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Köln: Riesenrad am Zoo darf bleiben – Anwohner scheitert mit Eilantrag

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Von: Nina Büchs

Das Europa-Rad Köln hinter mehreren Bäumen und Teilen des Aquariums.
Bis Ende Juli steht das Riesenrad am Kölner Zoo © 24RHEIN

Bis zum 29. August darf das Riesenrad am Kölner Zoo stehen bleiben. Das hat das Verwaltungsgericht Köln beschlossen – und den Eilantrag eines Anwohners abgelehnt.

Köln – Gute Nachrichten für Köln: Das Riesenrad darf bis Ende August 2021 am Kölner Zoo bleiben. Ein Anwohner in Riehl hatte sich mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht Köln gewendet, mit dem Ziel den Betrieb des Riesenrads auszusetzen – ohne Erfolg, wie das Gericht nun mitteilte.

Köln: Riesenrad bleibt bis Ende August am Kölner Zoo – Eilantrag von Anwohner abgelehnt

Nach Angaben des Kölner Verwaltungsgerichts reichte ein Anwohner, der etwa 300 Meter vom Riesenrad am Kölner Zoo entfernt wohnt, einen Eilantrag gegen den Betrieb des Riesenrads ein. „Er hielt den ‚Parksuchverkehr und Parkdruck‘, auch durch Falschparker, vor allem an den Sonntagen in den Sommerferien für nicht mehr zumutbar“, so das Verwaltungsgericht.

Schon in der Vergangenheit hatten Anwohner versucht, die Aufstellung des Riesenrads am Kölner Zoo zu verhindern. Es hieß, die Anwohner seien unter anderem besorgt, dass durch die Besucher der Lärm und die Verkehrsbelastung mehr zunimmt. „Diese teilte die Stadt aber nicht, weil sich ausreichend dimensionierte Parkplätze für Besucher unterhalb der Zoobrücke, an der Riehler Straße und im gegenüberliegenden Parkhaus befänden. Außerdem sei die Anbindung an den ÖPNV gesichert“, heißt es in einer Mitteilung des Verwaltungsgerichts.

Verwaltungsgericht Köln lehnt Eilantrag gegen Riesenrad ab: Das ist die Begründung

Wie es in der Begründung des Verwaltungsgerichts heißt, könne sich der Antragssteller als „Dritter“ nicht gegen die Erteilung der Genehmigung von der Stadt an die Betreiberfirma wenden. „Eine Verletzung sogenannter drittschützender Vorschriften sei nicht ersichtlich. Die Rechtsgrundlage in der Kölner Stadtordnung für die erteilte Genehmigung stelle allein darauf ab, ob die jeweilige Nutzung der Fläche, z.B. für Veranstaltungen wie den Riesenradbetrieb, mit öffentlichen Interessen vereinbar sei“, heißt es weiter. Die Rechtsgrundlage diene hingegen nicht dazu, die Nachbarschaft vor zusätzlichem Verkehr zu schützen.

Zulasten der Riesenradbetreiberin könne zudem nicht argumentiert werden, dass Besucher verkehrswiedrig parkten oder ein Verkehrskonzept mit weiteren Stellplätzen für den Besuch an Zoo und Flora seit Jahren fehle. „Ein etwaiger Anspruch auf Einschreiten der Straßenverkehrsbehörden sei nicht Gegenstand des Verfahrens“, so das Verwaltungsgericht.

Fest steht: Das Riesenrad darf nun bis Ende August am Kölner Zoo bleiben. Dem Antragsteller des Eilverfahrens bleibt hingegen nur die Option, Beschwerde einzulegen. Zuständig für die Prüfung der Beschwerde sei dann das Oberverwaltungsgericht Münster.

Kölner Riesenrad: Alle Informationen auf einen Blick

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