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Köln-Mülheim: Auf Brauereigelände entsteht ein neues Wohn- und Arbeitsquartier

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Von: Martin Henning

Blick von oben: Das Haus Kölscher Brautradition in Mülheim wird ein Wohn- und Arbeitsquartier.
Auf diesem Gelände in Mülheim soll das neue Wohn- und Arbeitsquartier entstehen. © Savills Immobilien Beratungs- GmbH

Köln-Mülheim wandelt sich zum hippen Viertel. Das Haus Kölscher Brautradition wird bis 2030 in ein Wohn- und Arbeitsviertel umgewandelt – für 400 Millionen Euro.

Köln – Bis vor kurzem wurden hier noch Kölsch gebraut: Dom Kölsch, Gilden Kölsch, Sion Kölsch und Peters Kölsch. Doch lange wird das Haus Kölscher Brautradition in Köln-Mülheim nicht mehr stehen. Der Investor Cube Real Estate hat das Gelände gekauft und will dort ein neues Wohn- und Arbeitsquartier bauen.

Bis 2030 soll das gemischte Stadtquartier auf 100.000 Quadratmetern Bruttofläche entstehen. Verschiedene Wohnformen und Senioreneinrichtungen werden sich dann mit Büros, Gastronomie und Nahversorgung (z. B. Supermärkten) vermischen. Cube Real Estate steckt 400 Millionen Euro in das Projekt.

Köln-Mülheim: Gelände der Gilden Brauerei wird von Cube Real Estate umgebaut

„Wir werden ein inspiriertes Konzept mit einem besonderen Architekturbüro entwerfen und gemeinsam mit der Stadt, das heißt der Verwaltung und Politik, der Anwohnerschaft sowie weiteren Beteiligten an diesem Projekt arbeiten und ein neues richtungsweisendes Quartier für Köln entwickeln und baulich umsetzen“, verspricht Cube-Real-Estate-Chef Tilman Gartmeier. Ein ähnlich richtungsweisendes Quartier, wie es auch die Parkstadt Süd in Köln werden soll.

Das Haus Kölscher Brautradition in Köln-Mülheim von oben.
Noch sieht das Gelände des Brauhauses so aus. © Savills Immobilien Beratungs- GmbH

Besonderes Augenmerk wollen die Investoren auf ökologische Aspekte setzen. „Das bedeutet zum Beispiel, dass wir komplett nach ESG-Standard bauen. Denkbar ist auch, dass wir Ladestationen für E-Mobilität aufbauen. Außerdem wollen wir wie bei unseren anderen Projekten auf das Konzept des ‚Re-Development‘ setzen. Das bedeutet, dass wir Gebäude erhalten, anstatt sie abzureißen und Materialien wiederverwenden“, sagt Sprecherin Simone Schroeder 24RHEIN.

Ein genaues Konzept stehe noch nicht, aber: Cube Real Estate will nach eigener Aussage die Historie des Standorts mit einbeziehen. Ähnlich übrigens wie beim Projekt Deutzer Hafen, das am Rhein umgesetzt wird.

Was ist der ESG-Standard?

Die Buchstaben ESG stehen für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Wer nach ESG-Standard baut, baut also nachhaltig. Außerdem übernimmt er soziale Verantwortung – achtet zum Beispiel auf das Wohl seiner Mitarbeiter und bezieht den demografischen Wandel in sein Projekt ein. Außerdem stellt er sich, dass sein Unternehmen ein gutes Risikomanagement hat, die Aufsichtsstrukturen nachvollziehbar sind und das Unternehmen weder korrupt ist, noch Geldwäsche betreibt.

Stadtquartier Köln-Mülheim: Cube Real Estate will viel Wohnraum schaffen

Besonders wichtig ist den Investoren nach eigener Aussage, der Wohnungsknappheit in Köln entgegenzuwirken. „Wie viele Wohnungen wir schaffen werden, hängt davon ab, wie viele Wohnungen genehmigt werden. Wir haben aber die Tendenz, so viel Wohnraum wie möglich zu schaffen“, betont Sprecherin Simone Schroeder. Denn dieser sei „dringend notwendig“. Dabei wolle man sozial verantwortbar agieren: „Wir achten darauf, dass sich auch die mittelständische Bevölkerung unsere Wohnungen leisten kann“, sagt Schroeder. 

„Wie viele Wohnungen wir schaffen werden, hängt davon ab, wie viele Wohnungen genehmigt werden. Wir haben aber die Tendenz, so viel Wohnraum wie möglich zu schaffen.“

Simone Schroeder, Cube Real Estate

Derzeit erarbeitet Cube Real Estate die Details für das Projekt. Wenn alles glatt läuft, hat Mülheim in knapp zehn Jahren einen weiteres Szene-Quartier. Ebenfalls in Mülheim wird derzeit das „I/D Cologne“ gebaut – dort handelt es sich aber um ein reines Arbeits-, Handel- und Gastroquartier. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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