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Neue Corona-Regeln, doch kein Wort zu Weihnachtsmärkten: Was gilt in Köln?

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Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt vor dem Kölner Dom.
Im November öffnen in Köln die Weihnachtsmärkte. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

In wenigen Wochen öffnen in Köln die Weihnachtsmärkte. Welche Regeln nennt die neue Coronaschutzverordnung? Konkret genannt werden die Märkte jedenfalls nicht.

Köln – Sich mit einer heißen Tasse Glühwein die Hände wärmen und mit einer Tüte gebrannter Mandeln über den Weihnachtsmarkt schlendern – das ist in Köln bald wieder möglich. Die ersten Weihnachtsmärkte öffnen schon in wenigen Wochen, nachdem sie im letzten Jahr wegen Corona ganz abgesagt wurden. Doch wie sieht es nun in diesem Jahr aus – unter welchen Corona-Regeln können die Weihnachtsmärkte stattfinden?

Köln: Weihnachtsmärkte finden statt – doch welche Corona-Regeln gelten?

Welche Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen unter welchen Bedingungen und Hygiene-Maßnahmen stattfinden können, regelt normalerweise die Coronaschutzverordnung. Am Donnerstag, 28. Oktober, wurde die neue Verordnung, die bis einschließlich 24. November gelten soll, veröffentlicht. Viele der Weihnachtsmärkte in Köln starten bereits Ende November in Köln.

Weihnachtsmärkte werden dort aber nicht erwähnt. Konkrete Regeln gibt es nur für allgemeine Veranstaltungen. Dabei gilt nach wie vor die alte Regel. Das heißt: Handelt es sich dabei um eine „Großveranstaltung“, die mehr als 2.500 Menschen gleichzeitig besuchen, gilt das 3G-Prinzip. Besucher müssen dann also entweder geimpft, genesen oder getestet sein.

Köln: Weihnachtsmärkte öffnen bald – Stadt will sich intern mit „Coronaschutzverordnung befassen“

Für Köln würde das also bedeuten, dass es bei großen Weihnachtsmärkten eine Testpflicht geben könnte. Bei anderen Weihnachtsmärkten, wie dem „kleinsten Weihnachtsmarkt der Stadt“ oder dem „Rodenkirchener Winterzauber“ gilt dies eher nicht, da dort alleine platztechnisch nicht 2.500 Menschen zusammenkommen könnten.

Heißt das also, dass auf den Weihnachtsmärkten, an denen statt 2.500 vielleicht nur 1500 oder weniger Menschen zusammenkommen, dann gar keine Regeln gelten? Ist es alleine Sache der Veranstalter, Vorschriften außerhalb der Coronaschutzverordnung für die Weihnachtsmärkte festzulegen? Oder wird die Stadt Köln angesichts der aktuellen Corona-Zahlen vielleicht sogar eigene Regeln beschließen?

Zumindest scheint sich die Stadt noch zu beraten, wie es mit den Weihnachtsmärkten weitergehen soll. „Die Verwaltung und die betreffenden Ämter werden sich nun zunächst intern mit der neuen Coronaschutzverordnung befassen“, so ein Stadtsprecher auf Nachfrage von 24RHEIN. Erst in der kommenden Woche könne dazu mehr gesagt werden, heißt es.

Köln: Land gibt keine Regeln für Weihnachtsmärkte vor – Inzidenzwerte steigen weiter an

Fest steht: Auf den Weihnachtsmärkten in Köln werden in diesem Jahr wohl wieder viele Menschen zusammen kommen und dicht gedrängt an den Hütten und Ständen stehen. Vor allem, nachdem dieses Erlebnis den Kölnerinnen und Kölnern im letzten Jahr verwehrt geblieben war, dürften sich viele wieder an einem Weihnachtsmarkt-Besuch erfreuen. Schon jetzt zeigt sich jedoch, dass die Inzidenzwerte immer weiter ansteigen. In Köln liegt der Wert nun sogar schon bei 127 (Stand: 29. Oktober, Quelle: Robert-Koch-Institut).

Während das Land NRW also keine klaren Regeln in Bezug auf Weihnachtsmärkte vorsieht und auch in Köln noch ein großes Fragezeichen bleibt, hat die Stadt Duisburg bereits Anfang Oktober klare Regeln für den Weihnachtsmarkt kommuniziert. Dort sollen nur Geimpfte und Genesene den Duisburger Weihnachtsmarkt besuchen dürfen.

Köln: Diese Weihnachtsmärkte finden unter anderem bald wieder statt

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