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Köln: Wildschweine in Wohngebieten gesichtet – jetzt werden sie wieder gejagt

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Von: Luisa Funck

Wildschwein mit Frischlingen im Wildgatter Oberrabenstein in Chemnitz als Symbolbild.
Immer häufiger werden Wildschweine auch in Wohngebieten im rechtsrheinischen Köln gesichtet. (Symbolbild) © Michael Schöne/Imago

Vermehrt wurden wieder Wildschweine in rechtsrheinischen Wohngebieten in Köln gesichtet. Jetzt ist die Gesellschaftsjagd wieder erlaubt, um die Population einzudämmen.

Köln – Besonders im rechtsrheinischen Gebiet Kölns breiten sich Wildschweine wieder stark aus. Aufgrund der Corona-Pandemie war es Jägern im vergangenen Jahr untersagt, die Bestände durch sogenannte Gesellschaftsjagden einzudämmen. Die Stadt Köln hat diese jetzt wieder erlaubt, da sich die Vorfälle häufen.

Köln: Wildschweine breiten sich durch milde Winter wieder aus

Immer wieder werden Bürgerinnen und Bürger in Köln auf ganze Wildschwein-Familien aufmerksam, die bis in Wohngebiete vordringen. Früher kamen Wildschweine nur in den weitläufigen Waldgebieten des Königsforstes und der Wahner Heide vor. Milde Winter und gute Nahrungsbedingungen haben die Vermehrung aber begünstigt und somit werden sie immer häufiger in rechtsrheinischen Randgebieten der Domstadt gesichtet. „Die Bewegungen der bis zu 30 Tiere starken Rotten finden bis deutlich in die Morgenstunden oder abends in der Dämmerung statt“, berichtet eine Sprecherin der Stadt.

Gesellschaftsjagd auf Wildschweine

Die Gesellschaftsjagd bedeutet, dass sich mehr als vier Personen zusammenschließen, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Das sorgt für eine Steigerung der Erfolgsquote. Da diese Zusammenkünfte aufgrund des Coronavirus 2020 nicht erlaubt waren, haben sich Wildschweine im Raum Köln wieder stärker vermehrt. Unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln soll bald eine Drückjagd organisiert werden.

Nach einigen Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern über Wildschwein-Familien, die bis in Siedlungen vordringen, sind Gesellschaftsjagden jetzt wieder erlaubt. Aber welche Verhaltensregeln sollten eigentlich beachtet werden, wenn man einem Wildschwein begegnet?

Köln: So sollte man sich bei der Begegnung mit Wildschweinen verhalten

Begegnet man einem oder mehreren Wildschweinen sind gewisse Verhaltensregeln zu beachten. Wildschweine können gut riechen, sehen aber schlecht. Somit bemerken sie Menschen auch eher nur auf kürzere Distanz. Man sollte auf sich aufmerksam machen und auf keinen Fall wegrennen. Ruhe bewahren und sich langsamen entfernen ist der richtige Weg, um der Situation zu entgehen. In der Regel flüchten Wildschweine dann von selbst.

Wichtig ist auch, dass man den Wildschweinen auf keinen Fall den Weg abschneidet oder sie in eine Ecke drängt. Besteht eine akute Gefahrensituation gilt es umgehend die Polizei zu informieren, die über weitere Maßnahmen entscheidet.

Köln: So werden Wildschweine davon abgehalten, auf das eigene Grundstück vorzudringen

Auch um das eigene Grundstück vor Wildschweinen abzusichern, müssen gewisse Dinge beachtet werden:

Sollen Wildschweine davon abgehalten werden, auf das eigene Grundstück zu gelangen, müssen ein paar Dinge beim Bau eines Zaunes beachtet werden, wie die Stadt Köln empfiehlt. Der Zaun sollte mindestens 1,50 Meter hoch sein und tief in die Erde reichen. In der Erde sollte er vom Grundstück weg gebogen und fest verankert sein. Alternativ kann ein niedriger Elektrozaun mit zwei Drähten angebracht werden, der nicht hoch sein muss. Dafür gelten allerdings besondere Sicherheitsvorkehrungen.

Gelangen doch Wildschweine auf das eigene Grundstück und ein Schaden entsteht, wer haftet dann eigentlich?

Köln: Wer haftet für einen Schaden durch Wildschweine?

Hat ein Wildschwein es aufs Grundstück geschafft, gibt es keinen Anspruch auf Schadensersatz. Daher ist jede Bürgerin und jeder Bürger der Stadt Köln selbst dazu angehalten, das eigene Grundstück ausreichend zu sichern.

Nicht nur Wildschweine werden in Köln häufiger gesichtet. Erst im Mai 2021 wurde ein Wolf in Ehrenfeld gesehen und anschließend wurden weitere Spuren eines Wolfs im Königsforst entdeckt. (lf) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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