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KVB-Linie 4 von Köln bis Bergheim soll kommen – Stadt konkretisiert Pläne

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Von: Martin Henning

Der Entwurf zur Verlängerung der KVB-Linie 4 nach Bergheim.
Der Entwurf zur Verlängerung der KVB-Linie 4. Die drei rot gestrichelten Linien zeigen die drei Varianten. © Stadt Köln

Die Verlängerung der KVB-Linie 4 bis nach Bergheim wird wahrscheinlicher. Die Stadt Köln bereitet jetzt eine Machbarkeitsstudie vor und plant die Finanzierung.

Köln – Für all die, die in Pulheim oder Bergheim wohnen, war es eine spannende Nachricht: Der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Köln prüfen die Verlängerung der KVB-Linien 1 und 4 bis nach Bergheim-Niederaußem. Endlich eine bessere Verbindung zwischen der Millionenstadt und ihrem Speckgürtel: Jetzt gibt es Anlass zur Hoffnung, dass das Vorhaben auch durchgesetzt wird.

Zumindest teilweise. Denn die Prüfung des Kreises und der Stadt haben ergeben, dass die Verlängerung der KVB-Linie 4 „aus verkehrlicher und siedlungsstruktureller Sicht grundsätzlich sinnvoll und machbar ist“, heißt es von der Stadtverwaltung. Für die Verlängerung sprächen „die kurze Fahrzeit von Niederaußem zum zentralen Kölner Innenstadtbereich und die Verknüpfung mit dem künftigen S-Bahn-Haltepunkt ‚Bocklemünd‘, aber auch betriebliche Aspekte wie ein geringerer Betriebsaufwand sowie einfachere Taktungsmöglichkeit“.

KVB-Verlängerung der Linie 4: Stadt Köln hat drei Varianten im Blick

Für die Umsetzung rechnen der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Köln mit Fördermitteln vom Bund. Dagegen sind die Planungen, die KVB-Linie 1 zu verlängern, wegen fehlender Wirtschaftlichkeit vom Tisch.

Bei der Verlängerung der Linie 4 gibt es drei Varianten. Welche am Schluss umgesetzt wird, ist noch unklar. Die Stadt sagt dazu, man wolle im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung die beste Entscheidung „im Hinblick auf Nachfrage, Umwelteingriffe, Kosten und weitere Indikatoren“ treffen.

KVB-Verlängerung der Linie 4: Varianten im Überblick

Zwischen Bocklemünd und Glessen verlaufen alle Varianten gleich (Bocklemünd, Widdersdorf, Brauweiler). Danach gibt es verschiedene Möglichkeiten:

KVB-Verlängerung der Linie 4: Wie geht es weiter?

Im nächsten Schritt arbeiten der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Köln gemeinsam eine Vorlage aus, wie die Machbarkeitsstudie für die Verlängerung der KVB-Strecke aussehen soll. Auf dieser Basis legen beide Parteien fest, wie viel Geld für das Projekt in die Hand genommen wird. Bereits festgelegt ist, dass der Rhein-Erft-Kreis 60 Prozent und die Stadt Köln 40 Prozent der Gesamtkosten trägt..

Die genannte Vorlage muss dann von den politischen Gremien im Rhein-Erft-Kreis und Köln abgesegnet werden. Ist das Ergebnis positiv, wird die Machbarkeitsstudie beauftragt. Sie soll in einem Zeitraum von zwei Jahren fertiggestellt werden. Erst danach kann der Bau der neuen Gleistrassen beginnen. Ein konkreter Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest.

KVB-Linie 4 von Köln nach Bergheim-Niederaußem – der zeitliche Ablauf

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