1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Lindenthal

Köln: Bombe in Lindenthal entschärft – Anwohner können in ihre Wohnungen zurück

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Fritz Pütz mit der entschärften Bombe.
Fritz Pütz vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf mit der entschärften Bombe. © Stadt Köln

Im Stadtteil Lindenthal in Köln ist am Montag eine Fliegerbombe entschärft worden. 300 Personen waren von der Evakuierung betroffen.

Köln – Wieder ist in Köln ein Bombenblindgänger gefunden worden. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde bei Bauarbeiten in der Werthmannstraße (Bereich Hohenlind) in Lindenthal entdeckt, so die Stadt Köln. Es handle sich dabei um eine amerikanische Ein-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder.

Wie die Stadt um 16:39 Uhr mitteilte, konnte die Bombe nun erfolgreich entschärft werden. „Die Verkehrssperrungen werden sukzessive aufgehoben, Anwohnerinnen und Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren“, heißt es. Alle Informationen zum Bombenfund im Überblick.

Die Stadt teilte mit, dass am Fundort zuvor umfangreiche Sondierungsmaßnahmen stattgefunden hätten. Dabei hätte die Bombe eigentlich gefunden werden müssen, bevor die Bauarbeiten gestartet hätten. Die Fliegerbombe lag jedoch unter einer Leitung versteckt und blieb dadurch zunächst unentdeckt.

Köln: Bombenfund in Lindenthal – 300 Menschen von Evakuierung betroffen

Grafik Stadt Köln Evakuierungsradius Bombenfund Lindenthal.
Die Weltkriegsbombe wurde in der Werthmannstraße in Köln-Lindenthal gefunden. Der Evakuierungsradius wurde auf 250 Meter festgelegt. © Stadt Köln

Wie die Stadt Köln mitteilt, muss der Gefahrenbereich für die Entschärfung abgesperrt und evakuiert werden. Er wurde vorläufig auf einen Radius von 250 Metern festgelegt. Etwa 300 Personen müssen im Rahmen der Bombenentschärfung ihre Häuser und Wohnungen verlassen, so die Stadt. Zuvor hieß es, 200 Anwohner seien von der Evakuierung betroffen. „Der zweite Klingeldurchgang ist abgeschlossen. Die Straßen und der Luftraum sind seit 16 Uhr gesperrt“, teilte die Stadt nun mit. Sobald alle Personen das Gebiet verlassen haben, könne die Freigabe zur Entschärfung erteilt werden.

Für die Anwohnerinnen und Anwohner befindet sich eine Anlaufstelle in der Turnhalle des Apostelgymnasiums, so die Stadt. Hunde dürften auf das Schulgelände mitgebracht werden, jedoch nicht in die Turnhalle.

Anlaufstelle für Anwohner im Apostelgymnasium

Für Anwohner, die von der Evakuierung betroffen sind, wurde eine Anlaufstelle in der Turnhalle des Apostelgymnasiums eingerichtet. Die Adresse lautet: Apostelgymnasium, Biggestraße 2 in 50931 Köln.

Köln: St.-Elisabeth-Krankenhaus im Gefahrenbereich – Gebäude muss jedoch nicht evakuiert werden

Im Gefahrenbereich befindet sich zum Teil auch das St.-Elisabeth-Krankenhaus, das bereits in der Vergangenheit mehrmals wegen Bombenfunden evakuiert werden musste. Dieses Mal müsse das Krankenhaus jedoch nicht evakuiert werden, so die Stadt. „Patienten und Mitarbeitende müssen sich jedoch in sicheren Räumlichkeiten aufhalten“, so ein Stadtsprecher.

Bombenfund in Köln-Lindenthal: So ist der Verkehr betroffen

Wie die Stadt weiter mitteilt, wird der Militärring zwischen Dürener Straße und Gleueler Straße gesperrt, sobald der zweite Klingeldurchgang beendet ist. Verkehrsteilnehmer sollen den Bereich möglichst großräumig umfahren.

Köln: Hier gab es die letzten Bombenfunde

In Köln sind Bombenfunde keine Seltenheit. Denn die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg zu mehr als 60 Prozent von Fliegerbomben zerstört. „Viele Bomben sind aber nicht detoniert, sondern liegen immer noch unentdeckt im Kölner Boden“, so die Stadt Köln. So kommt es also immer wieder mal vor, dass Kampfmittel bei Bauarbeiten oder im Rahmen von Sondierungsarbeiten gefunden werden. Zuletzt auch in diesen Stadtteilen:

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant