1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Lindenthal

Kölner Bahnhof ist Schlusslicht: „Nicht akzeptable Mängel“ am Technologiepark

Erstellt:

Von: Mick Oberbusch

Beschädigter Fahrplan-Kasten (Scheibe eingeschlagen) an einem Bahnhof in Köln; Reinigungsmitarbeiter befreien eine DB-Bahn von Graffiti (Montage).
Vandalismus und Graffiti sorgen an NVR-Bahnhöfen für teilweise schlimme Zustände – in Köln ist es besonders drastisch (Symbolbild, IDZRW-Montage). © Sebastian Willnow/dpa & NVR.

In welchem Zustand sind die Bahnhöfe in NRW? Die Haltestelle Technologiepark in Köln kommt besonders schlecht weg.

Köln – Graffiti-Schmierereien, beschädigte und dreckige Bahnsteige, nicht funktionierende Aufzüge: an etlichen Bahnhöfen in NRW bieten sich für Reisende – und das nicht erst seit Einführung des 9-Euro-Tickets – teilweise schlimme Zustände. Und das gilt für viele der 201 Stationen im Verbreitungsgebiet des Nahverkehrs Rheinland (NVR). Dies geht aus dem neuen NVR-Stationsbericht für 2021 hervor, den das Verkehrsunternehmen zweimal im Kalenderjahr veröffentlicht. Eine Haltestelle in Köln schneidet dabei besonders schlecht ab – und ist, vereinfacht gesagt, sogar die schlimmste im gesamten NVR-Gebiet.

NRW-Bahnhöfe: Technologiepark in Köln-Müngersdorf Schlusslicht

Bei diesem „Problem-Bahnhof“ handelt es sich um den Technologiepark Köln-Müngersdorf im Stadtbezirk Lindenthal, an dem die S-Bahn-Linien S12 und S19 halten. Die Bewertung resultiert aus den Faktoren Sauberkeit, Barrierefreiheit, Komfort, Sicherheit oder Allgemeiner Zustand, um nur ein paar zu nennen. Daraus ergibt sich dann eine Zahl, die angibt, zu wie viel Prozent der untersuchte Bahnhof die Kriterien erfüllt; ein perfekt sauberer, sicherer und komfortabler Bahnhof ohne jegliche Mängel würde ergo mit 100 Prozent bewertet.

Der Kölner Bahnhof in Müngersdorf unweit des RheinEnergie-Stadions kommt in der Erhebung auf einen Wert von 79,28 Prozent. Das klingt zunächst gar nicht so schlecht, stellt im Vergleich mit den restlichen 200 Bahnhöfen im NVR-Gebiet aber den niedrigsten Wert dar. Insgesamt sind es im gesamten, untersuchten Verkehrsgebiet acht Stationen, die in die Kategorie „nicht mehr akzeptables Erscheinungsbild“ fallen bzw. „nicht akzeptable Mängel“ aufweisen. Neben dem Schlusslicht aus Köln-Müngersdorf gehören dabei auch die Bahnhöfe Wegberg (80,24 Prozent), Quadrath-Ichendorf (80,39 Prozent) und Bergheim (Erft) (80,86 Prozent). Letztere beide liegen im Rhein-Erft-Kreis. Insgesamt jedoch habe sich die Qualität an den Bahnhöfen im NVR-Gebiet allerdings verbessert.

Bahnhöfe im NVR-Gebiet zu 75 Prozent akzeptabel – Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr

Von den 201 betroffenen Stationen lagen 2021 insgesamt 149 in der besten Kategorie „akzeptabel“ (75 Prozent), 2020 waren es noch nur 126 gewesen (63 Prozent). „Um weitere Verbesserungen zu erzielen, wurden gerade Stationen aus dem nicht mehr akzeptablen Bereich in Modernisierungsprogramme aufgenommen. Zudem haben wir mit der DB das Bahnhofsentwicklungsprogramm ins Leben gerufen“, erklärt NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Rheinkober. Damit Köln-Müngersdorf bald hoffentlich nicht mehr das Schlusslicht darstellt. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant