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Hochhaus verschwindet: Neues Justizzentrum verändert ganzen Kölner Stadtteil

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Von: Johanna Werning

Ein Entwurf zum neuen Justizzentrum in Köln.
So soll das neue Justizzentrum Köln aussehen © HPP Architekten

Das Justizzentrum Köln wird abgerissen und neu gebaut. Aus dem Hochhaus wird ein Gebäudekomplex. Das Großprojekt hängt auch mit der Parkstadt Süd zusammen.

Köln – Lange wurde geplant, diskutiert und vor allem kritisiert. Nun steht fest, wie das neue Justizzentrum in Köln aussehen soll. Aus dem Hochhaus der 80er-Jahre wird ein moderner Gebäudekomplex. Denn beim monatelangen Wettbewerb, bei dem verschiedene Entwürfe eingereicht werden konnten, wurde nun ein Siegerentwurf gekürt.

Justizzentrum in Köln: Hochhaus verschwindet – die Entwürfe

HPP Architekten aus Düsseldorf gewinnen in Zusammenarbeit mit der Ingenieurgesellschaft Vössing (Verkehrsplanung) den städtebaulichen Wettbewerb um den Neubau des Justizzentrums Köln. Ende Oktober wurde der Siegerentwurf nun offiziell vorgestellt.

Das Besondere: Statt Hochhaus soll an der Luxemburger Straße in Sülz (Stadtbezirk Köln-Lindenthal) ein Gebäudekomplex aus fünf Gebäude entstehen. Diese sind quadratisch angeordnet, haben einen großen Innenhof und gehen teilweise ineinander über. Aus aktuell mehr als 20 Etagen des Justizzentrums werden dann nur noch maximal sechs. „Der Entwurf sieht einen Rückbau des bestehenden Gebäudekomplexes vor und stellt eine städtebauliche Neudefinition des gesamten Areals in Köln-Sülz dar“, erklärt HPP.

Entwurf zum Lageplan des neuen Justizzrentrums Köln.
Das Justizzentrum soll aus mehreren Gebäuden entstehen © HPP Architekten

Justizzentrum Köln: So soll der neue Gebäudekomplex aussehen

► Aus einem Hochhaus werden fünf Gebäude und ein Parkhaus mit bis zu 200 Stellplätzen.

► Die einzelnen Gebäude sind quadratisch, haben einen großen Innenhof und sind fünf bis sechs Etagen hoch.

► Teilweise sind die Gebäude miteinander verbunden.

► Neben Büroflächen sollen hier die Staatsanwaltschaft, das Landgericht, das Arbeitsgericht, Gerichtssäle, Zellen und eine Kantine Platz finden.

► Auch einen Hubschrauberlandeplatz soll es geben.

Köln: Justizzentrum soll Eingangstor zur Parkstadt Süd werden

Dabei stehen der Grüngürtel und die „Parkstadt Süd“ im Fokus. Denn auch wenn alle einzelnen Gebäude versetzt zueinander stehen, sind sie zum „Neuen Platz der Justiz“ und zum Grüngürtel angeordnet. Gleichzeitig soll das neue Justizzentrum an der Fassade und auf dem Dach begrünt werden.

Der Gebäudekomplex soll außerdem den Eingang zu Kölns städtebaulichem Großprojekt „Parkstadt Süd“ bilden. „Die Nachhaltigkeit, die dort angestrebt wird, findet sich auch bei der klimaneutralen Gebäudekomposition des erstplatzierten Entwurfs wieder“, sagt Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Diese fügt sich mit ihrer geringen Höhe in das Veedel ein und öffnet den Justizstandort zur Stadtgesellschaft.“

Neues Justizzentrum Köln: Zeitplan für Großbauprojekt noch unklar

Wann genau das neue Justizzentrum in Köln gebaut wird oder wann das Großprojekt abgeschlossen ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Eigentlich gab es laut KStA einen Zeitplan. Demnach sollten die Bauarbeiten in vier Jahren beginnen und Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein – zumindest, wenn man optimistisch sei. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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