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Kölner Stadtwald: Kranke Bäume gefährden Gesundheit – „Atemwegsprobleme bis hin zur Atemnot“

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Von: Johanna Werning

Das Schild „Baumfällung“ ist als Hinweis für den Vegetationsrückschnitt an einer Bahnstrecke aufgestellt.
Im Stadtwald in Köln Lindenthal kommt es bis zum 9. April zu Baumpflegearbeiten – Grund dafür sind kranke Bäume © Carmen Jaspersen/dpa

Im Kölner Stadtwald müssen zehn Bäume gefällt werden. Die Buchen und Ahorne leiden unter einem Krankheitsbefall, der auch für Menschen gesundheitsgefährdend ist.

Köln –Bei dem guten Wetter in Köln zieht es viele Menschen in den Stadtwald in Köln Lindenthal. Die Stadt Köln warnt jetzt jedoch vor Baumfällungen am beliebten Ausflugsziel. „Dabei müssen insgesamt zehn Bäume im Bereich zwischen Kitschburger Straße und Kahnweiher gefällt werden“, verkündet die Stadt.

Baumfällungen im Kölner Stadtwald: Bäume leiden unter Krankheit – auch für Menschen gefährlich

Von den Fällungen sind überwiegend Buchen betroffen. Grund dafür sind Krankheiten. „Sie leiden an der sogenannten Buchenkomplexkrankheit und sind nicht mehr bruchsicher“, heißt es weiter. Die betroffenen Bäume leiden unter dem Absterben unterschiedlich großer Baumrinden-Partien. Dabei zieht sich die Krankheit von der Krone runter bis zum Stamm. Durch das Absterben kommt es dann zur Stammfäule, „die schließlich zum Abbau des Holzes und zum Stammbruch führen kann“, erklärt die Stadt Köln weiter.

Die Buchenkompexkrankheit

Krankheitszeichen sind unter anderem strichförmige Rindennarben, das Ablösen der Rinde und Holzfäule.

Dann ist jedoch bereits zu spät und der Baum kann nur noch gefällt werden.

2014 wurden erstmals an der Buchenkomplexkranheit erkrankte Bäume in Köln gemeldet.

Doch nicht nur Buchen müssen im Stadtwald gefällt werden. Einige Ahorne werden in den kommenden zwei Wochen ebenfalls abgeholzt. Die Bäume leiden unter der Rußrindenkrankheit. Dabei handelt es sich um einen schwarzen Pilz, der teilweise jahrelang im Baum verharrt und auf die optimalen Bedingungen wartet: Bei Trockenheit breiten sich die Sporen aus und führen so häufig zu einem echten Massensterben der Bäume.

Besonders prekär: Die Rußrindenkrankheit führt nicht nur zum Baumsterben, sie ist auch für Menschen gefährlich. Die schwarzen Pilzsporen „verteilen sich in der Luft und können nach dem Einatmen Atemwegsprobleme bis hin zur Atemnot auslösen.“ Darum müssen die Bäume im Stadtwald schnellstmöglich gefällt werden.

Die Rußrindenkrankheit

Krankheitsanzeichen sind unter anderem Rindenrisse, das Abblättern der Rinde und die Verfärbung des Holzes in grün und blau.

Das Abblättern der Rinde gibt der Krankheit seinen Namen. Bei starkem Befall wirkt es so, als sei der Stamm mit Ruß überzogen.

Dann ist jedoch bereits zu spät und der Baum kann nur noch gefällt werden.

Baumfällungen im Stadtwald Köln: „Es kann zu Lärmbelästigungen kommen“

Damit die Bäume gefällt werden können, sperrt die beauftragte Firma teilweise Wege des Stadtwaldes. „Durch den Einsatz von Motorsägen und eines Häckslers kann es zu Lärmbelästigungen kommen“, so die Stadt Köln. Die Baumpflegearbeiten dauern dabei voraussichtlich bis zum 9. April. Neben den 10 Baumfällungen entfernt das Unternehmen an elf weiteren Bäumen totes Holz. (jw)

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