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Köln: Schock auf der A3 – Autofahrerin von herabstürzender Betonplatte getötet

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Von: Nina Büchs

Eine Lärmschutzwand hat ein Auto unter sich begraben.
Eine Betonwand auf der A3 bei Köln ist am Freitagvormittag auf das Auto einer Kölnerin gestürzt. © Feuerwehr Köln/dpa

Am Freitag, den 13. November 2020, hat sich auf der A3 bei Köln-Dellbrück eine Betonplatte gelöst. Tragisch: Durch die herabstürzende Wand kam eine Autofahrerin ums Leben.

Köln – Am Freitag, den 13. November hat sich auf der A3 bei Köln-Dellbrück ein schrecklicher Unfall ereignet. Gegen 10 Uhr vormittags löste sich eine Lärmschutzwand und krachte auf das Auto einer 66-jährigen Kölnerin.

Aufgrund der enormen Krafteinwirkung der etwa fünf Tonnen schweren Betonplatte war die Frau sofort tot. Ein Unfallzeuge und Ersthelfer wurde zur weiteren Betreuung in ein Krankenhaus gebracht.

A3 bei Köln: Betonplatte mit einem Kran angehoben - kilometerlanger Stau

Am Mittag wurde die Frau aus dem völlig zerquetschten Fahrzeug geborgen. Die Feuerwehr musste die tonnenschwere Betonwand dafür mit einem Kran anheben. Durch die Sperrung kam es zu einem großen Verkehrschaos. Zwar wurde die Autobahn am Nachmittag teilweise wieder freigegeben, die rechten Fahrspuren entlang der Lärmschutzwände blieben jedoch in beide Richtungen gesperrt. „Das ist notwendig wegen der Prüfung der Lärmschutzwände“, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW. 

Horror-Unfall in Köln: Ermittlungen eingeleitet - Unfallursache wird geprüft

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Die Polizei hat nun die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Sprecher des Landesbetriebes NRW gab außerdem an, dass die Lärmschutzwände im Rahmen einer Sichtungsprüfung von Meisterein überprüft werden. Dies geschehe unabhängig von dem tragischen Vorfall am Freitag.

Zusätzlich betonte er, dass nun nochmals ein großes Augenmerk auf die Sicherheit der Lärmschutzwände gelegt werde. Niemand müsse sich sorgen, an dieser Stelle über die Autobahn zu fahren, da die Fahrspuren ja gesperrt seien.

Autofahrerin in Köln getötet: SPD-Fraktion äußert sich zum Unfall auf der A3

Am Mittwoch wird sich der Verkehrsausschuss des Landtags mit dem Unfall in Köln beschäftigen. Die SPD-Fraktion hatte dafür eine Aktuelle Viertelstunde beantragt. In dieser wird die Landesregierung über das tragische Unglück selbst und über den Zustand der Lärmschutzwände vor Ort als auch in ganz NRW berichten.

Zu dem Schicksal der Autofahrerin äußerte sich Carsten Löcker, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Der tragische Tod der Autofahrerin macht uns alle fassungslos. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Opfers. Wir sind es ihnen schuldig aufzuklären, wie es zu diesem schlimmen Unglück kommen konnte. Gleichzeitig müssen wir ausschließen, dass weitere Gefahr von den Lärmschutzwänden ausgeht. Hier sind wir jetzt alle gefordert.“(nb mit dpa)

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