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Neues Kriegsschiff wird nach Köln benannt – OB Reker macht die Kölsch-Taufe

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Von: Martin Henning

Korvette Köln, Henriette Reker (Montage).
Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln, weihte die neue Korvette am 21. April feierlich mit Kölsch ein (Montage). © Markus Scholz/dpa

Große Ehre für Köln: Ein neues Marine-Schiff ist nach der Domstadt benannt worden. OB Henriette Reker war bei der Taufe dabei und ließ das Kölsch spritzen.

Hamburg/Köln – Mit Köln verbinden die meisten Menschen den Kölner Dom, Kölsch oder den 1. FC Köln. Die wenigsten wissen aber, dass die Stadt auch eine Bedeutung in der deutschen Marine hat. Denn fünf Kriegsschiffe sind bereits nach Köln benannt worden. Jetzt kommt das sechste hinzu: Die Korvette „Köln“.

Am Donnerstag wurde das Kriegsschiff feierlich in der Hamburger Werft Blohm+Voss getauft. Mittendrin: Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die Taufpatin des neuen Schiffes ist. Sie durfte die Halteleine der Flasche durchschneiden. Das besondere: Statt wie üblich mit Sekt oder Champagner wurde die „Köln“ mit Kölsch getauft. Mit dabei waren außerdem die Parlamentarische Staatssekretärin Siemtje Möller, Marineinspekteur Jan Christian Kaack und Hamburgs Innensenator Andy Grote.

Korvette „Köln“: Taufe durch OB Henriette Reker

„Ich bin stolz, dass wir nach zehn Jahren nun ein neues Schiff, eine Korvette der Deutschen Marine, in Hamburg auf den Namen ‚Köln‘ taufen“, sagte Oberbürgermeisterin Reker. Im Juli 2012 war die letzte Fregatte „Köln“ aus dem Betrieb genommen worden. „Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei allen Engagierten bedanken, die sich für die Namensgebung und die Fortführung dieser Tradition eingesetzt haben“, sagte Reker weiter.

Was ist eine Korvette?

Der Begriff Korvette bezeichnet eine Reihe kleinerer Kriegsschiffe. Korvetten sind kleiner als Fregatten, aber größer als Patrouillen- und Schnellboote. Gegenüber Fregatten haben sie den Vorteil, dass sie leichter und schneller sind und auch in seichterem Gewässer unterwegs sein können. Neben Deutschland setzen auch Länder wie Schweden, Israel und Südafrika Korvetten ein.

Auch beim Schiffsbauer NVL ist man froh, dass alles geklappt hat. „Eine Bootstaufe ist immer ein Anlass, der uns mit besonderer Freude erfüllt. Das gilt umso mehr, wenn der Täufling offensichtlich gut gelungen ist und zudem so dringlich erwartet wird, um in den kommenden Jahrzehnten seinen Beitrag in der Deutschen Marine zum Erhalt unser aller Sicherheit leisten zu können“, sagt CEO Tim Wagner.

Neue Korvette „Köln“: Start noch 2023

Nach der Taufe geht die Korvette „Köln“ in die finale Endausrüstung. In der Werft werden alle notwendigen Funktionen überprüft und vom öffentlichen Auftraggeber und der Deutschen Marine abgenommen. 2023 soll sie in den Dienst genommen werden.

Die Korvette „Köln“ ist Teil des Korvettengeschwaders in Rostock-Warnemünde. Vier zusätzliche Korvetten sind noch im Bau, sie werden nach den Städten Emden, Karlsruhe, Augsburg und Lübeck benannt. Zum Geschwader gehören fünf weitere Korvetten, die bereits seit 2008 im Einsatz sind – zum Beispiel im Rahmen der UN-Mission im Libanon (UNIFIL).

Das besondere: Die Korvetten liegen nicht besonders tief im Wasser. „Der geringe Tiefgang der Korvetten ermöglicht, dass sie auch sehr nahe an eine Küste heranfahren können. Das macht sie einerseits zu Spezialisten für enge Seegebiete wie die Ostsee, andererseits sind sie gerade deshalb insbesondere als multinationale Krisenreaktionskräfte geeignet“, heißt es auf der Seite des Bundeswehr.

Korvette „Köln“: Daten und Fakten

Korvette „Köln“
Länge:89,12 Meter
Breite:12,44 Meter
Tiefe:3,40 Meter
Kapazität:71 Personen
Maximalgeschwindigkeit:25 Knoten
Leistung:2x 7400 kW
Standort:Rostock-Warnemünde

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