kommt und an denen sich viele Menschen aufhalten, sollen sich die Bürgerinnen und Bürger wieder wohler fühlen können“, so NRW-Innenminister Herbert Reul. Auch in der Altstadt von Düsseldorf wird künftig übrigens eine Waffenverbotszone eingerichtet.

Köln: Waffenverbotszone ab dem 21. Dezember – Bereich wird mit Schildern gekennzeichnet

„Die Waffenverbotszonen werden temporär an Wochenenden sowie vor und an Feiertagen einschließlich Karneval eingerichtet. In der Abend- und Nachtzeit ist dann das Mitführen von Waffen und Messern mit einer feststehenden oder feststellbaren Klingenlänge von mehr als vier Zentimetern verboten“, teilte das Innenministerium NRW mit. Der Bereich, an dem das Waffenverbot gilt, soll mit Schildern gekennzeichnet werden. Von dem Verbot ausgenommen sind unter anderem Anwohner, Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben oder auch Handwerker.  

Köln: Waffenverbot auf Kölner Ringen und Zülpicher Straße – Verstoß kostet bis zu 10.000 Euro Strafe

Zuvor hatten sich übrigens unter anderem die Kölner SPD und die Stadtdirektorin Andrea Blome für eine Waffenverbotszone in Köln ausgesprochen. Voraussichtlich ab 21. Dezember soll es in Köln dann die Waffenverbotszonen geben, so das Innenministerium. Wer jedoch dagegen verstößt, muss mit einer saftigen Geldbuße bestraft. Dabei kann eine Summe von bis zu 10.000 Euro fällig werden, heißt es.

Köln: Keine Waffen auf der Zülpicher Straße und den Ringen – Polizei darf ohne Anlass kontrollieren

Das Verbot berechtigt künftig die Polizei, anlassunabhängig zu kontrollieren und so präventiv einzuschreiten. Illegal mitgeführte Waffen und Messer werden die Polizistinnen und Polizisten dann einzuziehen. „Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss und die Polizei wird auch nicht jeden kontrollieren können, aber ich bin sicher, dass das Verbot einen enorm beruhigenden Effekt auf die schwierigen Ecken in Düsseldorf und Köln haben wird“, sagt Reul. (nb mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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