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Köln: Illegal Shisha Tabak nach Feierabend produziert

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Von: Nina Büchs

Wasserpfeifentabak ist in weißen Plastikeimern gelagert.
Der Zoll beschlagnahmte unter anderem 6000 Kilogramm Wasserpfeifentabak. © Zollfahndungsamt Essen

Zollfahnder haben in dieser Woche mehrere Gebäude in Köln, Leverkusen und Troisdorf durchsucht. Dabei stießen sie auch auf 6.000 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak.

Köln – Immer wieder versuchen Menschen verschiedene unter anderem auch verbotene Waren steuerfrei am Zoll vorbeizuschmuggeln. Dabei gehen die Schmuggler manchmal sogar sehr kreativ vor. Zuletzt stießen Fahnder am Flughafen Köln/Bonn zum Beispiel auf 173.000 Estasy-Tabletten, die als Süßigkeiten getarnt waren. Wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilt, konnten Zollfahnder nun mehrere Personen festnehmen, die mutmaßlich in den illegalen Handel und die Herstellung von unversteuertem Wasserpfeifentabak verwickelt sein sollen.

Durchsuchungen in Köln: Shisha Tabak illegal herstellt

„Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Köln ermittelt das Zollfahndungsamt Essen – Dienstsitz Köln – seit Juni 2020 gegen mehrere Personen aus Köln wegen des Verdachtes der gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der illegalen Herstellung und dem Handel mit unversteuertem Wasserpfeifentabak“, so die Staatsanwaltschaft. Im Rahmen der Ermittlungen durchsuchten etwa 100 Einsatzkräfte des Zolls am vergangenen Montag und Dienstag insgesamt 16 Objekte in Köln, Leverkusen und Troisdorf.

Und die Zollfahnder wurden tatsächlich fündig: Denn bei der Durchsuchung stießen sie insgesamt auf 6000 Kilogramm Wasserpfeifentabak, 750 Kilogramm Rohtabak, mehrere hundert Vormaterialien, und über 100.000 gefälschte Steuerzeichen. Sogar eine ganze Produktionsanlage stellten die Zollfahnder sicher.

Überblick: Das haben die Zollfahnder bei den Durchsuchungen in Köln, Troisdorf und Leverkusen gefunden

Illegaler Handel mite Wasserpfeifentabak: Ermittlungen begannen letztes Jahr

„Anstoß für die Ermittlungen war die Sicherstellung von circa 297 Kilogramm unversteuertem Wasserpfeifentabak in einer Garage in Köln im Jahr 2020“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Daraufhin führten die weiteren Ermittlungen die Zollfahnder zu einem vermeintlich legalen Herstellungsbetrieb im Großraum Köln, aus dem gefälschter und unversteuerter Wasserpfeifentabak ausgeliefert wurde, berichtet die Staatsanwaltschaft weiter.

Mehrere Pakete mit unversteuertem, gefälschten Wasserpfeifentabak liegen aufeinandergestapelt in Kartons in einem Lager.
Die Zollfahnder entdeckten im vergangenen Jahr 297 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak in einer Garage in Köln. © Zollfahndungsamt Essen

Im März dieses Jahres erzielten die Ermittler dann einen weiteren Erfolg: So konnte in einem Transportfahrzeug, das kurz zuvor den Betrieb verlassen hatte, erneut 200 Kilogramm eines gefälschten und unversteuerten Shisha Tabak sichergestellt werden. Damit erhärtete sich der Verdacht, dass die Beschuldigten den gefälschten und unversteuerten Wasserpfeifentabak nach Feierabend außerhalb der „legalen Produktionsstätte“ herstellten.

Wasserpfeifentabak wurde in einem Karton verstaut.
Der gefälschte und unversteuerte Shisha Tabak wurde nach Feierabend außerhalb der Legalproduktion hergestellt. © Zollfahndungsamt Essen

Köln: Zollfahnder nehmen mehrere Beschuldigte fest

„In den frühen Abendstunden des 14. Juni 2021 wurden in einem Auslieferungsfahrzeug des Herstellungsbetriebes abermals 1200 Kilogramm des gefälschten und unversteuerten Wasserpfeifentabaks sichergestellt“, heißt es weiter. Im Anschluss durchsuchten die Einsatzkräfte dann Wohnungen, Läger, Firmen und Fahrzeuge in Köln, Leverkusen und Troisdorf. „Insgesamt konnten sieben Beschuldigte im Alter von 22 bis 37 Jahren zunächst vorläufig festgenommen werden, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder freigelassen wurden“, so die Staatsanwaltschaft.

Der durch die illegale Produktion des sichergestellten Wasserpfeifentabaks entstandene Steuerschaden liege laut der Staatsanwaltschaft Köln bei etwa 350.000 Euro. (nb)

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