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Abschied im Zoo: Giraffen ziehen von Köln nach Stuttgart

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Die aus dem Kölner Zoo gekommenen Netzgiraffen-Kühe Sala (l) und Nyiri (r) gehen durch die Außenanlage der Wilhelma, die jetzt ihr neues Zuhause ist.
Die aus dem Kölner Zoo stammenden Netzgiraffen-Kühe Sala (links) und Nyiri (rechts) haben in Stuttgart ein neues Zuhause gefunden. © Harald Knitter/dpa

Traurige Nachricht für Kölner Giraffen-Fans: der Kölner Zoo hat zwei Giraffen-Weibchen nach Stuttgart abgegeben. Grund ist ein Umbau des Geheges.

Köln/Stuttgart – Der Bestand im Kölner Zoo ist etwas kleiner geworden. Die beiden Netzgiraffen Nyiri und Sala sind aus dem Rheinland in die Stuttgarter Wilhelma, einem zoologisch-botanischen Garten, gezogen. Wie der Zoo in Baden-Württemberg am Donnerstag mitteilte, sind die beiden 21 und 4 Jahre alten Tiere aufgrund von Bauarbeiten im Kölner Zoo von Köln in den Süden gekommen.

Kölner Zoo: Giraffen-Kühe leben sich gut in Stuttgart ein – Umbau des Giraffenhaus Grund für Köln-Abschied

Die Beiden sind vergangene Woche in der Ruhe der leeren Wilhelma in der baden-württembergischen Landeshauptstadt angekommen. Auch der Kontakt mit den beiden „schwäbischen“ Wilhelma-Giraffen – den fast 21-jährigen Hanck und seine acht Jahre alte Tochter Anna – sei mittlerweile stabil. „Diese zeigten sich auf ihrem heimischen Terrain unerschrocken und bewiesen Interesse an den neuen Mitbewohnerinnen“, heißt es in einer Mitteilung. Zwar sei der Bulle Hanck zunächst noch im Vorgehege von den Neuankömmlingen getrennt. „Doch Nyiri und Sala suchen immer wieder seine Nähe“, heißt es von der Wilhelma.

Der Kölner Zoo hatte die beiden Tier abgegeben, weil das Giraffenhaus bald umgebaut werden soll. Da der Tierpark aufgrund des Corona-Lockdowns zurzeit sowieso geschlossen ist, bietet sich die Renovierung im Moment auf jeden Fall an. Auch wenn die Giraffen somit also vorerst nicht ersetzt werden, können sich Zoo-Fans immerhin über ein besonders Tier aus Südamerika freuen, welches seit kurzem sein Zuhause in Köln hat.

So läuft ein Giraffen-Transport ab – Langhälse gelten als bedrohte Tierart

Dass Tiere von einem Zoo in einen anderen ziehen, ist nichts Besonderes. Doch angesichts ihrer Größe stellt sich die Frage, wie genau der Transport bei Giraffen eigentlich abläuft. Da zu langes Sitzen den Kreislauf zu sehr belastet und anhaltendes Kopfsenken zu anstrengend wäre, werden die Langhälse tatsächlich im Stehen transportiert. Damit das aber funktionieren kann, müssen die entsprechenden Fahrzeuge natürlich ausreichend hoch sein.

Bei ausgewachsenen Tiere können aber Brücken oder Ampeln schnell zum Problem werden. Die Lösung sind Spezialtransporter, deren Dach hydraulisch verstellbar ist. Bei unvermeidbaren Hindernissen wird dieses also entsprechend abgesenkt und die Giraffe muss dann nur kurzzeitig ihren Kopf einziehen. Im Netz findet man diverse Videos und Artikel, die genau so einen Transport zeigen oder beschreiben.

Interessiert streckt Giraffe Nyiri bei der Ankunft in Stuttgart ihren Kopf aus dem Spezialtransporter.
Interessiert streckt Giraffe Nyiri bei der Ankunft in Stuttgart ihren Kopf aus dem Spezialtransporter. © Wilhelma Stuttgart/Harald Knitter

Laut der Weltnaturschutzunion IUCN zählen Giraffen seit 2016 zu den bedrohten Tierarten. Denn die Bestände der langhalsigen Säugetiere sind in den vergangenen drei Jahrzehnten um fast 40 Prozent geschrumpft. Von der Netzgiraffe gibt es in ihrem Verbreitungsgebiet, dem Nordosten Kenias, den angrenzenden Teilen Süd-Somalias und möglicherweise dem Süden-Äthiopien, nur noch weniger als 4700 Tiere. (os mit dpa)

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