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Besonderer Nachwuchs im Kölner Zoo: Clemenshof freut sich über „zotteliges“ Eselfohlen

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Von: Oliver Schmitz

Das Eselfohlen „Lou de la Mer“ (links) mit ihrer Mutter (rechts).

Das Eselfohlen „Lou de la Mer“ (links) spielt gerne mit ihrer Mutter (rechts). © Rolf Schlosser

Der Kölner Zoo hat Zuwachs bekommen: Ende April wurde ein Eselfohlen im Clemenshof geboren. Das Jungtier gehört zu einer gefährdeten Art und hat ein markantes Merkmal.

Köln – Der Kölner Zoo darf sich über ganz besonderen Nachwuchs freuen. Am 21. April wurde ein kleines „Baudet du Poitou“-Fohlen geboren. Das Tierbaby hört auf den Namen „Lou de la Mer“ und gehört zu einer äußerst seltenen Eselart. Gemeinsam mit seiner Mutter lebt sie auf dem Clemenshof auf dem auch das Ex-FC-Wappentier „Hennes XIII.“ bis zu seinem Tod sein Zuhause hatte.

Der Clemenshof ist ein Bauernhof nach bergischem Vorbild. Auf rund 4000 Quadratmetern leben dort verschiedene Haustierarten – vor allem solche, die vom Aussterben bedroht sind. Besucher erhalten dort Informationen zu seltenen heimischen Nutztierarten und über die kleinbäuerliche Lebensmittelproduktion.

Kölner Zoo: Eselfohlen hat seine Wurzeln in Frankreich – Rasse „Baudet du Poitou“ ist gefährdet

„Lou de la Mer“ ist laut Aussage des Zoos ein „munteres und neugieriges Jungtier“, das gern mit ihrer Mutter spielt. Ihr besonderer Name stammt dabei eben von ihrer Mama „Elly de la Mer“ ab, die seit letztem Jahr im Kölner Zoo lebt. Beim Vater handelt es sich um einen Zuchthengst von der Arche Wader in Schleswig-Holstein.

Die französische Namensgebung ist dabei natürlich kein Zufall. Die „Baudet du Poitou“-Esel und sind nach dem gleichnamigen Gebiet Poitou in der französischen Region Aquitaine-Limousin-Poitou-Charentes benannt. Bei ihnen handelt es sich um eine gefährdete Großeselrasse, die früher in ganz Südwestfrankreich verbreitet war. Heute gibt es aber nur noch wenige Reinzuchten.

Das Eselfohlen „Lou de la Mer“ (vorne) mit ihrer Mutter (hinten) im Kölner Zoo.

Die Baudet du Poitou-Esel gehören zu den größeren Exemplaren der Langohren. © Rolf Schlosser

Clemenshof im Kölner Zoo: Gefährdete Eselart hat besondere Merkmale

Die „Baudet du Poitou“-Esel gehören zu den größeren Vertretern ihrer Art. Die Hengste erreichen ein Stockmaß von 1,40 bis 1,50 Meter, Stuten sind mit 1,35 bis 1,45 Meter nur etwas kleiner. Generell haben die französischen Tiere eine sehr robuste Statur und können bis zu 450 Kilogramm auf die Waage bringen. Damit sind sie sogar die schwerste Eselart der Welt.

Eines ihrer markantesten Merkmale ist ihr langes, zottiges Fell, das meist dunkelbraun ist. Dabei sind Maul, Augenränder und Bauch für gewöhnlich weißgrau gezeichnet. Ihr Kopf ist auffällig groß und langgezogen. Die Ohren werden bis zu 40 Zentimeter lang und sind durch das dicke Fell gut vor Wind und Kälte geschützt.

Der Kölner Zoo durfte sich bereits Anfang April über seltenen Nachwuchs freuen, dabei handelte es sich um Weißnackenmoor-Antilopen. (os)

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