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Spartanisch, praktisch: Kölner FDP-Politiker zeigt, wie die neuen Bahnen der KVB von innen aussehen

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Von: Mick Oberbusch

Ein- und Ausstieg bei einer KVB-Bahn der Linie 16
Künftig soll das Ein- und Aussteigen in den neuen KVB-Bahnen schneller gehen als bislang. © Oliver Berg/picture alliance

Die KVB will 2021 damit beginnen, 20 ihrer sogenannten Hochflurbahnen zu ersetzen. Nun sind erste Bilder aus dem Inneren der neu bestellten Wagen aufgetaucht.

Köln – Noch fahrtüchtig, aber an vielen Stellen nicht mehr Großstadt tauglich: Die KVB beginnt im neuen Jahr damit, sukzessive ihre Fahrzeugflotte zu modernisieren. Beim Hersteller Bombardier wurden 20 neue Hochflurbahnen vom Typ HF6 bestellt, von denen die erste nun in Köln eingetroffen ist. Eine weitere soll im kommenden Monat folgen.

Neue Bahnen: Kölner FDP-Politiker zeigt erstmals das Innere der frisch eingetroffenen Wagen

Nun gibt der Kölner FDP-Fraktionschef Ralph Sterck, der für die Verkehrsbetriebe im Aufsichtsrat sitzt, auf seiner Facebook-Seite einen exklusiven Einblick ins Innere der neuen KVB-Bahnen – und sofort wird klar, dass künftig mehr Wert auf Platz und Funktionalität als auf einen stylischen Look gelegt wird. Der einzig rote Farbtupfer im neuen Wagen ist der Ticketautomat, an dem die Fahrkarte künftig noch schneller gezogen werden kann. Die Gestaltung hat hingegen gute Gründe: Wie die „Rundschau“ berichtet, wurden Behindertenverbände zurate gezogen. Menschen mit Sehbehinderung helfe der Kontrast, sich besser zu orientieren.

Zudem stehen nun weniger Sitz-, dafür jedoch deutlich mehr Stehplätze im Inneren des Wagens zur Verfügung. Gegenüber 24RHEIN.de erklärt KVB-Unternehmenssprecher Matthias Pesch: „Die neuen Bahnen haben im Vergleich zu den alten Fahrzeugen, die sie ersetzen sollen, geringfügig weniger Sitz-, dafür aber mehr Stehplätze. Wesentlicher Grund ist, dass die neuen Bahnen im Gegensatz zu den alten größere Mehrzweckbereiche haben – zum Beispiel für Rollstuhlfahrer oder auch für Eltern mit Kinderwagen oder Fahrräder. Damit wird auch eine Forderung der Behindertenverbände erfüllt. Insgesamt stehen sogar etwas mehr Plätze zur Verfügung.“

Vom neuen Look der Bahnen muss man nicht begeistert sein – die Verkehrsbetriebe haben jedoch erkannt, dass es im öffentlichen Personen-Nahverkehr vor allem auf Flexibilität und Platz für die Fahrgäste ankommt. Diese müssen sich bis zur ersten Fahrt im neuen Look jedoch noch ein wenig gedulden: Zunächst sollen die Neuankömmlinge erst einmal ein halbes Jahr in Testfahrten durchgecheckt werden.

Funktionalität statt Komfort: Neue KVB-Bahnen bieten künftig mehr Platz für Fahrgäste

In Sachen Komfort sieht das Innere allerdings weniger einladend aus: Auf Sitzpolster, die deutlich schwieriger zu reinigen sind als die nun vorhandenen Plastikschalen, wurde verzichtet, ebenso auf mehr Sitzplätze, etwa in der Mitte des Wagens. Stattdessen ist nun vor allem Stehvermögen gefragt, was einer Millionenstadt wie Köln und der stetig wachsenden Anzahl an Fahrgästen sicher nur zugutekommen kann – wenn sich niemand um die Sitzplätze streitet. (mo)

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