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Seltene Affenart: „Ziggy“ und „Justa“ ziehen im Kölner Zoo ein

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Von: Jan Aimene

Der Coquerel-Sifaka „Ziggy“ sitzt im Zoo im Madagaskarhaus auf einem Baumstamm.
Der Coquerel-Sifaka „Ziggy“ sitzt im Zoo im Madagaskarhaus auf einem Baumstamm. © Jonas Güttler/dpa

„Ziggy“ und „Justa“ sind neu im Kölner Zoo: Die seltenen Coquerel-Sifakas sind zum ersten Mal überhaupt in Europa zu sehen und Teil einer bedrohten Affenart.

Köln – Zwei Neuzugänge sorgen im Kölner Zoo für Aufsehen: Die Coquerel-SifakasZiggy“ und „Justa“ leben seit neuestem in Köln. Durch den Haupteingang, am Hippodom vorbei, liegt das Madagaskarhaus, in das die beiden Affen kürzlich eingezogen sind.

Wissenschaftlicher NamePropithecus coquereli
Gewichtetwa 3,5 bis 4,2 Kilogramm (Erwachsener)
Kopfrumpflänge42 bis 50 Zentimeter, dazu der 50 bis 60 Zentimeter lange Schwanz
Tragzeit155 bis 165 Tage
Natürlicher LebensraumLaubtrockenwälder im Westen Madagaskars
LebensartMeist in Gruppen von 3 bis 10 Tieren

Coquerel-Sifakas im Kölner Zoo: Lemuren-Art ist bedroht

Die zwei Coquerel-Sifakas „Ziggy“ und „Justa“ sitzen im Zoo im Madagaskarhaus
Die zwei Coquerel-Sifakas „Ziggy“ und „Justa“ sitzen im Zoo im Madagaskarhaus © Jonas Güttler/dpa

Das Coquerel-Sifaka-Pärchen kam Ende Mai aus dem Duke Lemur Center in Durham aus den USA in den Kölner Zoo. Im Zuge eines abgestimmten Erhaltungsprogramms wurden auch weitere Sifakas in den Chester Zoo in Großbritannien und in den Tierpark Berlin gebracht.

Da die Lemuren-Art stark bedroht ist, versuchen die Einrichtungen zusammen mit dem Kölner Zoo die Bestände im Rahmen eines eng abgestimmten europäischen Erhaltungsprojektes aufzubauen. In den USA sind im vergangenen Jahr 12 Jungtiere zur Welt gekommen.

Coquerel-Sifakas im Kölner Zoo: Die „tanzenden Affen“

„Ziggy“ und „Justa“ brauchen besondere Betreuung. Die neuen Coquerel-Sifakas im Kölner Zoo essen ausschließlich Blätter. Für den Winter haben deswegen die Tierpfleger angefangen, Laubrationen einzufrieren. Derzeit essen die beiden Affen Buchen- Hainbuchen-, Haselnuss und Roteichenblätter. Die Lemuren sind tagsüber aktiv und leben in ihrem natürlichen Lebensraum in Gruppen von drei bis zehn Tieren. Da sie hüpfen und springen, um sich fortzubewegen, werden sie auch „tanzende Affen“ genannt. Sie bilden Reviere von vier bis acht Hektar, von denen zwei bis drei Hektar das Kerngebiet darstellen. Die Coquerel-Sifakas gehören zu den bedrohtesten Primatenarten der Erde.

Bedrohte Affenart im Madagaskarhaus im Kölner Zoo

Die Coquerel-Sifakas im Kölner Zoo leben derzeit in einem Gehege im Madagaskarhaus. Das Gehege wurde speziell für sie vorbereitet und mit Ästen, Lianen und Futterplattformen an die neuen Bewohner angepasst. Für die kälteren Jahreszeiten wurden beheizte Schlaf- und Aufenthaltskisten für den Winter angebracht. Im Gehege wurden zudem Trainingswände installiert, die auch für Besucher gut sichtbar sind. Dort haben sie Beschäftigungsprogramme und Medical-Trainings. Bei den Medical-Trainings lernen die Coquerel-Sifakas sich auf Kommando wiegen oder abtasten zu lassen.

Darauf müssen Sie bei ihrem Besuch im Kölner Zoo achten

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