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Strom aus dem Rhein: Ford arbeitet an Wasserkraft-Projekt für erneuerbare Energie

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Von: Jana Wehmann

So könnte der Rheinauhaufen nach einem Entwurf aussehen.
So könnte der Rheinauhaufen nach einem Entwurf von Rheinsharing aussehen. © Rheinsharing

Ford und Rheinsharing prüfen die Strom-Gewinnung durch Wasserkraft aus dem Rhein. Der Ford-Standort in Köln-Niehl soll mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Köln – Der Rhein in Köln hat eine unvorstellbare Kraft – und könnte dadurch schon bald Strom erzeugen. Denn der Autobauer Ford möchte neue Wege gehen und prüft zusammen mit dem Start-up Rheinsharing die Möglichkeit, sowohl Ladestationen als auch das Werk in Köln-Niehl mit Wasserkraft direkt aus dem Rhein zu betreiben. Wie sieht das Wasserkraft-Projekt am Rhein aus?

Ford Werke
Gründung1925
BrancheAutomobilhersteller
SitzKöln
Mitarbeitermehr als 20.000 Angestellte

Köln: Strom aus dem Rhein – das Projekt im Überblick

Wasserkraft aus dem Rhein in Köln – wie sehen die Konzepte von Ford und Rheinsharing aus?

Zwei Ingenieure und vier Architektur-Masterstudierende haben sich bei einem Ford-Wettbewerb an der Technischen Hochschule (TH) Köln gefunden und die Idee entwickelt, auch innerstädtisch Wasser-Energie nutzbar zu machen. Das Ziel: Erneuerbare Energie durch die Strömung des Rheins gewinnen und diese unmittelbar zur Energieversorgung von Elektrofahrzeugen nutzen. Mit dieser Idee gewannen sie im März 2021 den zweiten Platz des Wettbewerbs Ford Fund Smart.

Nun unterzeichneten Ford und Rheinsharing ein „Memorandum of Understanding“ – also eine gemeinsame Absichtserklärung. Ausgehend von dem im Wettbewerb entwickelten Entwurf für den Rheinauhafen in Köln soll nun ein Konzept für das ebenfalls am Rhein gelegene Ford-Werksgelände in Köln-Niehl entwickelt werden.

Zwar beziehe Ford nach eigenen Angaben am Standort in Köln seinen Strom bereits zu 100 Prozent aus Wasserkraft-Anlagen, allerdings nicht aus Deutschland. Der Strom komme aus Österreich, Schweiz und Skandinavien.

Köln: Strom aus dem Rhein – wann startet das Projekt von Ford und Rheinsharing?

Bei der Zusammenarbeit soll nun für das Ford-Werk in Niehl geprüft werden, ob der Einsatz neuartiger Wasserkraftwerke im Rhein auch in der Praxis möglich wäre. „Gemeinschaftlich wird ein Konzept für das Gelände der Ford Werke in Niehl bis Ende April erarbeitet“, erklärt Marcel Heilich von Rheinsharing gegenüber 24RHEIN. Über eine mögliche Umsetzung werde frühestens ab Mai 2022 beraten, so Heilich.

Folgende Dinge werden unter anderem in der Machbarkeitsstudie untersucht:

Ob das Projekt am Ende umgesetzt wird, bleibt noch abzuwarten. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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