Oster-Antilope statt Osterlamm

Nachwuchs im Kölner Zoo: Jungtier bei Weißnackenmoor-Antilopen geboren

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Der Kölner Zoo freut sich über einen besonderen Nachwuchs. Immerhin zählt die Weißnackenmoor-Antilope als bedrohte Tierart
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Der Kölner Zoo freut sich über Nachwuchs. Bei dem Jungtier handelt es sich um eine Weißnackenmoor-Antilope. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht.

Köln – Der Kölner Zoo begrüßte am Osterwochenende ein neues Jungtier. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Osterlamm. Viel eher freue man sich über eine Oster-Antilope, wie der Zoo in Köln in einer Pressemitteilung voller Stolz verkündet. Bei dem Zuwachs handelt es sich um ein männliches Jungtier der seltenen Weißnackenmoor-Antilope – auch bekannt als Mrs. Grays Wasserböcke. Die Tiere gelten in freier Wildbahn als bedroht und stehen auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzunion (IUCN). Umso mehr freut sich der Kölner Zoo nun über seinen Nachwuchs.

Wissenschaftlicher NameKobus megaceros
Gewicht86 kg (Erwachsener)
ErhaltungszustandStark gefährdet (Abnehmend)
Höhere KlassifizierungWasserböcke
RangArt
OrdnungPaarhufer

Die Weißnackenmoor-Antilopen im Kölner Zoo haben Nachwuchs bekommen

Geboren wurde das Weißnackenmoor-Antilopenjunge am Ostersonntag. Die Eltern des neuen Zuwachses sind „ein dreijähriger Bock und seine vierjährige Kuh“, wie der Kölner Zoo weiter verrät. Während der Papa aus dem Zoo Leipzig kommt, stammt die Mutter des Jungen aus dem Serengeti-Park Hodenhagen. Seit 2019 leben die beiden Weißnackenmoor-Antilopen jedoch am Kölner Rhein. Die Oster-Antilope ist dabei nicht der erste Nachwuchs der Tiere. Bereits im Frühjahr 2020 gab es einen ersten Zuwachs. In Deutschland halten noch zwei weitere Zoos die Weißnackenmoor-Antilopen.

Die Weißnackenmoor-Antilopen im Kölner Zoo: Die bedrohten Tiere können trotz Coronavirus besucht werden

Namensgebend für die bedrohten Tiere sind die männlichen Exemplare. Die Böcke haben ein schwarzes Fell, welches im Nacken weiß gefärbt ist. Die weiblichen Weißnackenmoor-Antilopen haben stattdessen ein rötlich-braunes Fell. Ursprünglich stammen die Antilopen aus dem Südsudan. „Dort bevölkern sie das Delta des Weißen Nils“, wie der Zoo in Köln erklärt.

Weißnackenmoor-Antilopen steht auf der „Roten Liste“

  • Bis 1980 gab es noch ungefähr 36.000 Tiere in freier Wildbahn
  • Inzwischen ist der Bestand stark zurückgegangen.
  • 2007 wurden im Südsudan nur noch 4.291 Weißnackenmoor-Antilopen gezählt.
  • Die IUCN listet den Status der Weißnacken-Moorantilope als stark gefährdet.

Die Weißnackenmoor-Antilopen zählen zu der Gattung der Sumpfantilopen, da sie an den Rändern von Schwemmgebieten leben und sich vor allem von Sumpfgräsern ernähren. Dabei sind die ausgewachsenen Tiere ziemlich kräftig. Sie bringen zwischen 80 und 120 Kilo auf die Waage und sind dabei zwischen 80 und 105 Zentimeter groß. Trotz Coronavirus ist der Kölner Zoo geöffnet: Einem Besuch bei der Oster-Antilope steht demnach nichts im Wege. (jw)

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