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Große Ameisenbärin „Ibera“ neu im Kölner Zoo: In Südamerika ist die Tierart vom Aussterben bedroht

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Von: Nina Büchs

Die Große Ameisenbärin Ibera in ihrer Anlage im Kölner Zoo.

Die Große Ameisenbärin Ibera und ihr Artgenosse Yavi sollen schon bald im Kölner Zoo für Nachwuchs sorgen. © Werner Scheurer/ Kölner Zoo

Die Große Ameisenbärin „Ibera“ ist neu im Kölner Zoo und soll mit ihrem Artgenossen „Yavi“ für Nachwuchs sorgen. In Uruguay und Nordargentinien gelten die Tiere als ausgestorben.

Köln – Seit November vergangenen Jahres hat der Kölner Zoo eine neue Bewohnerin: die Große Ameisenbärin „Ibera“. Sie kam aus dem Gaia Zoo in den Niederlanden im Rahmen des Europäischen Erhaltungsprogramms an den Rhein. Mit der Großen Ameisenbärin möchte der Zoo nun erneut in die Zucht gehen. Denn in ihrem Heimatland Brasilien sind die „Großen Ameisenbären“ gefährdet.

Kölner Zoo will mit Großer Ameisenbärin „Ibera“ in die Zucht gehen

In Köln teilt sich Ibera, die im Juni zwei Jahre alt wird, nun ihre Anlage mit ihrem männlichen Artgenossen „Yavi“. Die beiden Tiere lernen sich aktuell kennen, jedoch gelten Große Ameisenbären allgemein als Einzelgänger und meiden, außerhalb der Paarungszeit, eher den Kontakt zu Artgenossen. Schon bald sollen Yavi und Ibera nun aber für Nachwuchs sorgen, denn mit der Verpaarung will die Zuchtbuchführerin die genetische Vielfalt in der Ameisenbär-Population der europäischen Zoos stärken. Im Kölner Zoo wurden bislang zwei Ameisenbären geboren.

Nach Angaben des Zoos hat sich Ibera inzwischen gut eingelebt. „Sie ist sehr aktiv und bewegt sich viel“, so der Zoo. Im Gegensatz zu dem etwas größeren Yavi hat sie einen schmaleren Kopf, schmalere Schultern und einen kürzer gezogenen Seitenstreifen.

Übrigens: Hier haben wir ein paar Fakten zu den „Großen Ameisenbären“ gesammelt:

Große Ameisenbären in Gefahr: Die Tiere gehören zu den bedrohten Arten

Wie der Kölner Zoo mitteilt, gehören Große Ameisenbären zu den bedrohten Arten. Sie werden von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) in ihrem südamerikanischen Verbreitungsgebiet als gefährdet eingestuft. Zudem gelten sie in Uruguay und Nordargentinien bereits als ausgestorben.

Kölner Zoo hat trotz Corona-Notbremse für Besucher geöffnet – doch es gibt Einschränkungen

Wer nun Ibera, Yavi oder die anderen Tiere im Kölner Zoo besuchen möchte, kann sich trotz Corona-Notbremse freuen. Wie die Stadt nun verkündete, darf der Zoo trotz Notbremse weiterhin Besucher hereinlassen. Die Innenbereiche bleiben ab Montag jedoch geschlossen. Zudem müssen Besucher neben einem gültigen Ticket zuvor einen Online-Termin reservieren und einen negativen Corona-Test nachweisen können. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Aktuell baut der Zoo übrigens ein eigenes Testzentrum auf, das voraussichtlich ab dem 1. April in Betrieb gehen soll. Andere Teststellen in Köln finden Sie in unserer Übersicht. (nb)

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