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Köln: Fassade bröckelte – Studenten müssen aus Turm an der „Spoho“ ausziehen

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Von: Nina Büchs

Außenansicht des Turms an der Sporthochschule in Köln
Den Turm an der Spoho gibt es schon seit den frühen Siebzigerjahren. © Studierendenwerk Köln

Das Wohnheim an der Sporthochschule Köln soll saniert werden. Ab März 2022 müssen die Studierenden aus dem Gebäude ausziehen. Doch wohin?

Köln – Noch wohnen im Kölner Wohnheim an der Sporthochschule in Müngersdorf rund 347 Studierende. Doch so nah zur Uni haben sie es nicht mehr lange – denn im März 2022 sollen die Sanierungsarbeiten an dem maroden Gebäude aus den 1970er Jahren starten. Und das ist auch dringend nötig – denn schon 2020 bröckelten bereits Steine aus der Betonfassade des Bauwerks ab, weshalb die Fassade mit einem Netz gesichert werden musste. Für die Studenten, die dort in WG-Zimmern oder Apartments wohnen steht im kommenden Jahr dann also ein Umzug an – bis zum voraussichtlichen Abschluss der Sanierung im Sommer 2023 müssen sie den Turm an der „Spoho“ verlassen.

Köln: Turm an der Spoho soll saniert werden – Studenten müssen ausziehen

25 Stockwerke hat der Turm an der Sporthochschule in Köln. Ab März 2022 sind umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant. „Erneuert werden soll die Fassade, im Innenbereich die Küchen, Flure und der Eingang. Zudem wurde beim Bau giftiges Asbest und PCB verwendet, dass nun entfernt werden muss“, so Klaus Wilsberg, Sprecher des Studierendenwerks.

Eigentlich war geplant, die Sanierung abschnittsweise durchzuführen. Das hätte bedeutet, dass nicht alle der Studenten zeitgleich aus dem Gebäude ausziehen müssen. Stattdessen sollten stückweise einige Appartments freigeräumt werden. Nun hat das Studierendenwerk Köln die Planung jedoch nochmal geändert. Denn: „Wenn alle Studenten draußen sind, geht es mit den Sanierungsarbeiten schneller“, so Wilsberg. Statt 28 würden die Arbeiten dann nur 16 Monate dauern.

Köln: Studierende müssen aus Turm an der Spoho ausziehen – doch wohin mit den rund 350 Studenten?

Doch wohin dann mit den rund 350 Studenten? Denn schon seit Jahren zeichnet sich laut Wilsberg ab: In Köln gibt es zu wenig Wohnraum für Studierende. „In den vergangenen zehn Jahren haben wir jährlich etwa 9.000 bis 10.000 Anfragen erhalten – insgesamt stehen jedoch nur 5.000 Plätze in unseren Wohnheimen zur Verfügung“, so Wilsberg. Fakt ist jedoch: Wer aus dem Wohnheim in Müngersdorf ausziehen muss, muss auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt nicht selbst nach einer neuen Bleibe suchen. „Wir werden die Studenten in anderen Wohnheimen unterbringen können“, erzählt Wilsberg. Denn tatsächlich sei die Fluktuationsrate in den Wohnheimen sehr hoch. Etwa 3.000 Ein- und Auszüge gibt es dort pro Jahr, so Wilsberg.

Lediglich für die Neuankömmlinge, beziehungsweise für die Studenten, die noch kein Zimmer im Wohnheim heißt das: Ihre Anfragen könnten nun erstmal zurückgestellt werden. Denn die Studenten, die aus dem Wohnheim in Müngersdorf rausmüssen, haben erst einmal Vorrang, so Wilsberg weiter.

Köln: Turm an der Müngersdorf wird saniert – Kosten belaufen sich auf 20 Millionen Euro

Ab März 2022 soll es dann also losgehen mit der Sanierung – die dann insgesamt 20 Millionen Euro kosten soll. Aktuell werde noch auf die entsprechende Baugenehmigung gewartet, so der Sprecher. Doch mit der Sanierung in Müngersdorf ist es nicht getan, so Wilsberg weiter. „Denn insgesamt haben wir bei den Wohnheimen einen Sanierungsbedarf von rund 86 Millionen Euro.“ Unter anderem werde aktuell auch das größte Studentenwohnheim der Stadt, das Uni-Center, saniert. 21 Etagen seien laut Wilsberg davon betroffen. Die Kosten dabei belaufen sich auf 15 Millionen Euro.

Aber nicht nur in bereits bestehende Gebäude werde investiert. „Um den Wohnraum für Studierende zu erweitern, sind 220 neue Plätze in Hürth-Efferen, 170 Plätze an der Ludolf-Camphausen-Straße in der Innenstadt und 33 Plätze an der Franz-Kreuter-Straße in Ehrenfeld geplant.

Bauprojekte in Köln: Diese Brücken und Gebäude werden aktuell saniert

Übrigens werden in Köln aktuell auch andere Gebäude saniert – unter anderem auch Brücken. So ist derzeit zum Beispiel die Deutzer Drehbrücke bis Ende des Jahres gesperrt, da diese generalsaniert werden muss. Und auch bei der Mülheimer Brücke muss einiges erneuert werden – diese ist in einem so schlechten Zustand, dass die Arbeiten erst 2025 abgeschlossen sein werden. In der Innenstadt am Kölner Dom wird übrigens auch gearbeitet. Denn dort müssen die Domtreppen ausgebessert werden. Die Kosten für den Umbau der Domtreppen belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro.

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