Die nächste folgt schon bald

Der Bananensprayer von Köln: „Impfbananen“ sollen zur Coronaschutzimpfung motivieren

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Mit seinen „Impfbananen“ will Thomas Baumgärtel auf die Notwendigkeit von Corona-Schutzimpfen aufmerksam machen
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Mit seinen „Impfbananen“ möchte der Bananensprayer aus Köln die Menschen auf die Impfkampagne gegen das Coronavirus aufmerksam machen.

Köln – Thomas Baumgärtel, bekannt als Bananensprayer, macht momentan mit seinem neuesten Kunstprojekt erneut von sich reden. Seine „Impfbananen“ sind sowohl am Krankenhaus Merheim als auch im Ruhrgebiet oder Hilden zu finden. Insgesamt hat der Kölner Künstler schon über 30 „Impfbananen“ gesprüht – legal. Denn auch vor den ersten offiziellen Kunstprojekten ließ sich die ein oder andere „Impfbanane“ in Köln finden. „Die ersten habe ich illegal an Arztpraxen geklebt“, erzählt der Bananensprayer im Interview mit 24RHEIN.

  • Hinter dem Künstler Der Bananensprayer steckt Thomas Baumgärtel
  • Seit 1986 sprüht er Bananen
  • Angefangen hat alles 1983 als Zivildienstleistender in einem Katholischen Krankenhaus: Ein heruntergefallenes Kruzifix „repariert“ er mit seiner Frühstücksbanane. „Ein leeres Kreuz kann man ja nicht an die Wand hängen. In dem Moment war klar: Ich will Künstler werden.“

Die „Impfbananen“ von Thomas Baumgärtel sollen auch eine Impf-Motivation sein

Die „Impfbanane“ ist dabei Teil des Kunstprojektes „Kunst heilt“, welches derzeit im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden zu sehen ist. „Für mich ist klar, dass Kunst heilen kann. Kunst ist auch eine Art Medizin.“ Da die Kunst jedoch in Zeiten einer Pandemie häufig zu kurz kommt, hat sich Thomas Baumgärtel eine Lösung überlegt. „Die Pandemie hat mich dazu gebracht, wenn die Leute die Kunst nicht in Ausstellungen sehen können, bringe ich die Kunst auf die Straße.“

Hinter dem infizierten Obst stecken gleich mehrere Botschaften, wie der Künstler aus Köln 24RHEIN erklärt. Zum einen soll die Banane, die gerade geimpft wird, ein Dankeschön für die Gesundheitsbranche sein. Immerhin sollte auch Thomas Baumgärtel auf Wunsch seines Vaters Mediziner werden. Zum anderen soll die „Impfbanane“ auch eine Impf-Motivation sein. „Ich bin Impffreund. Das ist der einzige Weg, wieder zurück zur Freiheit zu kommen. Ich versuche die Leute anzustecken mit dem Thema.“ Denn für ihn ist klar: „Wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen, dann eiern wir hier noch Jahre herum.“

Der Bananensprayer sprüht „Impfbananen“ in ganz Köln: Vielleicht auch bald am Testzentrum in Deutz

Darum will der Bananensprayer selbst aktiv werden und auf die Notwendigkeit beim Impfen hinweisen. Bei den 30 legalen und den weiteren illegalen „Impfbananen“ ist lange noch nicht Schluss. Thomas Baumgärtel will jetzt erst richtig loslegen und hat sich ein besonderes Highlight ausgedacht: Das Impfzentrum in Deutz soll am Eingang eine „Impfbanane“ bekommen. Dabei war der Plan zunächst illegal das Kunstwerk mit der besonderen Botschaft zu sprühen.

„Wir sind auch erst mit dem Fahrzeug reingekommen“, aber dann gab es ein Problem: „Es war so viel Security und alles wurde überwacht. Da dachten wir, dass das jetzt kein Zweck hat und wir nachts wiederkommen müssen.“ Doch auch in der Nacht war das Sprühen der Banane nicht möglich. „Da war alles mit Rollgittern zu. Man kam gar nicht in den Bereich. Das ist besser bewacht als die Bank von Schottland“, scherzt Baumgärtel. Damit die „Impfbanane“ dennoch den Eingang zum Testzentrum weisen kann, versucht es der Künstler über den diplomatischen Weg. „Dann muss ich halt offiziell bei Frau Reker anfragen.“

Und tatsächlich: Nach langem Hin und Her „gibt es einen Durchbruch.“ Die „Impfbanane“ könne schon bald das Testzentrum in Deutz zieren. Der Plan ist dabei, die „Impfbanane“ auf einem Schild zu sprühen, welches aufgehängt werden soll. Einen Termin gibt es bis lang jedoch nicht. „Das Schild soll später ins Kölnische Stadtmuseum kommen und das ist auch schön.“ (jw)

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