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Kölner Zoo trauert um Nepomuk – Abschied von einem der ältesten Zootiere

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Von: Johanna Werning

Ein Nashornleguan schaut im Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart (Baden-Württemberg) in seinem Terrarium aus einem Loch.
Das Nashornleguan-Männchen Nepomuk ist im Kölner Zoo gestorben (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

Eines der ältesten Zootiere im Kölner Zoo ist gestorben. Das Nashornleguan-Männchen Nepomuk ist an Weihnachten „schlafend in seiner Höhle“ gestorben.

Köln – Knapp 30 Jahre lebte Nepomuk im Kölner Zoo. Das Nashornleguan-Männchen galt als ein echter Besucherliebling. Am Weihnachtswochenende ist Nepomuk jedoch „schlafend in seiner Höhle“ gestorben, erklärt der Zoo in Köln. „Wir sind sehr traurig, freuen uns aber, dass Nepomuk ein so langes Leben bei uns hatte.“

Nashornleguan
Wissenschaftlicher Name:Cyclura cornuta
Famile:Leguan
Gattung:Wirtelschwanzleguane
BesonderheitBis zu drei Höcker auf der Nase
Größe1,20 bis 1,40 Meter
Gewicht:4 bis 6 Kilogramm
Alter:In freier Wildbahn bis zu 25 Jahren, in Gefangenschaft bis zu 40 Jahren
Bedrohte Tierart:Stark gefährdet – Rote Liste

Kölner Zoo trauert um Nepomuk – Abschied von einem der ältesten Zootiere in Köln

„Nepomuk war eines der ältesten Tiere im Aquarium.“ Seit 1993 lebte der Nashornleguan in seinem Gehege direkt am Zooeingang, erinnert sich der Kölner Zoo in dem Facebook-Post weiter. „Er kam damals mit einigen Artgenossen über das Haus des Meeres in Wien aus einer Beschlagnahmung – einer illegalen Einfuhr nach Österreich – zu uns.“

Nepomuk und die anderen geretteten Tiere lebten sich ein und „bekamen über die Jahre insgesamt 29 Nachkommen, die heute in Zoos in ganz Europa leben.“ Mit Nepomuk ist nun das letzte Tier aus der ursprünglichen Gruppe gestorben. Mit mindestens 35 Jahren erreichte die Eidechse jedoch ein „wahrhaft stolzes Alter“, so der Zoo weiter. In freier Wildbahn werden die Tiere bis zu 25 Jahre alt, in Gefangenschaft können sie bis zu 40 Jahre alt werden.

Kölner Zoo trauert um Nepomuk – kurz vor Weihnachten verschlechterte sich seine Gesundheit

Aufgrund seines hohen Alters machten sich der Kölner Zoo und viele Besucherinnen und Besucher in der Vergangenheit schon häufiger Sorgen um den Leguan. Gerade im Winter, wenn Nepomuk schwer atmete, erklärte der Zoo in einem weiteren Facebook-Video vom August 2020.

Grundsätzlich ging es Nepomuk jedoch gut – vor allem in den letzten zwei Jahren. Denn da bekam er Gesellschaft Nashornleguan-Weibchen „Fredda“, „was ihn noch einmal sichtlich aufleben ließ“, wie der Zoo sich beim Abschied von dem alten Zootier erinnert.

„Einige Tage vor Weihnachten verschlechterte sich sein Allgemeinzustand und er hatte wenig Appetit, woraufhin wir ihn gründlich untersuchten“, heißt es in dem Facebook-Post weiter. Im Blutbild zeigt sich dann eine Anämie, also eine Blutarmut. Weitere Auffälligkeiten gab es jedoch nicht. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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