1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Mülheim

Mülheim: Polizei entdeckt Handgranate in Handschuhfach – Entschärfer rücken an

Erstellt: Aktualisiert:

Eine Hand hält eine Handgranate
Polizisten staunten nicht schlecht, als sie im Handschuhfach eines Autos in Mülheim eine Handgranate fanden (Symbolbild). © Patrick Seeger/dpa

In Köln Mülheim haben Polizisten im Handschuhfach eines Autofahrers eine Handgranate gefunden. Es konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden.

Köln – Dass in Krimis und Gangsterfilmen gerne einmal eine Tatwaffe im Handschuhfach versteckt wird, ist bekannt – der Gegenstand, den Kölner Polizisten am 2. August in Köln-Mülheim im Handschuhfach eines Autos fanden, hat jedoch für ziemliche Aufregung gesorgt. Denn als die Beamten am Montagnachmittag auf der Berliner Straße im rechtsrheinischen Köln den 32-jährigen Fahrer eines VW T-Roc anhielten und kontrollierten, machten sie einen auf den ersten Blick erschreckenden Fund: Im Handschuhfach des Mietwagens fanden sie eine Handgranate.

Köln: Handgranate im Handschuhfach gefunden: Fahrer des Wagens war alkoholisiert

Diese war ebenso wie die Bekleidung des aus Bulgarien stammenden Fahrers komplett voll mit Schlamm. Im Fahrzeug stellten die Polizisten neben der Granate Tüten und einen Koffer mit Werkzeugen und Bekleidung sicher. Ein Atemalkoholtest bei dem SUV-Fahrer ergab circa ein Promille, auch ein Drogenvortest verlief positiv. Ein Arzt entnahm dem Verdächtigen auf der Wache zudem noch eine Blutprobe.

Nach ersten Ermittlungen kam der Mann aus einem vom Hochwasser betroffenen Gebiet. Zur Herkunft der sichergestellten Gegenstände machte er laut Polizei widersprüchliche Angaben. Gegen den bereits mit Eigentumsdelikten in Erscheinung getretenen 32-Jährigen leiteten die Polizisten Strafermittlungen ein. Den Einsatzort hatten die Beamten nach dem Munitionsfund gegen 17.40 Uhr für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr abgesperrt.

Übungshandgranaten werden in der Ausbildung bei der Bundeswehr eingesetzt

Spezialisten der hinzugezogenen Entschärfergruppe der Bundespolizei sicherten und untersuchten den mutmaßlichen Sprengkörper. Fazit: Eine nicht mehr funktionstüchtige Übungshandgranate aus den 70er Jahren. Übungshandgranaten werden bei der Ausbildung bei der Bundeswehr verwendet, sie besitzen das gleiche Gewicht und liegen genauso in der Hand wie „echte“ Gefechtsgranaten. Einzig die Farbe unterscheidet den Übungsgegenstand vom Original – diese war aufgrund des Schlamms allerdings wohl nicht im ersten Moment erkennbar. Im Januar hatten zwei Kinder in einem Wald in Overath Handgranaten aus dem zweiten Weltkrieg gefunden – diese waren allerdings echt und mussten gesprengt werden. (ots/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant