1. 24RHEIN
  2. Köln

Kölsch-Brauereien: Standorte, Marken, Besichtigungen, Shops

Erstellt: Aktualisiert:

Ein Kölner Köbes serviert einen Kranz Gaffel Kölsch.
Gaffel zählt zu den umsatzstärksten Kölsch-Marken (Archivbild). © Oliver Berg/dpa

Insgesamt zehn Kölsch-Brauereien gibt es heute noch in Köln. Die wichtigsten Informationen zu den Marken, Standorten und Besichtigungsmöglichkeiten

Köln – Das Kölsch gehört zu Köln wie der FC und der Karneval. Insgesamt existieren in der Rhein-Metropole 16 Kölsch-Marken, aber nur neun Kölsch-Brauereien. Viele von ihnen kann man besichtigen und vor Ort ein kühles Kölsch genießen.

Kölsch-Brauereien: Die Geschichte des Kölsch

Schon seit dem Mittelalter wird in Köln Bier gebraut. Zunächst wurde das Bier nicht mit Hopfen zubereitet, sondern mit Grut gewürzt: Diese Kräutermischung verlieh dem Kölsch ein würziges Aroma. Doch im 15. Jahrhundert fand Hopfen Eingang in die Rezepturen der Kölsch-Brauereien. Das Hopfenbier stieß auf großen Anklang bei den Kölnern und die Anzahl der Brauereien wuchs schnell. Um 1500 konnte man in Köln 80 Kölsch-Brauereien zählen. Zum ersten Mal taucht der Begriff „Kölsch“ im Jahr 1906 in Zusammenhang mit der Brauerei Sünner auf. Erst seit den 1970er-Jahren bezeichnet der Begriff nicht nur eine Marke, sondern auch eine geschützte Herkunftsbezeichnung.

Kölsch-Brauereien: Wichtige Marken und Standorte

18 Kölsch-Marken kann man in Köln und Umgebung genießen:

Zu den umsatzstärksten Kölsch-Marken zählen Reissdorf, Gaffel und Früh. Nicht alle Marken werden jedoch von einer eigenen Brauerei gebraut. Die Konzentration der Brauwirtschaft auf einige große Unternehmen ging auch an der Domstadt nicht spurlos vorbei. So produziert eine Kölsch-Brauerei mehr als eine Marke. Der Getränkeriese Radeberger-Gruppe (u.a. Jever, Radeberger), der wiederum Dr. Oetker gehört, braut als Haus Kölscher Brautradition sechs verschiedene Kölsch-Marken. Insgesamt gibt es neun Kölsch-Brauereien:

Die Standorte der Brauereien befinden sich allesamt auf dem Kölner Stadtgebiet, denn so muss es laut Kölsch-Konvention sein: Dieses Dokument aus dem Jahr 1986 legt fest, dass Kölsch nur Kölsch heißen darf, wenn es auch aus Köln kommt. Seit 1997 ist der Begriff zudem eine geschützte EU-Herkunftsbezeichnung.

Kölsch-Brauereien – Besichtigungen, Shops und Eintritt

Viele Kölsch-Brauereien laden Interessierte zu Besichtigungen in ihre Produktionsstätten ein. Bei einer Führung durch die Brauereien erfahren Besucher alles über die Geschichte und die Herstellung des traditionellen Kölner Getränks. Dazu gibt es jede Menge kölsche Anekdoten. Eine Verkostung der jeweiligen Kölsch-Sorte steht natürlich auch auf dem Programm.

Hinter die Kulissen der Braukunst kann man z. B. bei folgenden Kölsch-Brauereien blicken:

Besichtigungen sind ausschließlich im Rahmen von Führungen möglich und kosten Eintritt. Viele Kölsch-Brauereien wie Päffgen, Früh oder Sion besitzen eigene traditionelle Brauhäuser und Biergärten. Hier kann man das beliebte Bier aus den typischen zylinderförmigen, schlanken Gläsern trinken und herzhafte kulinarische Spezialitäten genießen. In ein klassisches Kölsch-Glas passen übrigens nur 0,2 Liter des Getränks. Ein neues Kölsch tischt einem der sogenannte Köbes (Kellner) immer dann auf, wenn das alte zur Neige geht – selbstverständlich ungefragt. Ein Bierdeckel auf dem Glas signalisiert dem Köbes: Stopp, ich möchte nichts mehr trinken. Souvenirs gibt es vor Ort in den Shops der Brauereien oder online auf den jeweiligen Seiten.

Auch interessant