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Thomas Drach: Prozess geht weiter – Gericht lehnt mehrere Anträge der Verteidiger ab

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Der Angeklagte Thomas Drach (r) steht beim Auftakt seines Prozesses vor dem Landgericht Köln im Verhandlungssaal.
Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach steht vor Gericht (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

Der frühere Reemtsma-Entführer Thomas Drach steht in Köln vor Gericht. Am zweiten Verhandlungstag wurden mehrere Anträge der Verteidigung abgelehnt.

Update vom 7. Februar, 11:42 Uhr: Am zweiten Verhandlungstag im Prozess gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach hat das Landgericht Köln mehrere Anträge der Verteidiger abgelehnt. In einem davon ging es um eine Aussetzung der Hauptverhandlung für wenigstens drei Wochen. Der Argumentation der Verteidigung, die Einsendung weiteren Aktenmaterials vor dem Prozess habe eine ausreichende Einarbeitung in den Fall zeitlich nicht ermöglicht, folge die Kammer nicht, sagte Richter Jörg Michael Bern am Montag in Köln. Ebenso abgelehnt wurde ein Antrag, der Verteidigung Datenträger mit akustischen Aufzeichnungen des Prozesses auszuhändigen, Datenträger entsprechend zu bespielen oder eigene Aufnahmen der Anwälte zu erlauben.

Thomas Drach: Prozess geht weiter – Verhandlungstag soll „zügiger“ ablaufen

Erstmeldung vom 7. Februar: Köln – Nach einem etwas schleppenden Prozess-Start geht am Montag, 7. Februar, am Kölner Landgericht das Verfahren gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach weiter. Der 61-Jährige soll vier Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main und Limburg überfallen haben. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord und besonders schweren Raub. Drach bestreitet die Vorwürfe. Ein mutmaßlicher Komplize ist mitangeklagt.

Thomas Drach: Prozess geht weiter – Verhandlungstag soll „zügiger“ ablaufen

Beim Auftakt des Prozesses in Köln in der vergangenen Woche hatte es Verzögerungen, Unterbrechungen und mehrere Anträge der beteiligten Anwälte gegeben. Richter Jörg Michael Bern äußerte anschließend die Hoffnung, dass am zweiten Verhandlungstag alles „ein bisschen zügiger“ vonstattengehen werde. Der zweite Verhandungstag beginnt um 9:15 Uhr.

Landgericht Köln
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Drachs Anwälte hatten erklärt, dass sich der 61-Jährige nicht zu den erhobenen Vorwürfen äußern wolle. Er werde von seinem Schweigerecht Gebrauch machen und weder zu seiner Person noch zur Sache Angaben machen, sagte sein Verteidiger. Auch der niederländische Mitangeklagte wollte keine Aussagen machen. Sein Anwalt nannte die Anklageschrift dürftig, sie enthalte keine belastbaren Beweise. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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