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Gibt es bald wieder Tiger-Nachwuchs im Kölner Zoo? – Tigerdame „Akina“ soll Männchen kennenlernen

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Von: Lydia Schauff

Das sibirische Tigerweibchen Akina steht im Tigergehege im Zoo Köln
Das sibirische Tigerweibchen Akina lebt seit November im Zoo Köln und soll bald mit Tigerkater Sergan zusammengebracht werden. © Henning Kaiser/dpa

Das sibirische Tigerweibchen „Akina“ vom Kölner Zoo könnte demnächst mit Tigermännchen „Sergan“ auf Tuchfühlung gehen. Gibt es also bald kleine Tigerbabys?

Köln –  Das sibirische Tigerweibchen „Akina“ zeigt sich ab sofort auch den Besuchern des Kölner Zoos. Und die können ihr sehr nahe kommen, werden teilweise nur noch von einer Glasscheibe von dem Raubtier getrennt. Nahekommen soll Tigerdame Akina, die 2017 im Leipziger Zoo geboren wurde und seit November in Köln lebt, bald auch Tigerkater „Sergan“.

Sibirische Tiger sind extrem bedroht: Gibt es im Kölner Zoo bald Tigerbabys?

Zusammen sollen die beiden künftig für Nachwuchs bei den sibirischen Tigern sorgen, die Art der sibirischen Tiger ist laut eines Sprechers des Kölner Zoos extrem bedroht. Noch habe „Akina“, die laut des Kölner Zoos seit ihrer Eingewöhnung schon selbstsicherer geworden ist, allerdings immer noch großen Respekt vor „Sergan“.

Deshalb seien die beiden bisher noch nicht gemeinsam auf die Tiger-Anlage gelassen worden seien. Also muss „Akina“ die Tiger-Anlage, die vom Kölner Zoo im Vorjahr für zwei Millionen Euro umgebaut wurde, vorerst noch allein erkunden. Wann es soweit sein könnte, und „Akina“ und „Sergan“ sich kennenlernen, dazu will der Zoo Köln auf 24RHEIN-Nachfrage keine Auskunft geben. Diese Entscheidung liege bei den Tierpflegern, die das aus ihrer Erfahrung heraus entscheiden würden. Wer aktuell einen Besuch im Kölner Zoo plant, muss einige Regeln beachten.

Es wäre auf jeden Fall nicht der erste Tigernachwuchs im Kölner Zoo. 2013 und 2011 wurden dort bereits Jungtiere geboren.

Tigernachwuchs im Kölner Zoo?: Zusammenführung von Tigern kein ungefährliches Unterfangen

Dass das Zusammenbringen eines Tigermännchens und eines Tigerweibchens auch ein gefährliches Unterfangen sein kann, das nicht immer mit Happy Ende endet, zeigt ein Fall aus dem Zoo Neuwied, der Ende Januar bekannt wurde. Wenige Wochen zuvor wurden dort Tigerweibchen Kimberly und Tigerkater Ivo zusammengelassen. Mit tödlichem Ausgang.

„Unmittelbar nachdem der Schieber geöffnet war stürmte Ivo auf Kimberly zu. Bereits nach wenigen Sekunden war klar, dass die Begegnung von seiner Seite aus ein aggressiver Angriff war und es wurde alles unternommen, um die kämpfenden Tiger zu trennen“, hieß es damals in einer Stellungnahme des Zoos.

Dennoch konnte Ivo dem Tigerweibchen in dieser kurzen Zeit mehrere Bisswunden zufügen. Zwei Tage später starb sie. Im Bergzoo Halle gab es im Jahr 2015 und im Zoo London 2019 ähnliche Vorfälle.

Nicht viel Grund zur Freude hatte kürzlich auch der Duisburger Zoo. Dort sind Mitte März vier Seidenaffen unter ungeklärten Umständen gestorben.

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