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Köln bekommt einen neuen Park – fast so groß wie der Aachener Weiher

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Von: Martin Henning

Visualisierung des Parks am Eifelwall in Köln
So soll der Park am Eifelwall in Köln eines Tages aussehen. ©  Förder Landschaftsarchitekten

In Köln wird ein neuer Park gebaut, der fast so groß ist wie der Aachener Weiher. Er ist Teil des Mega-Projektes Parkstadt Süd und wird Millionen kosten.

Köln – An vielen Ecken in Köln ist es schon grün. Doch jetzt wird es noch ein bisschen grüner: Die Stadt bekommt einen neuen Park. Er wird im Norden vom Eifelwall, im Süden von der Hans-Carl-Nipperdey-Straße, im Westen von der Luxemburger Straße und im Osten von der Bahnlinie am Eifelwall begrenzt. Die Grünfläche soll den Inneren Grüngürtel verlängern, der derzeit noch vom Rheinufer Köln-Riehl bis zur Luxemburger Straße verläuft.

Drei Hektar wird der neue Park umfassen. Damit ist er fast so groß wie der Aachener Weiher. Die Grünfläche ist der erste Baustein des Mega-Projekts Parkstadt Süd, das neben Wohnraum für etwa 7700 Menschen und etwa 4300 neuen Arbeitsplätzen auch mehr Erholungsplätze und Natur in der Stadt schaffen soll. 24RHEIN hat alle wichtigen Infos zusammengefasst.

Eifelwall Köln: Park für Kinder, Sportler und Ältere

Die Stadt Köln greift für den Neubau des Parks tief in die Tasche: Die Gesamtkosten werden laut Plan bei 5,89 Millionen Euro liegen. Federführend bei der Planung ist das Architekturbüro Förder Landschaftsarchitekten. Die Stadt betont, dass der neue Park am Eifelwall ein Treffpunkt für alle Altersgruppen werden soll. Sie rechnet damit, dass sich durch die Eröffnung des neuen Stadtarchivs und den Neubau des Justizzentrums zukünftig deutlich mehr Menschen im Quartier aufhalten werden.

Park am Eifelwall Köln
Größe:3 ha
Kosten:5,89 Mio. Euro
Architekturbüro:Förder Landschaftsarchitekten

Eingänge zum Park wird es an der Luxemburger Straße, am Eifelwall, am neuen Justizzentrum und an der Rudolf-Amelunxen-Straße geben. Am Eingang Eifelwall soll es, geschützt unter Bäumen, einen Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten und Tischen geben. Das „Tal der Kommunikation“ wird man an der Senke am südöstlichen Parkende finden, dort sollen auch große Panoramaliegen stehen. Spiel- und Sportanlagen sind entlang der Hans-Carl-Nipperdey-Straße vorgesehen. 

Natürlich soll auch das Grün im Park nicht zu kurz kommen. Bäume werden „als rahmender Hain und als freie Baumgruppen innerhalb der offenen Flächen“ gepflanzt, zudem sollen Wildwiesen angelegt werden. Außerdem lässt die Stadt ehemals bebaute und befestigte Flächen auf dem Areal entsiegeln. Es müssen aber auch 38 Bäume gefällt werden.

Neuer Kölner Park am Eifelwall: „Spiegel der Zeit“ als Highlight

Highlight des neuen Parks wird eine Wasserfläche mit dem hochtrabenden Namen „Spiegel der Zeit“ sein. Sie soll am Tag den Himmel spiegeln. Auf der Fläche sind Wasserstrahldüsen in Form verschiedener Sternenbilder angeordnet, die unterschiedlich hohe Fontänen haben. In der Nacht leuchten fluoreszierende Steine in Form weiterer Sternenbilder. Für die warmen Sommermonate wird die Wasserfläche durch weitere Nebeldüsen ergänzt, die die Umgebungstemperatur um bis zu zehn Grad Celsius absenken können.

Außerdem gibt es Pläne, Teile des Duffesbaches in Köln sichtbar zu machen. Der Duffesbach ist der einzige im linksrheinischen Stadtgebiet verlaufende Bach. Er fließt aber in seiner gesamten Länge – von der Militärringstraße bis zum Rhein – unterirdisch und ist somit verborgen.

Köln: Park am Eifelwall – welche Herausforderungen gibt es?

Frühlingswetter in Köln am Aachener Weiher.
Am Eifelwall entsteht ein Park, der fast so groß ist wie der Aachener Weiher. © Henning Kaiser/dpa

Auf dem Gebiet des neuen Parks gibt es einige geschützte Bodendenkmäler, unter anderem die römischen Gräberfelder. Die Eingriffe in den unterirdischen Denkmalbestand dürfen nur minimal sein. So dürfen zum Beispiel die Gräberfelder nur um 30 Zentimeter überdeckt werden. Die Stadt arbeitet dafür mit dem Römisch Germanischen Museum zusammen und hat Bodenuntersuchungen an den Stellen beauftragt, an denen Bäume, Wege und Fundamente geplant sind.

Für körperlich beeinträchtigte Menschen wäre der Eingang an der Luxemburger Straße nicht ohne Probleme erreichbar. Deswegen plant die Stadt eine neue Überquerung zwischen Park und Luxemburger Straße. Bevorzugt wird eine Variante, an der Kreuzung Hans-Carl-Nipperdey-Straße/Luxemburger Straße eine Querung in Z-Form zu bauen.

Ein Fragezeichen steht noch hinter einem der drei Bauabschnitte. Denn dieser sei „noch nicht im Eigentum der Stadt Köln und kann daher noch nicht ausgebaut werden“, heißt es aus der Verwaltung.

Köln: Neuer Park am Eifelwall – Zeitplan und Fertigstellung

Wann der neue Park fertiggestellt ist, steht noch nicht fest. 2023 will das Architekturbüro Förder Landschaftsarchitekten die endgültigen Pläne vorlegen. Die Stadt fasst sich beim Thema Zeitplan allgemein und schreibt, dass der gesamte Innere Grüngürtel zwischen der Luxemburger Straße und dem Rheinufer Neustadt Süd „in den nächsten 10 bis 15 Jahren“ vollendet sein soll. Dazu gehört aber auch noch das Gebiet zwischen dem Volksgarten und dem Friedenspark. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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