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Endlich: Einäugiger Rocky (11) hat ein neues Zuhause in Köln gefunden

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Von: Martin Henning

Rocky und sein neues Frauchen vor dem Tierheim Köln-Dellbrück.
Rocky und sein neues Frauchen lächeln in die Kamera. © Sylvia Hemmerling

Rocky hatte eine schwere Zeit, sieht nicht mehr gut und ist so liebenswert. Jetzt hat der Tierheim-Hund dank einer Offensive endlich ein neues Zuhause gefunden.

Köln – Rocky trägt seinen Namen nicht umsonst. Denn der Shi-Tzu-Mischling kann kämpfen. Auch, wenn es mal nicht so gut läuft. Und einfach hatte es der elfjährige Rüde in den letzten Monaten nicht. Seit März suchte das Tierheim Köln-Dellbrück einen neuen Abnehmer für den temperamentvollen Herren. Doch es wollte sich einfach niemand melden.

Jetzt aber gute Neuigkeiten: „Endlich hats geschnackelt“, schreibt Tierheim-Sprecherin Sylvia Hemmerling auf Facebook. Am Freitag ist Rocky zu seinem neuen Frauchen und Herrchen in Köln gezogen.

Tierheim Köln-Dellbrück: Hund Rocky musste ein Auge entfernt werden

Bis zur freudigen Zusammenführung dauerte es etwas. Im März wurde Rocky im Tierheim abgegeben. „Sein Besitzer wurde leider so krank, dass er sich nicht mehr um den Hund kümmern konnte“, sagt Sylvia Hemmerling im Gespräch mit 24RHEIN. Der Rüde lebte schon einmal im Dellbrücker Tierheim, bis er 2014 an seinen letzten Besitzer vermittelt werden konnte. Rocky erneut unterzubringen, stellte sich als schwierig heraus – „auch, wenn sich kleine, ältere Hunde eigentlich gut vermitteln lassen“, so Hemmerling.

Der Grund: Wie sein ehemaliges Herrchen ist auch Rocky gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe. Ein Auge musste ihm wegen einer Infektion entfernt werden. Und auch auf dem anderen Auge sieht der Rüde nicht mehr viel. Also startete das Tierheim eine Offensive. „Wir haben ihn auf Instagram und sogar bei ‚Tiere suchen ein Zuhause‘ vorgestellt. Aber es meldete sich niemand“, sagt Sylvia Hemmerling 24RHEIN.

Tierheim Köln-Dellbrück: Hund Rocky hat endlich neue Besitzer gefunden

Dass der eigenwillige Rocky trotzdem immer gut gelaunt blieb, hat sich jetzt ausgezahlt. Auf Facebook schreibt das Tierheim unter einem Foto von Rocky und seiner neuen Besitzerin: „Vielleicht hat er auch die ganze Zeit auf diese nette Dame gewartet, denn mit ihr – und ihrem Gatten – verstand er sich so prächtig, dass er gestern zu ihnen ins Auto hüpfte und in ein neues Leben abdüste. Mach‘s gut, du kleiner Pirat.“ Bleibt zu hoffen, dass der „kleine Pirat“ seinen Lebensabend nun endlich in Ruhe verbringen kann.

So schön wie Rocky hat es nicht jeder Hund. Erst im Juli wurden drei Welpen in Köln ausgesetzt. Für Entsetzen sorgte Ende letzten Jahres ein Fall in Chorweiler: Dort rettete die Kölner Polizei fünf Welpen aus einem Kühlschrank.

Illegaler Welpenhandel boomt: So erkennen Sie Betrüger

Wie der deutsche Tierschutzbund berichtet, ist die Nachfrage nach Hundewelpen während der Corona-Pandemie erheblich gestiegen. Das ruft auch Betrüger auf den Plan, die ein schnelles Geschäft wittern und die Tiere unter teils unwürdigen Bedingungen halten. Nicht selten erkranken die Welpen während der unsachgemäßen Haltung schwer. Daher wird dringend davon abgeraten, Welpen im Internet oder auf der Straße zu kaufen.

Hundeliebhaber sollten sich stattdessen zunächst beraten lassen und bei ihrem Kauf lieber auf Hunde in einem Tierheim zurückgreifen. Hellhörig werden sollte man auch, wenn die Hunde zu Schnäppchenpreisen angeboten werden und fehlerhafte Papiere haben. Auch dies ist ein Indiz dafür, dass illegaler Handel mit den Welpen betrieben wird. Zudem werden die Welpen von illegalen Händlern auch viel zu jung angeboten. Sie sollten mindestens acht Wochen alt sein, bevor sie zum Kauf freigegeben werden.

(mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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