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KVB rüstet auf: So sehen die 3.000 neuen Leihräder für ganz Köln aus

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Von: Johanna Werning

Das neue KVB-Rad. Im Hintergrund stehen viele weitere Mieträder im KVB-Look.
3.000 KVB-Räder stehen den Kölnerinnen und Kölnern bald zur Verfügung. © KVB

Die neuen KVB-Räder können im gesamten Stadtgebiet genutzt werden. Köln wird dabei in verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Tarifen aufgeteilt.

Köln – Die KVB investiert derzeit nicht nur in E-Busse für den ÖPNV in Köln. Auch die Fahrradflotte wird nun weiter ausgebaut. Das Vorhaben kündigten die Verkehrsbetriebe und die Stadt bereits im September vergangenen Jahres an. Jetzt wird es in die Tat umgesetzt. Am 21. April sind die neuen KVB-Räder in Köln an den Start gegangen. Auch das Betriebsgebiet wurde erweitert.

3.000 KVB-Räder können nun im gesamten Stadtgebiet von Köln gemietet werden

Die mittlerweile fünf Jahre alten KVB-Räder werden gegen neue Modelle getauscht. Dabei wird die Fahrradflotte gleich verdoppelt. Statt 1.500 Rädern gibt es zukünftig 3.000 KVB-Räder in Köln. „Mit einer deutlich größeren Flotte und der Erweiterung des Bediengebietes gehen wir für die Stadt Köln einen kräftigen Schritt in der Verkehrswende nach vorn“, so Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB.

Die erste Hälfte wird in den nächsten Tagen gegen die alten Räder eingetauscht. Dabei dauert der Austausch circa eine Woche, so die KVB in einer Pressemitteilung. Bis Juni folgen dann die restlichen 1.500 Räder.

Änderungen gibt es bei den Rädern nicht nur durch das schlankere Design. Das Bügelschloss am Vorderrad fällt weg, stattdessen gibt es „ein automatisches Rahmenschloss“, teilt die KVB mit. Die zweite Generation der KVB-Räder kann außerdem 15 Minuten im Voraus über eine App reserviert werden.

Eine Karte des Kölner Stadtgebietes ist in verschiedenen Farben eingefärbt.
Die KVB erweitert den Betriebsbereich der Mieträder © KVB

Auch das Leihgebiet der KVB-Räder ändert sich. Während früher lediglich in der Innenstadt und in innenstadtnahen Stadtteilen das KVB-Rad gemietet werden konnte, wird der Bereich nun auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Dabei gibt es verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Tarifen. Aufgeteilt ist das Kölner Stadtgebiet in drei Kategorien, die in der App und der Website der KVB angezeigt werden.

Leihfahrrad in Köln: Neuer Geschäftsbereich des KVB-Rads

Dabei sollen sich 2.000 Räder in den Flexzonen befinden. Die restlichen 1.000 Räder sollen in der Stationszone auf ihren Einsatz waren. „Hierdurch wird das gesamte Stadtgebiet abgedeckt“, so die KVB weiter.

3000 neue Mieträder: KVB kooperiert mit Nextbike

Zahlen zu den KVB-Rädern

Eine Rückgabe außerhalb der Zonen ist nicht erlaubt. Wer dennoch sein gemietetes Rad außerhalb von Flexzonen und Stationen abstellt, muss einen Zuschlag von 20 Euro bezahlen. Das KVB-Rad verrät, in welcher Zone man sich gerade befindet. Eine Lampe am Hinterrad zeigt an, ob die Rückgabe in einer der erlaubten Zonen stattfindet. Wenn „die Leuchtdiode am Hinterrad schnell grün blinkt“, so die KVB, „ist die Rückgabe kostenlos bzw. kostet 1 Euro in der pinken Flexzone.“ Bei rotem Licht ist das Abstellen nicht erlaubt.

Die neuen Räder und der erweiterte Geschäftsbereich hängen von der Kooperation zwischen der KVB und dem Leipziger Unternehmen Nextbike ab. Die Zusammenarbeit gilt für die nächsten fünf Jahre und kann bis zu zweimal um jeweils ein Jahr erweitert werden. Der stadtweite Betriebsbereich ist ziemlich praktisch für die Stadt. Immerhin will Köln fahrradfreundlicher werden.

3.000 neue KVB-Räder: Das ist der neue Tarif der Mieträder

Mit den Neuerungen gibt es nun auch die Möglichkeit, mit einem SchülerTicket ab einem Alter von 16 Jahren vergünstigt ein KVB-Rad zu mieten. Wie die übrigen Chipkarten-Ticketbesitzer können die Schülerinnen und Schüler die ersten 30 Minuten der Mietdauer kostenfrei nutzen. Ab der 31. Minute fällt für jede weitere Halbstunde ein Euro an. Der Höchstpreis beträgt pro Tag neun Euro.

Für Fahrad-Mieter ohne Chipkarten-Ticket ist die Miete doppelt so teuer. Pro 15 Minuten zahlen sie einen Euro. Der Tageshöchstpreis liegt dabei bei 15 Euro. (jw)

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