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Keine frische Luft: Alle Verhandlungen im Kölner Justizzentrum abgesagt – nicht die erste Panne im Gebäude

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Der Eingang zum Gebäude des Land- und Amtsgerichtes Köln
Verhandelt wird hier heute nicht: Die Frischluftzufuhr im Justizzentrum ist ausgefallen (Archivbild). © Henning Kaiser/picture alliance/dpa

Wegen der frostigen Temperaturen hat sich die Anlage für die Frischluftzufuhr selbst abgeschaltete. In Corona-Zeiten können so keine Verhandlungen stattfinden.

Köln – Wegen technischer Probleme mit der Heizungs- und Klimaanlage sind für Freitag im Kölner Justizzentrum alle Verhandlungen abgesagt worden. Betroffen davon sind sowohl das Amtsgericht als auch das Landgericht in Köln, wie ein Sprecher mitteilte. Die Arbeit in den Büros sei nicht betroffen. Ob der Sitzungsbetrieb am Montag wieder wie geplant aufgenommen werden könne, entscheide sich über das Wochenende, sagte der Sprecher.

Das Problem sei die „automatische und ununterbrochene Zufuhr mit Frischluft“, wie der Sprecher auf Nachfrage erklärte. Ein Frostfühler an der Anlage schalte diese bei sehr niedrigen Temperaturen ab. Das sei am Donnerstag in den frühen Morgenstunden und auch am Nachmittag geschehen, wodurch es zu Unterbrechungen in der Frischluftzufuhr gekommen sei. Die Sperrung der Sitzungssäle sei daher eine Vorsichtsmaßnahme: „Wir wollen da in der derzeitigen Pandemielage kein Risiko eingehen.“

Köln: Ganze Reihe von Pannen im Justizzentrum

In dem 1981 in Betrieb genommenen Gebäude hatte es in der jüngeren Vergangenheit eine Reihe von Pannen gegeben. Im vergangenen Juni war bei Demontagearbeiten im 18. Stockwerk ein rund fünf Tonnen schweres Betonteil auf ein Vordach gekracht. Der darunter liegende Saal war dabei schwer beschädigt worden. Menschen wurden nicht verletzt. Die Sanierungsmaßnahmen dauern noch an. Im August war es zu einem Brand in einem Kühlraum der Klimaanlage gekommen. 

Eine Panne anderer Art gab es vor Kurzem in einem wichtigen Gebäude in Düsseldorf, das ebenfalls saniert wird. Durch ein Versehen sind geheime Dokument der NRW-Staatskanzlei im Internet gelandet. (dpa/lnw)

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