1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Nippes

Ford: Fiesta-Produktion in Köln wieder gestoppt – Halbleiter fehlen immer noch

Erstellt: Aktualisiert:

Neu gebaute Autos stehen auf Lastwagen vor dem Ford Werk.
Im Ford-Werk in Köln muss die Fiesta-Produktion erneut gestoppt werden (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

Beim Autobauer Ford in Köln wird die Produktion des Fiesta erneut gestoppt. Grund dafür ist der anhaltende Lieferengpass von Halbleitern.

Köln – Kein Chip, kein Fiesta: Der Autobauer Ford muss wegen Halbleiter-Engpässen den Produktionsstopp für das Modell Fiesta in seinem Werk in Köln verlängern. Ford müsse die Fertigung vorerst bis 31. Oktober aussetzen, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag (30. September) mit.

Ford in Köln: Weitere Produktionsausfälle zu erwarten

Die Verfügbarkeit von Halbleitern auf dem Weltmarkt bleibe auf absehbare Zeit sehr unbeständig. Deshalb gehe Ford davon aus, „dass es in absehbarer Zeit immer wieder zu Produktionsausfällen kommen kann“, sagte der Sprecher. In der Kölner Fiesta-Produktion arbeiten rund 5000 Menschen, insgesamt sind in der Domstadt rund 15.000 Beschäftigte für Ford tätig.

Die Lieferengpässe machen Ford schon seit Monaten zu schaffen und führten bereits mehrfach zu Stillständen in der Produktion. Mitarbeiter von Ford in Köln wurden sogar in Kurzarbeit geschickt. Anfang September kündigte Ford zuletzt einen Produktionsstopp für den Fiesta an. Dieser setzt sich jetzt fort.

Was ist ein Halbleiter?

Halbleiter sind wichtige Bestandteile von Chips in Autos, die unter anderem in Steuergeräten Antrieb und Fahr- oder Bremsverhalten regeln. Auch Airbags und Assistenzsysteme steuern sie. „Ohne Halbleiter wäre kein modernes Fahrzeug mehr denkbar“, schreibt der ADAC.

Technisch gesehen, sind Halbleiter Komponenten für Mikrochips, die als Schaltkreise fungieren. Sie besitzen die Eigenschaften von Leitern und Nichtleitern. (Quelle: ADAC)

Ford in Köln: Halbleitermangel trifft ganze Branche

Der Chip-Mangel betrifft nicht nur Ford in Köln, sondern die ganze Branche. Der Autobauer Opel hatte am Donnerstag angekündigt, sein Werk in Eisenach wegen Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen von kommender Woche an vorerst bis zum Jahresende zu schließen. Betroffen sind nach Angaben eines Unternehmenssprecher 1300 Mitarbeiter. (sk/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant