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Tausende Unterschriften für Mega-Projekt „Neue Mitte Köln“ gesammelt

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Von: Johanna Werning

6000 Unterschriften wurden für die Petition zur „Neuen Mitte Köln“ gesammelt. Die Forderung: Eine Machbarkeitsstudie zur Vision. Wie geht es jetzt weiter?

Köln – Das Vorhaben? Gigantisch. Hinter der „Neuen Mitte Köln“ steckt ein mögliches Bauprojekt von enormem Ausmaß. Ganz Köln könnte sich dadurch verändern. Der Plan: Der Hauptbahnhof Köln wird nach Kalk verlegt. Stattdessen soll die Kölner Innenstadt mehr Platz für Parks und Grünflächen bekommen. Ein besonderer Blickfang dabei: Die Hohenzollernbrücke. Sie soll nach New Yorker-Vorbild eine sogenannte „Highline“ werden – aus den Gleisen wird dann eine besondere Parkanlage.

„Neue Mitte Köln“: Bauprojekt hat schon jetzt 6000 Unterschriften gesammelt

Beim Konzept „Neue Mitte Köln“ wird die Hohenzollernpark zur grünen Oase.
Vor allem die Hohenzollernbrücke (hier im Bild) könnte so in einem komplett neuen Design erstrahlen. Vorbild ist die sogenannte „Highline“ in New York. © Neue Mitte Köln

Kern-Ideen der „Neue Mitte Köln“ im Überblick

► Neuer Hauptbahnhof in Köln-Kalk.

► Der bisherige Hauptbahnhof Köln wird zum Regionalbahnhof.

► Der Fernverkehr der Deutschen Bahn wird über den neuen Hauptbahnhof in Kalk abgewickelt.

► In der Kölner Innenstadt entstehen so Flächen, die neu genutzt werden können.

► Auf der Hohenzollernbrücke Köln könnten Grünflächen und Parks entstehen.

Bisher handelt es sich bei der „Neuen Mitte Köln“ lediglich um eine Vision. Doch nun erfolgt ein wichtiger Schritt für die potenzielle Umsetzung. Denn für die Petition „Für ein lebenswertes und modernes Köln – jetzt Machbarkeitsstudie zur ‚Neuen Mitte Köln‘ unterstützen“ wurden über 6000 Unterschriften gesammelt, davon 5000 Unterschriften von Kölnerinnen und Kölnern.

Am 1. Dezember wird die Petition jetzt der Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung, Sabine Pakulat (Grüne), übergeben. Aber was bedeutet das konkret? Mit der Petition wird die „Neue Mitte Köln“ zwar nicht automatisch umgesetzt, allerdings wird eine Machbarkeitsstudie gefordert, „um zu zeigen, dass unsere Vision auch realitätstauglich ist“, erklärt der Verein zur Vision.

6000 Unterschriften für „Neue Mitte Köln“: Wie geht es jetzt weiter?

Der Plan: „Unabhängige Expert*innen, Stadtplaner*innen und Wissenschaftler*innen sollen untersuchen, ob das Konzept umsetzbar ist und gegebenenfalls Anpassungen entwickeln“, heißt es in der Petition. „Die Stadtverwaltung sollte den Expert*innen mit Informationen und Rat zur Seite stehen.“ Ausschüsse wie zum Beispiel der Ausschuss für Stadtentwicklung sollen dabei die Verwaltung zur Unterstützung der Studie verpflichten, heißt es weiter. „Die Kosten für die Machbarkeitsstudie werden wir über Unterstützer*innen und Spender*innen zusammentragen.“

Ob es dazu allerdings wirklich kommen wird, ist trotzdem noch nicht klar. Denn nur weil die Petition eingereicht wird, heißt das nicht, dass der Ausschuss im Sinne der Petition entscheidet. Die Petition verdeutlicht viel eher, dass sich viele Menschen für das bestimmte Thema interessieren. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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