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KVB: Jetzt müssen FFP2-Masken getragen werden – OP-Masken reichen nicht

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Von: Johanna Werning

Eine Straßenbahn der KVB Linie 1 fährt auf der Aachener Straße in Richtung Neumarkt.
Wer in Köln mit der KVB unterwegs ist, muss eine FFP2-Maske tragen – andere Mund-Nase-Bedeckungen sind nicht mehr erlaubt. (Archivbild) © Christoph Hardt/Imago

Aufgrund der hohen Infektionszahlen muss im gesamten ÖPNV-Bereich eine FFP2-Maske getragen werden. Das gilt auch für die KVB in Köln.

Köln – In der KVB gelten ab sofort neue Regelungen beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Das neue Infektionsschutzgesetz legt fest, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln, sobald der Inzidenzwert drei Tage in Folge über 100 liegt, die Pflicht zum Tragen einer FFP2- oder KN95/N95-Maske gilt. Die Corona-Regelung besagt, dass das Tragen von Atemschutzmasken im gesamten öffentlichen Personennah- oder -fernverkehr verpflichtend ist. Davon sind auch „entgeltliche oder geschäftsmäßige Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung“ mit inbegriffen, so die Landesregierung NRW. Doch was heißt das konkret für Fahrgäste in Köln?

Masken-Regel in der KVB: Nur noch FFP2-Masken und KN95-/N95-Masken erlaubt

Konkret heißt das, dass in allen öffentlichen Verkehrsbereichen nur noch bestimmte Mund-Nasen-Masken getragen werden dürfen. Zu den Bereichen zählen Bahnsteige, Kundencenter, unterirdische Bahnsteige und alle Haltestellen. Während KVB-Kunden bisher zwischen Atemschutzmasken und medizinischen Masken wählen durften, gelten nun nur noch Atemschutzmasken als ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung.

Erlaubte Masken im ÖPNV-BereichNicht-erlaubte Masken im ÖPNV-Bereich
FFP2-MaskeOP-Masken oder Stoffmasken
KN95-/N95-MaskenTücher oder Schalssowie Plastik-Visiere (Face Shields)

Zu den Atemschutzmasken zählen Masken mit höherem Sicherheitsstandard, wie es in der Verordnung weiter heißt. Das bedeutet, dass erlaubte Masken im ÖPNV lediglich FFP2-Masken oder KN95/N95-Masken sind. „OP-Masken, Stoffmasken, Tücher oder Schals sowie Plastik-Visiere (Face Shields) sind nicht mehr erlaubt“, schreibt die KVB auf ihrer Website zur Gesetzesänderung. Es handelt sich dabei nicht um die einzige Änderung: Die KVB hat im Rahmen der nächtlichen Ausgangssperre den Nachtverkehr eingeschränkt.

Bei Missachtung des Tragens einer Atemschutzmaske wird ein Bußgeld von bis zu 150 Euro vom Ordnungsamt verhängt. Mit den Maßnahmen soll der Kampf gegen das Coronavirus gewonnen werden. Es gibt jedoch auch Ausnahmen bei dem Tragen einer FFP2- bzw. KN95/N95-Maske. Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen im ÖPNV-Bereich keine Maske tragen.

Maske im ÖPNV: Was sind diese N95-Masken oder KN95-Masken?

Wenn von N95-Masken oder KN95-Masken die Rede ist, kommt oft Verwirrung auf. Die Lösung ist jedoch relativ simpel: Es handelt sich um teilchenfiltrierende Atemschutzmasken. N95 ist ein amerikanischer Standard, KN95 ist ein chinesischer Standard für Masken. Sie entsprechen funktional weitgehend der europäischen FFP2-Norm.

Coronavirus: Zertifizierungs- und Prüfprozess einer KN95-Maske.
Diese Maske entspricht dem chinesischen KN95-Standard. © Fabian Strauch/dpa

Masken-Regel in der KVB: Bestimme Personengruppen und KVB-Personal sind ausgenommen

Neben Kindern sind auch Personen, die eine ärztliche Bescheinigung aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung haben, von der geltenden Maskenpflicht ausgenommen. Sie müssen auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Haltestellen keine Atemschutzmaske tragen. Die KVB bittet in diesem Fall jedoch, bei Kontrollen das Attest unaufgefordert vorzuzeigen. Auch Personen mit Hör- und Seheinschränkungen sowie die jeweiligen Begleitpersonen sind von dem Tragen der Atemschutzmaske ausgenommen.

Angestellte der KVB, wie Service- oder Kontrollkräfte können zwischen Atemschutzmasken und medizinischen Masken wählen. Das Fahrpersonal trage laut KVB in der Fahrkabine selbst keine Bedeckung. Hier biete der mit Folie abgesperrte Bereich ausreichend Schutz, sodass der „Einsatz von Masken nicht notwendig“ ist, so die Mitteilung weiter. Falls das Personal jedoch Fahrgästen beim Ein- und Ausstieg helfe und somit einen direkten Kontakt habe, soll das KVB-Personal medizinische Masken tragen. (jw)

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