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Nach Betonplatten-Unfall: Lärmschutzwände werden überprüft – A3 und A4 teilweise gesperrt

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Von: Mick Oberbusch

Arbeiter auf der Autobahn A3 nach dem Betonplatten-Unfall, der eine Frau im November 2020 das Leben kostete.
Beim tödlichen Unfall einer Autofahrerin im November 2020 auf der A3 löste sich eine Betonplatte aus der Lärmschutzwand. © Rolf Vennenbernd/picture alliance

Nachdem im November 2020 eine Autofahrerin durch eine Betonplatte auf der A3 ums Leben kam, sind nun umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Lärmschutzwand nötig.

Köln – Der tragische Verkehrsunfall aus dem November, als eine Autofahrerin durch eine sich aus der Lärmschutzwand lösende Betonplatte ums Leben kam, hat nun zu umfangreichen Sanierungsarbeiten auf den Autobahnen A3 und A4 gesorgt. Das erklärte die Autobahn GmbH in einer Mitteilung. Demnach habe man nach dem tödlichen Unglück durch das tonnenschwere Bauteil bei weiteren Untersuchungen der Lärmschutzwand Mängel festgestellt. Mit der Ausbesserung wurde bereits vor Monaten begonnen.

Nach tödlichem Betonplatten-Unfall: Schutzbereich entlang der Lärmschutzwände errichtet

„Bei den anschließenden Untersuchungen wurden an weiteren sieben Lärmschutzplatten nicht genehmigte Winkelkonstruktionen festgestellt. Diese Platten wurden entfernt. Bei den übrigen circa 200 Platten wurde bei einigen Elementen unsaubere und nicht fachgerecht angebrachte Sicherungskonstruktionen gefunden. Obwohl keine akute Gefahr von diesen Platten ausgeht, wurde entlang der Lärmschutzwände ein Schutzbereich erstellt. Die Lärmschutzplatte werden in den kommenden Wochen mit speziellen Haltekonstruktionen gegen ein Herauskippen aus der Wand versehen“, erklärt die Autobahn GmbH.

Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das konkret: Auf der A3 zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück stehen ab dem 7. März in Fahrtrichtung Frankfurt und ab dem 14. März in Fahrtrichtung Oberhausen wieder vier Fahrspuren zur Verfügung. „Dazu werden neben den abgesicherten Bereichen – auf der verbliebenen Restfahrbreite – vier verengte Fahrspuren mit gelber Spezialfolie markiert. Um den Zufluss von der A4 aus Olpe kommend auf die A3 in Richtung Oberhausen zu verbessern und Rückstaus zu minimieren, wird es hier eine durchgängige Auffahrtsspur geben“, heißt es in dem Statement weiter. „Damit entfällt das Einfädeln in den Verkehr auf die A3 und der Verkehr kann zügiger abfließen. Aufgrund der verengten Fahrspuren gilt zwischen Kreuz Köln-Ost und Köln-Dellbrück Tempo 80 km/h.“

A3 und A4: Das müssen Verkehrsteilnehmer in den kommenden Wochen wissen

Die heute beginnenden Markierungsarbeiten sorgen für folgende Einschränkungen: Am heutigen Donnerstag (4.3.) stehen von 9 bis 15 Uhr zwei von aktuell drei Fahrspuren in Richtung Frankfurt zur Verfügung, am kommenden Sonntag (7.3.) steht zwischen 7 und 10 Uhr nur eine Fahrspur, von 10 bis 13 Uhr zwei Fahrspuren in Richtung Frankfurt zur Verfügung. Zusätzlich ist von 7 bis 13 Uhr in der Anschlussstelle Köln-Dellbrück die Auffahrt auf die A3 gesperrt.

Am Donnerstag, 11.3. sind von 9 bis 15 Uhr zwei von aktuell drei Fahrspuren in Richtung Oberhausen frei, Sonntag (14.3.) steht zwischen 7 und 10 Uhr nur eine Fahrspur, von 10 bis 13 Uhr zwei Fahrspuren in Richtung Oberhausen zur Verfügung. Zudem ist im Kreuz Köln-Ost die direkte Verbindung von der A4/B55a aus Köln kommend auf die A3 nach Oberhausen gesperrt. Eine Umleitung ist mit Rotem Punkt über der Kreuz Köln-Gremberg ausgeschildert.

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