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Mit Zettel will eine Frau den Unbekannten aus Köln finden – er hat sich noch nicht gemeldet

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Von: Nina Büchs

Ein Pärchen sitzt auf einer Bank am Decksteiner Weiher.
Mit einer Suchanzeige sucht eine Frau einen Mann, den sie am 9. Dezember am Decksteiner Weiher getroffen hat (Symbolbild). © IMAGO / Future Image

Mit einer Zettelbotschaft sucht eine Frau nach einem Mann, den sie im Dezember am Decksteiner Weiher in Köln getroffen hat.

Update vom 8. März, 12:26 Uhr: Noch immer wartet N. auf eine Nachricht von Simon, den sie am 9. Dezember bei einem Spaziergang mit einer Freundin traf. 24RHEIN hat sie nun von ihrer Begegnung am Decksteiner Weiher und ihrer Suche erzählt.

Mit Zettel will eine Frau den Unbekannten aus Köln finden – er hat sich noch nicht gemeldet

Update vom 25. Februar, 10:40 Uhr: Wenige Tage ist es her, als die Suchanzeige, die eine Frau am Decksteiner Weiher aufgehängt hatte, auch in verschiedenen Kölner Facebook-Gruppen gepostet wurde. Die unbekannte Frau versuchte damit, einen Mann namens Simon wiederzufinden, den sie am 9. Dezember am Decksteiner Weiher getroffen hatte.

Doch noch immer hat sich niemand gemeldet, wie die Frau 24RHEIN bestätigt. Wir drücken weiterhin die Daumen.

Zufällig am Weiher getroffen – mit diesem Zettel will eine Frau den Unbekannten aus Köln jetzt finden

Erstmeldung vom 22. Februar:

Köln – Manche suchen in Online-Portalen nach der Liebe, andere stoßen ganz zufällig auf sie – bei Grillfesten von Freunden, auf der Arbeit, in der KVB oder vielleicht sogar bei einem Spaziergang am Decksteiner Weiher in Köln. Dort sucht nun eine Frau per Zettelbotschaft nach einem „Simon“, den sie dort am 9. 12. getroffen hat – und der wohl einen bleibenden Eindruck bei ihr hinterlassen hat.

Köln: Frau sucht per Zettelbotschaft nach einem „Simon“, den sie am Decksteiner Weiher traf

„Hallo Simon, wir sind uns hier am 09.12 begegnet und haben kurz gesprochen. Seither hoffe ich darauf, dich hier wieder zu einmal zu treffen... Ich würde mich sehr über eine Mail von dir freuen. Liebe Grüße, N. (meinen Namen kennst du ja ).“ steht auf einem Zettel, den die Unbekannte an einen Baum geklebt hat. Bei ihrer Suchanzeige hat sie sich besonders Mühe gegeben, denn das Gesuch ist sogar in eine Klarsichtfolie eingehüllt, um die Botschaft vor dem Regen zu schützen. Auch eine eigene E-Mail-Adresse hat die Frau eingerichtet. So soll sich „Simon“ unter der Mail IchsucheDichamDecksteiner@gmail.com bei ihr melden. Menschen, die sich mit Zettel-Botschaften an ihre Mitmenschen wenden, sind in Köln keine Seltenheit. Im Belgischen Viertel löste ein solcher Zettel sogar eine öffentlich ausgetragene Diskussion aus.

Suchanzeige am Decksteiner Weiher in Köln: Facebook-User helfen bei der Suche

Die Suchanzeige wurde unter anderem in der öffentlichen Facebook-Gruppe „Nett-Werk Köln“ geteilt. In einer weiteren allerdings nicht öffentlichen Gruppe tauchte das Bild ebenfalls auf. Dort wurde das Foto schon über 200-mal gelikt, über 100 User haben den Beitrag kommentiert. Einige wollen bei der Suche helfen, so auch die Nutzerin, die das Foto gepostet hat. Sie schreibt: „Die Suche betrifft mich nicht, habe es nur gesehen und dachte mir, da muss man doch helfen.“ Andere finden die Aktion „sehr romantisch“ und wünschen „viel Erfolg“ bei der Suche. Erfolg könnte übrigens auch eine junge Frau in München gebrauchen: Sie fahndet ebenfalls per Zettel nach einem Prinzen: Student (Politik, Geschichte), stattliche 2,07 Meter groß, man begegnete sich auf dem Olympiaberg. Doch nicht immer finden sich romantische Nachrichten auf den Zettel-Botschaften: In Köln machte eine Wirtin mit einem verzweifelten Appell auf die schwierige Situation ihres Ladens aufmerksam.

Jedoch gibt es zumindest in Köln auch kritische Stimmen. Eine Userin berichtet aus eigener Erfahrung: „Das ist ganz süß bis auf die vielleicht vorhandene Freundin. So wie bei mir damals“, schreibt sie. In ihrem Kommentar erzählt sie, dass damals eine Frau ihren Freund in einer Bahn gesehen und sich in ihn verliebt hätte. Die Frau ging offenbar ähnlich vor und beklebte sogar die ganze Haltestelle mit Plakaten, auf denen stand, „wie ihr Freund aussah, welche Jacke er trug und welche Kopfhörer er hatte“, so die Userin. „Damals fand ich die Aktion überhaupt nicht so süß romantisch und toll. Heute lache ich aber darüber“, schreibt sie.

Köln: Dating zu Corona-Zeiten? Hälfte der Deutschen findet Online-Partnersuche zu unpersönlich

Ob die Suche inzwischen schon erfolgreich verlaufen ist, und ob sich N. und Simon wieder treffen, ist bislang nicht klar. Dass es ein Wiedersehen gibt, wäre zumindest sehr wünschenswert, denn gerade zu Corona-Zeiten dürfte es vielen Singles schwerfallen, den geeigneten Partner zu finden. So wurden seit dem Lockdown auch strenge Kontaktbeschränkungen eingeführt. Übrigens: Wussten Sie, dass trotz Corona-Krise Online-Dating nicht sehr beliebt ist? Einer aktuellen Studie zufolge findet die Hälfte der Deutschen die Partnersuche im Netz zu unpersönlich. (nb)

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