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Ukraine-Spenden in Köln: „Unsere Lager sind voll“ – wie man trotzdem helfen kann

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Von: Johanna Werning

Helfer warten auf Flüchtlinge aus der Ukraine. Die Stadt Köln hat am Hauptbahnhof aus Zelten eine Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet.
In Köln haben gibt es mehrere Spendenaktionen für die Ukraine. Doch die ersten Lager sind voll (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa

Ukraine-Krieg: In Köln gibt es viele Spendenmöglichkeiten. Doch die ersten Lager sind voll, wie das Blau-Gelbe-Kreuz mitteilt. Dennoch kann man helfen.

Köln – Der Krieg in der Ukraine beschäftigt die Menschen weltweit, viele wollen helfen. Auch in Köln spenden die Menschen Geld, Lebensmittel und Schlafsäcke an die Betroffenen im Kriegsgebiet und an die Menschen auf der Flucht. Auch der Verein Blau-Gelbes-Kreuz setzt sich in der Domstadt für die Menschen vor Ort und für die Geflüchteten ein. Doch die ersten Spendenlager sind voll.

Ukraine-Spenden in Köln: „Unsere Lager sind voll“ – wie man dennoch helfen kann

Neben mehreren Demonstrationen gegen den Ukraine-Krieg hilft der Verein den Menschen aus der Ukraine auch direkt: unter anderem wurden mit Bussen Ukraine-Geflüchtete von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Köln gebracht. Gleichzeitig wurde eine Spendenaktion gestartet. So sollen sowohl die Menschen in der Ukraine als auch die Ukraine-Geflüchteten, die in Köln angekommen sind, Hilfe bekommen. Unterstützung war zuletzt mit Geld- und Sachspenden möglich. Doch für die Sachspenden gibt es jetzt einen Annahme-Stopp, wie das Blau-Gelbe-Kreuz mitteilt.

„Wir haben unglaublich viel gesammelt und unser Lager ist voll. Danke an alle Helferinnen und Helfer, sowohl vor Ort als auch mit Sachspenden – ohne Sie wäre das nicht möglich gewesen!“, so der Verein weiter. „Bis auf Weiteres nehmen wir keine Sachspenden mehr an, da wir uns erst mal sortieren müssen.“ Das kann sich jedoch auch schnell wieder ändern. „Bei vermehrter Ankunft von Geflüchteten in Köln, kann es in Zukunft wieder zu erhöhtem Bedarf für Sachspenden kommen.“ So bald neue Sachspenden benötigt werden, teilt der Verein das mit. Aber wie kann man in der Zwischenzeit helfen?

Blau-Gelbes-Kreuz in Köln

Der Verein wurde 2014 gegründet, um sich für eine „freie und demokratische Ukraine“ einzusetzen und Kriegsopfern, insbesondere Kindern, zu helfen. Unter anderem organisierte das Blau-Gelbe-Kreuz das Projekt „Ferien ohne Krieg“. Das Ziel: „Den durch den Krieg in der Ostukraine verletzten oder verwaisten Kindern schöne und ruhige Ferien“ ermöglichen.

„Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine realisieren wir verschiedenste Maßnahmen, um den Ukrainern und ihrem Land Hilfe zu leisten“, so der Verein weiter. Bereits am Donnerstag, 24. Februar, als russische Truppen die Ukraine angriffen, organisierte der gemeinnützige Kölner Verein eine Friedensdemonstration auf dem Neumarkt.

Wie die Stadt mitteilt, sind bis zum 16. März 2022 mehr als 2.000 Menschen aus der Ukraine in Köln angekommen. Viele von ihnen suchen nun einen sicheren Rückzugsort. Die Stadt hat deshalb Notunterkünfte in der Messehalle Köln für sie geschaffen.

Ukraine-Konflikt: Spenden in Köln – hier sind Geld und Sachspenden möglich

Wer das Blau-Gelbe-Kreuz dennoch unterstützen möchte, kann das in Form von Geldspenden tun, heißt es weiter. Das Geld wird „im Austausch mit Kontakten vor Ort in der Ukraine gezielt dort einsetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, verspricht der Kölner Verein weiter. Auch der 1. FC Köln arbeitet mit dem Blau-Gelben-Kreuz zusammen, um Spenden zu sammeln und damit den Menschen vor Ort zu helfen.

Wer dennoch Sachspenden in Köln und in der Kölner Umgebung abgeben möchte, kann sich auch an andere Organisationen wenden. Unter anderem sammeln Mitglieder der Karnevalsgesellschaft „Treuer Husar“ am 12. und am 19. März Spenden für die Ukraine. Einen Überblick, welche Ukraine-Spendenmöglichkeiten es in Köln gibt, gibt 24RHEIN. Die Hilfsorganisationen bitten jedoch, dass nur die Sachen gespendet werden, die auch benötigt werden.

Geflüchteten aus der Ukraine helfen: Stadt Köln sucht Studierende und Koordinatoren

Bei der Stadt Köln gibt es aktuell auch zwei Gesuche für Menschen, die helfen wollen. Zum einen werden Studierende sowie Helferinnen und Helfer zur Erstberatung und Betreeung der geflüchtete Personen aus der Ukraine gesucht. Zum anderen Koordinatorinnen und Koordinatoren für das Welcome Center.

Für Fragen stehen Ansprechpartnerinnen unter der Nummer 0221/221 24545 und 0221/221 29739 zur Verfügung. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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