Ab dem Schuljahr 2022/2023

Köln-Müngersdorf: Unitymedia-Gebäude wird zu Gymnasium umgebaut

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Das Unitymedia-Gebäude an der Aachener Straße soll zu einem Gymnasium umgebaut werden.
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Im Stadtteil Müngersdorf soll ab August 2022 ein Gymnasium entstehen. Das Gebäude existiert bereits. Die Schule zieht ins Gebäude von Unitymedia.

Köln – Nun ist es offiziell: Der Stadtteil Müngersdorf in Köln wird ein neues Gymnasium bekommen. Angesichts des Dramas um fehlende Schulplätze ist das eine besonders erfreuliche Neuigkeit für Eltern und Schüler in der Domstadt. Doch Bagger und Kräne braucht es dafür nicht unbedingt, denn die Schule wird nicht komplett neu erbaut. Das Gebäude, wo künftig Schüler und Lehrkräfte ein und aus gehen werden, existiert nämlich bereits. Aktuell befindet sich an diesem Standort der Kabelanbieter Unitymedia, der inzwischen von Vodafone übernommen wurde.

Köln: Unitymedia-Gebäude wird zu Gymnasium umgebaut

Ab dem Schuljahr 2022/2023 werden in Müngersdorf mehr Schüler unterwegs sein, als sonst. Denn an der Aachener Straße 744-750 soll eine Schule entstehen. Das hat der Rat der Stadt Köln in einer Sitzung Anfang Juni beschlossen. „Die Schule startet am 1. August 2022 mit der Jahrgangsstufe 5 und baut dann jahrgangsweise auf“, steht in der Beschlussvorlage geschrieben. Insgesamt soll das Gymnasium drei Züge in der Sekundarstufe I und fünf Züge in der Sekundarstufe II umfassen.

Zur Begründung heißt es in der Beschlussvorlage: „Es ist davon auszugehen, dass insbesondere der Stadtbezirk Lindenthal aufgrund der Bevölkerungsstruktur mehr Plätze in der Sekundarstufe II benötigt. Zum anderen erscheint, trotz der grundsätzlich gleichen Dringlichkeit erweiterter Gesamtschul- und Gymnasialkapazitäten in Köln, im vorliegenden Fall die Schaffung zusätzlicher Gymnasialkapazitäten noch dringlicher, um den Herausforderungen einer voraussichtlich weiter steigenden Gymnasialnachfrage im Stadtbezirk Lindenthal 3 zu begegnen und die notwendige stadtweite Reduzierung von Mehrklassen an Gymnasien mit Blick auf G9 umzusetzen.“ Für ein Gymnasium spreche zudem, dass in geringer Entfernung von 1,5 Kilometern bereits Gesamtschulen vorhanden sind.

Köln: Bürogebäude in Müngersdorf wird zum Gymnasium umgebaut – wichtige Informationen zum Standort

Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe zum RheinEnergie Stadion. Mit der KVB ist das Gymnasium gut zu erreichen, so liegen unter anderem die Haltestellen „Alter Militärring“ und „RheinEnergie-Stadion“ nur wenige Meter von der Schule entfernt.

Insgesamt beträgt die nutzbare Fläche des Gebäudes 19.375 m² (entspricht einer Größe von etwa drei Fußballfeldern). Die Büronutzfläche umfasst Verkehrsflächen, Mensa und Küchenflächen, Räume vom Erdgeschoss bis zum vierten Obergeschoss sowie zusätzlichen Flächen im zweiten Untergeschoss und 206 Tiefgaragenstellplätze.

Bevölkerungswachstum in Köln: Bis 2030 müssten insgesamt 54 neue Schulen gebaut werden

Nach der Schulentwicklungsplanung 2020 besteht ein Bedarf an insgesamt 54 neuen Schulen bis 2030 und darüber hinaus, heißt es weiter. Dabei handele es sich um 30 Grundschulen, 21 weiterführende Schulen (Gymnasien und Gesamtschulen), 2 Berufskollegs (Ersatzgebäude) und 1 Förderschule Geistige Entwicklung. Von den insgesamt erforderlichen 54 neuen Schulgebäuden sei ein Teil schon, teils im Interim, an den Start gegangen, zum Beispiel das Gymnasium neue Sandkaul in Widdersdorf, die Gesamtschulen Helios in Ehrenfeld und Wasseramselweg in Vogelsang sowie die Grundschule Helios in Ehrenfeld.

Im Stadtbezirk Lindenthal, zu dem auch der Stadtteil Müngersdorf gehört, sollen darüber hinaus zwei neue weiterführende Schulen errichtet werden. Neben dem Gymnasium an der Aachener Straße wird deshalb auch ein Gymnasium an der Zusestraße 47 in Lövenich entstehen, so der Rat der Stadt Köln.

Köln: Schulumbau in Müngersdorf soll rund 19 Millionen Euro kosten

In Kombination mit dem ebenfalls neu zu errichtenden Gymnasium an der Zusestraße 47 wären im Stadtbezirk Lindenthal für das Schuljahr 2022/23 somit insgesamt 168 Schulplätze in den Eingangsklassen geschaffen, geht aus dem Dokument hervor.

Das Gebäude von Unitymedia werde ab dem 01.07.2022 für einen Zeitraum von 30 Jahren angemietet. Die erforderlichen Umbaukosten von rund 19 Millionen Euro werden vom Vermieter getragen und über die Miete abgerechnet, so der Rat der Stadt Köln. (nb)

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