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Köln: Fliegerbombe ist entschärft – KVB-Linie 18 und Busse fahren wieder

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Siegfried Konopatzki und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf mit der entschärften Bombe.
Die Bombe in Köln-Sülz konnte vom Kampofmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf erfolgreich entschärft werden. © Stadt Köln

In Köln-Sülz ist bei Gartenarbeiten auf einem Privatgrundstück eine Fliegerbombe gefunden worden. 5000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen.

Köln – Am Montagvormittag ist im Kölner Stadtteil Sülz ein britischer Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Fliegerbombe wurde in einem dicht bewohnten Gebiet in der Remigiusstraße in Köln in einem privaten Garten entdeckt, das Uni-Center befindet sich direkt in der Nähe. Entsprechend viele Menschen sind von der Evakuierung betroffen.

Bombenfund in Köln-Sülz: Aktueller Stand im News-Ticker

18:26 Uhr: Die Bombe wurde erfolgreich entschärft. Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. , die Straßensperren werden sukzessive aufgehoben, die KVB-Linien 18, 130, 134 und 142 nehmen ihren regulären Betrieb wieder auf.

17:30 Uhr: Die Freigabe zur Entschärfung der Bombe wird in Kürze erteilt. Der Luftraum ist bereits gesperrt, die KVB-Linie 18 verkehrt nicht mehr zwischen den Haltestellen „Eifelwall“ und „Sülzburgstraße“, die Linien 130, 134 und 142 sind ebenso unterbrochen.

16:30 Uhr: Es staut sich in Sülz. Rund um die gesperrten Bereiche der Luxemburger Straße, Universitäts- und Weißhausstraße geht teilweise nichts mehr. Wer kann, sollt den Bereich umfahren.

14:40 Uhr: Der erste Klingeldurchgang läuft.

13:00 Uhr: Das Ordnungsamt hat mit der Sperrung der größeren Straßen begonnen.

Wie die Stadt mitteilte, konnte die Bombe gegen 18:26 Uhr erfolgreich entschärft werden. „Alle Anwohner*innen können nun in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, die Straßensperren werden sukzessive aufgehoben, die KVB-Linien 18, 130, 134 und 142 nehmen ihren regulären Betrieb wieder auf“, teilte die Stadt Köln mit.
 

Informationen und Entwicklungen zur Bombenentschärfung im Überblick:

Nach Angaben der Stadt wurde die Bombe bei Gartenarbeiten auf einem Privatgrundstück entdeckt. Wegen der Evakuierung mussten rund 5000 Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen. 46 Menschen mussten mit Krankentransportern aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht werden. „166 Personen fanden in den Klassenzimmern und der Turnhalle des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums ein Zwischenquartier. Alle genutzten Räume werden noch in der Nacht desinfiziert“, teilte die Stadt mit.
 

Die Feuerwehr informierte über die Warn-App „Nina“ und riet, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Bombe Köln-Sülz: Uni-Center wird evakuiert – diese Gebäude befinden sich im Gefahrenbereich

Eine Karte zeigt den Evakuierungsbereich nach dem Fund einer Fliegerbombe in Köln-Sülz.
Nach einem Bombenfund in Köln-Sülz wurde ein Gefahrenbereich von 300 Metern festgelegt. © Stadt Köln

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat den Gefahrenbereich zunächst auf 300 Meter rund um den Fundort in der Remigiusstraße festgelegt. Das Ordnungsamt leitet die weiteren Maßnahmen ein. Von der Evakuierung sind etwa 5000 Menschen betroffen. Eine Anlaufstelle ist in der Turnhalle des Schiller-Gymnasiums eingerichtet (Zugang über Universitätsstraße/Zülpicher Straße). Im Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium stehen weitere Klassenräume zur Verfügung. Im Schulgebäude gilt eine Maskenpflicht.

Im Gefahrenbereich befindet sich unter anderem das Uni-Center, das evakuiert wird.

Zahlreiche Menschen leben zudem in den angrenzenden Häusern. Auch mehrere Schulen liegen im vorläufigen Gefahrenbereich. Von der Evakuierung sind damit auch Schüler und Lehrer des Schiller-Gymnasiums und des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums betroffen.

Fliegerbombe in Köln: Welche Straßen werden gesperrt?

Im Gefahrenbereich liegen unter anderem die Universitätsstraße, die Luxemburger Straße und die Weißhausstraße. Für die Entschärfung der Fliegerbombe muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Bei den drei Straßen, die gegen 13 Uhr gesperrt wurden, handelt es sich um wichtige Kölner Verkehrsachsen. Die Sperrung hat deshalb auch große Auswirkungen auf die Verkehrslage in Köln.

Bombe in Köln: Straßen rund um den Gefahrenbereich sind dicht – es kommt zu Verzögerungen

Eine aktuelle Karte auf Verkehr.nrw zeigt, dass viele Straßen rund um den Gefahrenbereich aktuell rot markiert sind, darunter auch der Gottesweg und die Sülzburgstraße. Es ist mit stockendem Verkehr und Stau zu rechnen. (Stand: 18:24 Uhr).

Bombe Köln-Sülz: KVB-Linie 18 und Buslinien 130,134 und 142 betroffen

Direkt in der Nähe des Bombenfunds gibt es mehrere Haltestellen. Fest steht: Die Vorbereitungen zur Entschärfung der Fliegerbombe wirken sich auf die KVB-Linie 18 aus, die dort fährt. Ebenso betroffen sind die Bus-Linien 130,134 und 142. Die Einschränkungen bei den Bussen und Stadtbahnen im Überblick:

Köln: Hier wurden zuletzt ebenfalls Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden

Immer wieder werden in Köln Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Denn die Stadt wurde damals zu mehr als 60 Prozent von Fliegerbomben zerstört. „Viele Bomben sind aber nicht detoniert, sondern liegen immer noch unentdeckt im Kölner Boden“, so die Stadt Köln. Ein Überblick über die letzten Bombenfunde und Entschärfungen in Köln:

(sk/mlu) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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