„PriPro op Jöck“

So läuft 2021 die Prinzenproklamation in Köln – wird das ein legendärer Auftritt für das Dreigestirn?

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Das designierte Kölner Dreigestirn der Session 2021: Jungfrau Gerdemie (Dr. Björn Braun), Prinz Sven I. (Sven Oleff) und Bauer Gereon (Gereon Glasemacher) vom Traditionskorps Altstädter Köln 1922 e.V.
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Spielfilm statt Galaabend: Die traditionelle Prinzenproklamation kann nicht wie gewohnt stattfinden. Mit „PriPro op Jöck“ gibt es einen kleinen Ersatz für alle Jecken.

  • Bei der Prinzenproklamation erhält das Kölner Dreigestirn seine Ornate
  • Aufgrund des Coronavirus kann die traditionelle Gala jedoch nicht wie gewohnt stattfinden
  • Das Festkomitee Kölner Karneval hat dafür einen Ersatz gefunden: Mit einem Spielfilm soll das Karnevalsgefühl nach Hause kommen

Köln – Eigentlich feiert der gesamte Kölner Karneval in diesen Tagen das Kölner Dreigestirn der Session 2021. Eigentlich – denn aufgrund des Coronavirus ist die traditionelle Prinzenproklamation nicht möglich. Doch ganz leer gehen die Jecken im Rheinland dennoch nicht aus. Das Festkomitee Kölner Karneval hat sich nämlich alle Mühe gemacht, Karnevalsstimmung aufkommen zu lassen – denn „Nur zesamme sin mer Fastelovend”.

Prinzenproklamation

Bei der karnevalistischen Traditionsveranstaltung übergibt die Oberbürgermeisterin Reker die Herrschaft über Köln an das Kölner Dreigestirn ab.

Die Narren werden dabei mit ihren Ornaten ausgestattet und regieren über das Narrenvolk.

Prinzenproklamation Kölner Dreigestirn 2021: Spielfilm „PriPro op Jöck“ statt Galaabend

„Eine klassische Proklamation mit vielen Gästen im Gürzenich wird es in diesem Jahr natürlich nicht geben“, erklärt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. Ein ordentlicher Dämpfer für einige Edel-Jecken. „Das stand schon lange vor dem Lockdown fest, denn Gesundheitsprävention steht an oberster Stelle“, so der Festkomitee-Präsident weiter. Die Jecken dürfen sich dennoch auf einen „kleinen Moment für die kölsche Seele freuen“. Mit einer Art Roadmovie erleben die Jecken etwas „Karneval em Hätze“: Für das Kölner Dreigestirn steht eine Reise kreuz und quer durch die Karnevalshochburg an.

„PriPro op Jöck“: Prinzenproklamation des Kölner Dreigestirns 2021 im heimischen Wohnzimmer

„Wir spüren, dass viele Menschen den Karneval als ein kleines Stück Normalität vermissen“, erzählt Kuckelkorn. Darum hat das Festkomitee Kölner Karneval überlegt, „wie wir den Startschuss in diese sehr besondere Session auf unterhaltsame Art und Weise zu den Menschen nach Hause bringen können“, so der Festkomitee-Präsident weiter.

„Für die wollen wir da sein – dort wo es geht live, aber auf Abstand oder in digitalen Formaten oder eben als Spielfilm.”

Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn

Die Jecken können sich freuen: In der „PriPro op Jöck“ begeben sich Prinz Sven I., Bauer Gereon und Jungfrau Gerdemie auf eine filmische Reise – von der Hofburg über den Ort der Proklamation bis zum Kölner Dom besucht das Kölner Dreigestirn den verlassenen Gürzenich und leere Wirtshäuser. „Der Film zeigt in szenischer Abfolge, was Karneval abseits der großen Partys und prunkvollen Gala-Veranstaltungen bedeutet“, so das Festkomitee Kölner Karneval.

Am 17. Januar um 20.15 Uhr ist die „PriPro op Jöck“ im WDR zu sehen. Dabei trifft das Kölner Dreigestirn auf den ein oder anderen Überraschungsgast – mit dabei die Kölner Kultband Brings.

Bereits der Sessionauftakt des Kölner Karnevals litt unter dem Coronavirus: Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte den 11.11. komplett ab. Weder Alkohol, Jecken noch Karnevals-Touristen waren an diesem Tag in der Stadt am Rhein zu sehen. Trotz des traurigen Karnevalsstarts hatte das Kölner Dreigestirn zuletzt Grund zur Freude: Jungfrau Gerdemie kam zum Kind. Am 29. November kam Dr. Björn Brauns Sohn Jonathan zur Welt. (jw)

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