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Kölner Zoo: Süßer Nachwuchs bei Lemuren – neuer Publikumsliebling?

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Von: Mick Oberbusch

Ein neugeborener Bambuslemur am Körper der Mutter
Der Kölner Zoo darf sich im Madagaskarhaus über Nachwuchs bei den Lemuren freuen. © Werner Scheurer

Der Kölner Zoo freut sich über Nachwuchs im Madagaskar-Haus – der kleine Lemur namens „Dakari“ hat das Zeug, sofort zum Publikumsliebling zu werden.

Köln – Zwei große Kulleraugen, winzige Hände, weiße Öhrchen: Der Nachwuchs bei den Großen Bambuslemuren im Kölner Zoo hat eindeutig das Zeug zum Publikumsliebling. Das männliche Jungtier trägt den Namen „Dakari“, was auf Madagassisch so viel wie „Freude“ bedeutet. Geboren wurde er Anfang Mai. Mutter „Izy“ ist gebürtige Kölnerin. Sie trägt den Nachwuchs aktuell noch rund um die Uhr am Bauch. Vater „Woody“ kam vor einigen Jahren aus dem Zoo in Besançon nach Köln an den Rhein. Gemeinsam haben sie bereits mehrfach Nachwuchs aufgezogen.

NameBambuslemur
Größe40 bis 42 Zentimeter Kopfrumpflänge, 45 bis 48 Zentimeter langer Schwanz
Gewicht2 bis 2,5 Kilogramm
Natürlicher Lebensraum:Regenwaldgebiete mit Bambusbestand im Norden und Osten Madagaskars

Kölner Zoo: Nachwuchs bei den Bambuslemuren

Bereits in wenigen Wochen wird sich das Kleine vom Bauch von Mutter „Izy“ lösen und anfangen, selbstständig auf Bäume und Äste im Madagaskarhaus zu klettern. Bambuslemuren erreichen eine Kopfrumpflänge von 40 bis 42 Zentimetern. Ihr Schwanz ist mit 45 bis 48 Zentimetern etwas länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt 2 bis 2,5 Kilogramm. Die Hinterbeine sind als Anpassung an die springende Fortbewegung leicht verlängert. Das Fell ist relativ unauffällig in Braun- oder Grautönen gefärbt. Der Kopf ist rundlich, die Ohren sind klein und abgerundet.

Die Primaten leben ausschließlich in zwei kleinen Regenwaldgebieten mit Bambusbestand im Norden und Osten Madagaskars. Sie sind dämmerungsaktiv, leben zumeist in Bäumen, können aber auch auf den Boden kommen. Bambuslemuren leben in Gruppen von drei bis fünf Tieren. Zu den Familienverbänden zählen ein Männchen, ein bis zwei Weibchen und die dazugehörigen Jungtiere. Ihre Hauptnahrung ist der namensgebende Bambus.

Kölner Zoo einziger Zoo in Deutschland, der Lemurenart hält

Nach 150-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen zwischen Oktober und November im Freiland meist ein Jungtier zur Welt. In Zoos kommt es vor allem im Frühsommer zu Geburten. Das Jungtier wird mit rund acht Monaten (wenn das Nahrungsangebot am größten ist) entwöhnt. Bambuslemuren sind mit zwei Jahren geschlechtsreif.

Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume sind die Großen Bambuslemuren auf nur noch wenige 100 Tiere zusammengeschrumpft. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) ein. In Deutschland ist der Kölner Zoo der einzige Zoo, der diese Art hält und erfolgreich züchtet. Insgesamt leben derzeit nur rund zwanzig Tiere in sechs europäischen Zoos. Möglicherweise lassen sich die Lemure ja auch vom Riesenrad aus besichtigen, welches aktuell vor dem Kölner Zoo steht. Zuletzt konnte sich der Zoo zudem über die Ankunft von „Ziggy“ und „Justa“ freuen, die zur seltenen Affenart der Coquerel-Sifakas gehören. (mo)

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