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Köln: Schlag gegen Cyberkriminelle – Polizei nimmt Online-Betrüger fest

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Von: Nina Büchs

Ein Polizist in Polizeiuniform.
Die Polizei war am Dienstag, 29. Juni, in Köln und in Wesseling im Einsatz und hat dort drei Männer festgenommen (Symbolbild). © IMAGO / Political-Moments

Die Polizei hat in Köln und Wesseling mehrere Häuser durchsucht und drei Online-Betrüger festgenommen. Sie sollen von Bankkunden Millionenbeträge erbeutet haben.

Köln – Die Polizei hat am Dienstagmorgen, 29. Juni, vier Wohnhäuser und ein Bürohaus in Köln und Wesseling durchsucht und drei Männer im Alter von 23, 25 und 39 Jahren festgenommen. Ihnen wird Online-Betrug im großen Stil zur Last gelegt. Wie die Polizei berichtet, sollen sie mindestens seit Oktober 2020 gemeinschaftlich zahlreiche Bankkunden betrogen und dabei eine Summe in Millionenhöhe erbeutet haben.

Polizei geht gegen Cyberkriminelle vor: Durchsuchungen in Köln und Wesseling

Im Rahmen des Polizeieinsatzes wurden Haftbefehle gegen die drei Tatverdächtigen vollstreckt, teilte die Polizei mit. „Bei den damit verbundenen Durchsuchungen von vier Wohnhäusern und einem Bürohaus fanden die Einsatzkräfte umfangreiches Beweismaterial, insbesondere Datenträger, Mobiltelefone und Computer. Sie beschlagnahmten außerdem eine scharfe Schusswaffe, hochwertigen Schmuck, eine fünfstellige Summe Geld, Hardware Wallets, ein Stimmverzerrgerät, Designerkleidung und pfändeten die Konten der mutmaßlichen Täter“, heißt es weiter.

Polizeieinsatz in Köln und Wesseling: So sollen die Online-Betrüger vorgegangen sein

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, Bankkunden diverser Kreditinstitute finanziell geschädigt und betrogen zu haben, so der Tatvorwurf der Polizei. „Sie programmierten dafür zunächst Phishing-Internetseiten, um die Daten der Kunden zu erlangen. In einem jeweils engen zeitlichen Zusammenhang riefen sie die Bankkunden auf ihrem Telefon an. Sie gaben sich unter falschem Namen als Mitarbeiter der jeweiligen Bank aus und verlangten für den Abschluss einer Umstellung im Onlinebanking eine oder mehrere TANs“, heißt es.

Und dabei waren sie wie sich zeigt leider ziemlich erfolgreich. Denn laut den Ermittlern entstand ein Schaden im „siebenstelligen Bereich“. Das Geld sollen sie dann zunächst über Finanzagentenkonten in Bitcoins umgewandelt und dort durch Anonymisierungsdienste geschleust haben, bevor sie es an sich auszahlten, berichtet die Polizei. Gegen die Beschuldigten bestehe deshalb der Verdacht des gewerbsmäßigen Computerbetruges.

Köln und Wesseling: Polizei nimmt mutmaßliche Betrüger fest – Schaden in Millionenhöhe

Die Ermittler gehen zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass zwei der drei festgenommenen Tatverdächtigen seit dem Jahr 2019 über das Onlinebanking eine Vielzahl von Bankkunden angegriffen haben. „Der dritte soll sich seit 2020 an den Straftaten beteiligt haben“, so die Polizei.

Durchsuchungen in NRW: Polizei sprengt großen Drogenring in Bonn

In diesem Monat hat die Polizei auch in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis mehrere Wohnungen durchsucht. Dabei gelang es den
Ermittlern schließlich, einen großangelegten Drogenring zu zerschlagen. Insgesamt beschlagnahmten die Polizisten rund 1,5 Kilogramm Kokain, 130.000 Euro Bargeld, 15 hochwertige Armbanduhren und elf Fahrzeuge. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Ebenfalls im Juni durchsuchten Beamte bei einer Drogen-Razzia fünf Wohnungen in Köln. Hintergrund der Aktion, an der auch Spezialkräfte beteiligt waren, sei ein Verdacht auf banden- und gewerbsmäßigen Betäubungsmittelhandel gegen die betroffenen Wohnungsinhaber gewesen. (nb)

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