Existenznot während Corona

Lockdown-Protest: Tattoo-Model Makani Terror zieht in Kölner City blank

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Tattoomodel Makani Terror hat in Köln blank gezogen, um auf die Existenznöte der Tätowierer infolge der Corona-Zwangspause aufmerksam zu machen. (Screenshot)
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Das bekannte Tattoo-Model Makani Terror fordert, dass Tattoo-Studios wieder öffnen dürfen. Dafür hat sie jetzt für die Aktion #ihrmachtsunsnackt in der Kölner City blank gezogen.

Köln – #ihrmachtunsnackt ist das Motto einer Aktion, bei der Tätowierer und Tätowiererinnen aus ganz Deutschland blank ziehen, um die Politik auf ihre Existenznot infolge der Corona-Zwangspause aufmerksam zu machen. Nun hat sich auch das bekannte Tattoo-Model Makani Terror für die Online-Protestaktion mitten auf dem Kölner Hohenzollernring nackt gemacht.

Corona-Protest in NRW: Tätowierer fürchten um Existenz

In der Fußgängerzone vor dem Tattoostudio Meta Circus in Köln ist das Bild entstanden, das sie auf Facebook uns Instagram geteilt. „Viele meiner Tattoo Kollegen warten immer noch auf die Sofort-Hilfen von November oder haben diese erst in Bruchteilen erhalten. Ganze Existenzen sind schon oder werden damit zerstört. Auch ich möchte meine Freunde unterstützen und mich diesem stillen Protest anschließen!“, schreibt Makani Terror, die eigentlich Kathrin Tölle heißt und aus Düren stammt dazu. Makani Terror hat 300.000 Instagram-Follower und eine Million Facebook-Abonnenten.

Für Unverständnis sorgt auch, dass Frisöre ab dem 01. März – in Dortmund und Duisburg öffnete einige Salons gleich 0.01 Uhr – wieder arbeiten dürfen, Tattoo-Studios aber weiter zu bleiben müssen. „Wir sind keine Coronaleugner oder Maskenverweigerer! Wir sind Kultur und Wirtschaft und genauso auf unsere Existenz angewiesen wie jeder andere.⁣ ⁣ Die Politik muss JETZT zu ihren Versprechungen stehen und die Hilfsgelder auszahlen“, lautet die Forderung.⁣ ⁣

Tätowierer in NRW: Frisöre dürfen öffnen und wir nicht

Tattoo-Studios können seit dem 1. November aufgrund der Zwangsschließungen infolge der Coronapandemie auch in NRW nicht ihrer Arbeit nachgehen. Dass Frisöre jetzt öffnen dürfen und Tatoostudios weiter zu haben müssen, kann auch Tätowiererin Claudia Lehnigk aus Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) nicht nachvollziehen. „Wir haben viel höhere Hygienestandards als Frisöre. Wir können mit Masken und Faceshields arbeiten und genau so viel Abstand halten wie ein Frisör“, sagt die Tätowiererin in einem Video-Interview mit stern.de.

Ins Leben gerufen hat die Aktion unter de Hashtag #ihrmachtunsnackt Tätowierer Dawid Hilgers aus Bayreuth. Nachdem er am 15. Januar ein Fotos von sich nackt mit einem entsprechenden Schild vor dem Körper auf Instagram gepostet hatte, folgten Hunderte Tätowierer aus ganz Deutschland seinem Beispiel. Neben Tätowierern haben auch Poledance-Studios die Aktion aufgegriffen, zeigen sich Poldancerinnen nackt und nur von dem Schild verdeckt an der Poledance-Stange.

Corona und Öffnungen: nächste Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch

Am Mittwoch, 3. März, wird es erneut Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie und möglichen weiteren Öffnungen zwischen dem Bund und den Länderchefs geben. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mahnte vorab an, dass eine gemeinsame Linie und eine gemeinsame Umsetzung wichtig ist.

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