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Köln: Wocheninzidenz steigt auf 157 – kommt nun die Ausgangssperre?

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Von: Nina Büchs

Polizeifahrzeuge fahren auf dem Rheinboulevard Streife.
In Köln ist die Wocheninzidenz am Montag, dem 12. April, auf 150 angestiegen. © Oliver Berg/dpa

Die Wocheninzidenz in Köln ist am Mittwoch, dem 14. April, nochmals angestiegen. Könnte es nun bald zu einer Ausgangsbeschränkung kommen?

Update vom 14. April, 09:15 Uhr: Die Bundesregierung hat am Dienstag, 13. April, Änderungen des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Diese sehen einheitliche Regeln im Kampf gegen das Coronavirus vor – die Notbremse soll damit in der ganzen Bundesrepublik durchgesetzt werden, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Damit müssen sich also auch die Menschen in Köln auf strengere und verbindliche Regeln, wie etwa eine Ausgangssperre einstellen. Die Wocheninzidenz ist dort am Mittwoch nochmals gestiegen und liegt nun bei knapp 157.

Dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung muss nun noch der Bundestag und der Bundesrat zustimmen, bevor die Änderungen wirksam werden können.

Sprunghafter Anstieg in Köln: Wocheninzidenz bei 150 – kommt nun die Ausgangssperre?

Erstmeldung vom 12. April:

Köln – Die Corona-Lage in Köln ist besorgniserregend. Am Montag, 12. April, meldete das Gesundheitsministerium einen sprunghaften Anstieg der Wocheninzidenz. Der Wert liegt nun bei knapp 150. Erst am Freitag hatte der Krisenstab weitere Verschärfungen beschlossen, unter anderem müssen nun auch wieder der Kölner Zoo und die Museen schließen. Die Situation in den Kölner Krankenhäusern spitzt sich derweil aufgrund steigender Infektionszahlen zu. Doch reichen diese Maßnahmen aus? Oder kommt nun bald auch eine Ausgangsbeschränkung?

Coronavirus in Köln: Krisenstab beschließt weitere Verschärfungen – Zoos und Museen müssen schließen

Wie der Krisenstab der Stadt Köln am Freitag, 9. April, verkündete, gelten ab Montag, dem 12. April, wieder verschärfte Regeln. Schließen müssen nun auch wieder die Museen und der Kölner Zoo, der zuletzt sogar ein eigenes Testzentrum organisierte, um Besucher vor Ort testen zu können. Zudem gilt an mehreren Plätzen ein Verweilverbot sowie ein neues Alkohol- und Verzehrverbot.

Ein Überblick – Diese weiteren Maßnahmen wurden nun vom Krisenstab beschlossen:

Übrigens: Weitere Informationen zu den Corona-Regeln in Köln finden Sie in unserer Übersicht.

NRW: Wocheninzidenz steigt an – Kreise verhängen Ausgangssperre – gilt sie bald auch in Köln?

Doch nicht nur in Köln, sondern in ganz NRW steigt die Wocheninzidenz derzeit wieder an. Aktuell liegen nur noch neun Kreise unter der kritischen 100er-Marke. Aufgrund der hohen Corona-Zahlen haben sich nun einige Regionen in NRW dazu entschieden, eine Ausgangssperre einzuführen. Seit Freitag, dem 9. April, gilt sie zum Beispiel im Märkischen Kreis, am Dienstag, dem 13. April, dürfen auch die Menschen in Remscheid ihre Häuser von 21 bis 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Eine Ausgangsbeschränkung könnte vielleicht schon bald bundesweit eingeführt werden, sollte die Inzidenz mehr als drei Tage lang über 100 liegen. Zumindest sieht das der aktuelle Gesetzesentwurf der Bundesregierung vor.

Der Gesetzesentwurf soll dem Bund damit mehr Macht geben, um einheitliche Regeln in Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus durchzusetzen. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich für einheitliche Regeln ausgesprochen. Zuletzt stand er jedoch auch in der Kritik, da einigen Regionen in NRW eine „Ausnahme“ von der Notbremse und damit von den von Bund und Ländern beschlossenen Schließungen genehmigt wurde.

Auch der Krisenstab der Stadt Köln berät derzeit über eine mögliche Ausgangsbeschränkung. Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz in Köln lag am Montag bei 149,9. In der heutigen Sitzung wurde diesbezüglich jedoch noch keine Entscheidung gefällt. Ob die Ausgangssperre dort eingeführt wird, könnte aber schon Mitte oder Ende der Woche feststehen, so Stadtsprecher Benedikt Mensing gegenüber 24RHEIN.

Coronavirus: Stadt Köln wird Modellstadt – doch die Inzidenz muss bis dahin unter 100 liegen

Die hohe Inzidenz macht der Stadt Köln aber auch deshalb Druck, da sie ab dem 26. April Modellkommune werden soll. Um jedoch an dem Projekt teilnehmen zu können, müssen die ausgewählten Kommunen eine Inzidenz von unter 100 nachweisen können, sagte NRW-Digitalminister Andreas Pinkwart in einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Weitere Informationen zur Umsetzung des Modellprojekts in Köln finden Sie in unserem Artikel. (nb)

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