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Köln: Fliegerbombe in Lindenthal entschärft – Anwohner dürfen in Häuser zurück

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Drei Personen mit einer entschärften Weltkriegsbombe
Christoph Wassenberg und Stefan Höreth vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und Jürgen Fuchs von der Firma „Röhll Munitionsbergung“ mit der entschärften Fünf-Zentner-Bombe. © Stadt Köln

In der Werthmannstraße in Köln-Lindenthal ist eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Weltkriegsbombe wurde am späten Montag entschärft.

Köln – Am Montagnachmittag, 9. August, wurde bei Bauarbeiten im Kölner Stadtteil Lindenthal im Bereich Hohenlind an der Werthmannstraße eine Weltkriegsbombe gefunden, teilte die Stadt Köln mit. Bei dem Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handle es sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder. Auch die KATWARN-App hatte eine Alarmmeldung herausgegeben.

Die Entschärfung fand noch am Montag statt. Doch bis dahin musste noch einiges organisiert werden. Denn auch das St. Elisabeth-Krankenhaus liegt im Gefahrenbereich – 100 Patienten mussten in umliegende Krankenhäuser verlegt werden. Am späten Montag, gegen 23:25 Uhr, wurde die Bombe vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf schließlich erfolgreich entschärft. Das teilte die Stadt Köln mit. Alle Sperrungen wurden aufgehoben, Anwohner durften zurück in ihre Häuser. Die verlegten Patienten des St.-Elisabeth-Krankenhauses werden nach und nach zurück gebracht.

Köln: Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Lindenthal entdeckt – Entschärfung noch heute

Bevor die Weltkriegsbombe im Laufe des Montags entschärft werden konnte, musste der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Wie die Stadt weiter mitteilte, wurde der Gefahrenbereich mit einem Radius von 300 Metern festgelegt. Eine Karte zeigt nun den konkreten Evakuierungsbereich:

Karte zeigt den Evakuierungsbereich im Rahmen der Entschärfung der Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal.
Evakuierunsbereich für die Entschärfung der Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal. © Stadt Köln

Das befand sich in unmittelbarer Nähe zum Bombenfundort:

Die Werthmannstraße, an der die Bombe gefunden wurde, liegt übrigens auch in unmittelbarer Nähe zum Stadtwald. Auch der Decksteiner Weiher befindet sich in der Nähe in etwa 1,2 Kilometern Entfernung.

Köln: Fliegerbombe aus Zweitem Weltkrieg entdeckt – 1000 Menschen von Evakuierung betroffen

Wie die Stadt Köln nun mitteilte, waren von der Evakuierung rund 1000 Menschen betroffen, darunter auch Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St.-Elisabeth-Krankenhauses. „Alle Personen werden aufgefordert, den Evakuierungsbereich zu verlassen.“ So stellt das Ordnungsamt sicher, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben, so die Stadt.

Nach dieser Maßnahme hatte das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung erteilt, zuvor mussten aber auch die Krankentransporte noch abgeschlossen werden. Um 20:20 Uhr war etwa ein Drittel der Krankentransporte durchgeführt. Um kurz vor 22 Uhr sei mehr als die Hälfte der Patienten des Krankenhauses evakuiert worden. Zur Unterstützung waren zwei Patiententransportzüge mit je zehn Fahrzeugen nach Köln gekommen – einer aus Leverkusen, einer aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Ein Zeitpunkt für die Entschärfung war zunächst nicht absehbar.

Sobald dies geschehen und die Krankentransporte abgeschlossen waren, hatte das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung erteilt. „Eine zeitliche Prognose der Einsatzdauer und damit der Entschärfung ist weiterhin nicht möglich, diese hängt vom weiteren Verlauf der Krankenhaus-Evakuierung ab“, erklärte die Stadt am Abend zunächst. Nach einem abschließenden Rundgang durch das betroffenen Krankenhaus wurde die Entschärfung gegen 22:45 Uhr erwartet.

Köln: Weltkriegsbombe gefunden – St.-Elisabeth-Krankenhaus muss teilweise evakuiert werden

In unmittelbarer Nähe zum Fundort der Weltkriegsbombe liegt das St.-Elisabeth-Krankenhaus. Das Gebäude musste bis auf zwei Flügel im Erdgeschoss evakuiert werden. „Im Erdgeschoss müssen die Patientinnen und Patienten sich luftschutzmäßig verhalten. Rund 150 Patientinnen und Patienten müssen auf umliegende Krankenhäuser verlegt werden“, so die Stadt zunächst. Um kurz vor 19 Uhr teilte die Stadt mit, dass von den rund 150 betroffenen Patienten sieben Intensivpatienten sind.

Fliegerbombe in Köln-Lindenthal muss entschärft werden: KVB-Linien 7 und 136 sind betroffen

Neben dem Krankenhaus waren auch einige KVB-Linien betroffen. „Die Linie 7 fährt ohne Fahrgastwechsel an der Haltestelle „Brahmsstraße“ durch. Die Linie 136 endet während der Evakuierung und Entschärfung an der Haltestelle „Kitschburger Straße“, heißt es dazu.

Köln: Weltkriegsbombe wird in Lindenthal entschärft – diese Straßen sind gesperrt

Neben dem Luftraum wurden außerdem auch einige Straßen im Rahmen der Bombenentschärfung gesperrt. Das betraf insbesondere die Dürener Straße von Morsdorfer Straße bis Militärringstraße. Beachtet werden musste, dass die Bachemer Straße nicht als Umleitung benutzt werden kann, da diese stadtauswärts in Richtung Militärringstraße eine Sackgasse bildet.

Die Kitschburger Straße war zwischen Dürener Straße und Friedrich-Schmidt-Straße gesperrt. „Dort ist der Bereitstellungsraum für die Rettungsdienstfahrzeuge sowie die Einsatzleitung von Ordnungsamt und Feuerwehr“, erklärt die Stadt. Radfahrer wurden deshalb gebeten, den Bereich zu umfahren.

Bombenfunde in Köln: Letzte Fliegerbombe wurde ebenfalls in Raderberg entschärft

Der letzte Bombenfund in Köln ist übrigens gar nicht so lange her. Erst Anfang August wurde eine Weltkriegsbombe in Köln-Raderberg erfolgreich entschärft. Von der Entschärfung waren 3000 Menschen betroffen. Dies war der zweite Bombenfund in Raderberg in diesem Jahr. Nicht weit entfernt wurde bereits im April eine Fliegerbombe gefunden und entschärft. Die letzten Bombenfunde in Köln im Überblick:

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert – zuletzt am 10. August um 00:10 Uhr.

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