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Köln: Zoll gehen über 10.000 gefälschte Fußballtrikots ins Netz

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Gefälschte England-Trikots in Kartons beim Hauptzollamt Köln.
Tausende gefälschte Nike-Trikots (England) gingen den Zollfahndern in den vergangenen Wochen ins Netz. © Hauptzollamt Köln

Der Kölner Zoll hat in den vergangenen Wochen mehr als 10.000 gefälschte Fußballtrikots aus dem Verkehr gezogen – zusätzlich zu fast 25.000 gefälschten Handys, Tablets und Kopfhörern in diesem Jahr.

Köln – Rund 24.700 gefälschte Handys, Tabletts und Bluetooth-Kopfhörer eines namenhaften Herstellers mit einem Originalwert von mehr als 8,8 Millionen Euro hat der Kölner Zoll am Flughafen Köln/Bonn seit Beginn des Jahres aus dem Verkehr gezogen. „Handys, Tabletts und Bluetooth-Kopfhörer gehören für uns zu den Klassikern der Produktpiraterie. Sobald ein neues Modell auf den Markt kommt, haben wir am Flughafen binnen weniger Wochen Berge von Fälschungen auf unseren Schreibtischen. Mit den 8,8 Millionen Euro hat sich der Originalwert gefälschter technischer Produkte, inklusive Handys und Zubehör, im Vergleich zur Jahresbilanz 2020 bereits jetzt weit mehr als verdoppelt“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.

Köln: Zoll fing in den zurückliegenden Wochen über 10.000 gefälschte Trikots des Herstellers Nike ab

Die Frachtsendungen wurden vom Kölner Zoll auf dem Weg von Hongkong nach Frankreich, Großbritannien und Deutschland kontrolliert. „Auch große Sportveranstaltungen wie die laufende Fußball-Europameisterschaft werden von Produktfälschern im großen Stil ausgenutzt. 11.222 gefälschte Trikots und Trikotsets des Herstellers Nike, mit einem geschätzten Originalwert von knapp 900.000 Euro, gingen uns in den vergangenen Wochen ins Netz“, so Ahland weiter.

Zoll in Köln teilt mit: Steigende Nachfrage der Verbraucher führt zu mehr Fälschungen

Der Zoll teilt mit: Mit der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach Markenprodukten, wächst auch die Zahl der Fälschungen und Plagiate. Das sind Produkte, die widerrechtlich mit Namen und Kennzeichen der Originalhersteller versehen sind und deren Aussehen den Verbraucher bewusst über Herkunft und Qualität täuschen. Der überwiegende Teil der schutzrechtsverletzenden Waren kommt aus Nicht-EU-Staaten. Diese nachgeahmten und gefälschten Produkte dürfen nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Die Überwachung dieses illegalen grenzüberschreitenden Warenverkehrs ist Aufgabe des Zolls. Bei Trikots und Elektrogeräten bleibt es jedoch dieser Tage auch nicht: Erst kürzlich hatte der Zoll am Flughafen Köln/Bonn einen Rekord-Drogenfund gemacht. (ots/mo)

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